Montag, 13. Oktober 2014

Info RK Nord zur Kommissionssitzung am 8. Oktober 2014

Die Regionalkommission Nord informiert über die
Kommissionssitzung am 8. Oktober 2014, in der es
nicht gelungen ist, zu einem Beschluss in der aktuellen
Caritas-Tarifrunde zu kommen.

RK-Info als pdf


Auch die Dienstgeber der Region Nord haben sich inzwischen zu Wort gemeldet, und zwar mit einer Pressemitteilung und einem Dienstgeberbrief.
Insbesondere in der Pressemitteilung werden die Positionen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer noch einmal dargestellt. Die Arbeitgeber streben offensichtlich neben den stark - selbstverständlich nach hinten - verschobenen Tariferhöhungen auch Regelungen im Bereich der Altenpflege an, bei denen die "Anzahl der Gehaltsstufen verringert wird".
Die Überlegungen orientieren sich vermutlich an Ideen, die sich im Vorschlag des Vermittlungsausschusses vom 23. August 2014 finden. (siehe Vermittlungsvorschlag - mit kritischen Anmerkungen/DiAG Münster)
Die Verschiebung der Steigerung bedeutet gegenüber dem TVöD einen Verlust von mindestens 1000 Euro, gegenüber dem Bundesbeschluss der AK beziffert sich der Verlust immerhin auch noch auf mindestens 600 Euro (gerechnet auf den im TVöD geregelten Tarifzeitraum 1.3.2014 - 29.2.2016)

Die Diskussionen zu Tarifverträgen mit der Diakonie in Niedersachsen haben offensichtlich keine Rolle gespielt (jedenfalls bleiben sie in den Veröffentlichungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unerwähnt.).
Stattdessen kann man in der Pressemitteilung der Arbeitgeberseite lesen:
"In den von privater Hand geführten Altenpflegeheimen gibt es kaum Tarifverträge. Daher liegen dort die Gehälter in der Regel deutlich unter denen der Caritas." 
Dass fehlende Tarifverträge zu schlechten Vergütungen führen, ist eine richtige Erkenntnis.

Dass die Arbeitgeber der Caritas die Lösung ihrer Probleme in ebendiesen schlechten Vergütungen sehen, ist folgerichtig: man hat und will ja auch keine Tarifverträge.

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