Montag, 22. Mai 2017

Konferenz der Jugend- und Familienminister: ver.di fordert Aus- und Weiterbildungsoffensive für Kitas

Anlässlich der Konferenz der Jugend- und Familienminister am 18./19. Mai 2017 in Quedlinburg forderte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Fachpolitiker auf, eine bundesweite Aus- und Weiterbildungsoffensive im Bereich Sozial- und Erziehungsdienste zu starten. „Es müssen dringend mehr Mittel in Qualifikation und Weiterbildung der Beschäftigten fließen. Die Lücke zwischen dem mittlerweile ausgebauten Angebot an Kita-Plätzen und dem für eine sachkundige und qualifizierte Betreuung notwendigen Fachpersonal wird immer größer“, warnt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper.

Kürzlich hatte der Bundestag beschlossen, die Anzahl der Kita-Plätze um weitere 100.000 zu erweitern. Das Deutsche Jugendinstitut schätzt den künftigen Bedarf auf 350.000 Plätze. In der pädagogischen Kinderbetreuung arbeiten derzeit etwa 615.000 Beschäftigte bundesweit.

Freitag, 19. Mai 2017

DGB-Streitzeit 3/2017 - Kurswechsel: Für die Zukunft Deiner Rente

KURSWECHSEL:
Für die Zukunft Deiner Rente



Im Vorfeld des bundesweiten Renten-Aktionstages des DGB am 31. Mai 2017 stellt die "Streitzeit" zentrale Forderungen des DGB zur Rentenpolitik vor und zeigt auf, wie das Rentenniveau zunächst stabilisiert und mittelfristig erhöht werden kann. Die komplette Streitzeit kann auf der Homepage des DGB gelesen und auch im pdf-Format heruntergeladen werden.

*Klick* zur DGB-Streitzeit Ausgabe 17.05.2017

Donnerstag, 18. Mai 2017

Urteil Scheinselbständigkeit - Krankenpflegerin ist Angestellte

Der Erfindungsreichtum mancher Arbeitgeber zur Umgehung von Sozialversicerhungspflichten scheint grenzenlos. Am 01.02.2017 hat sich das SG Heilbronn zu Az. S 10 R 3237/15 mit der Frage der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken-, sozialen Pflege- und Arbeitslosenversicherung einer Krankenschwester, die als „freien Mitarbeiterin“ in mehreren Krankenhäusern tätig ist, befasst und dazu erneut (unter Beibehaltung der ständigen Rechtsprechung) entschieden, dass eine abhängige Beschäftigung unter anderem aufgrund der Einbindung der Krankenschwester in die betriebliche Organisation des Krankenhauses vorliegt.
Die Entscheidung dürfte auch für vergleichbare Tätigkeiten z.B. in Altenheimen von Relevanz sein.
Quellen:

Mittwoch, 17. Mai 2017

"Wer bin ich, über ihn zu urteilen?"

Vor fast vier Jahren hat sich Papst Franziskus mit diesen Worten zum Thema Homosexualität geäußert.
Zum heutigen internationalen Tag gegen Homophobie nutzen wir die Gelegenheit, um die rechtliche Situation in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche zu thematisieren.

Am 24. Juni 2002 hatte der ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz festgelegt:
"Das neu geschaffene Rechtsinstitut der Lebenspartnerschaft nach dem „Gesetz zur Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften: Lebenspartnerschaften vom 16. Februar 2001 (BGBI. I S. 266)' widerspricht der Auffassung über Ehe und Familie, wie sie die katholische Kirche lehrt.Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst, gleich ob sie der katholischen Kirche angehören oder nicht, die nach diesem Gesetz eine „eingetragene Lebenspartnerschaft' eingehen, verstoßen dadurch gegen die für sie geltenden Loyalitätsobliegenheiten, wie sie ihnen nach Artikel 4 der Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse in der geltenden Fassung auferlegt sind."

Inzwischen (mit der Neufassung der Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse" vom 27. April 2015) wurde diese Regelung aufgehoben und in Artikel 5 der Grundordnung 2015 ersetzt, die Sanktionen auf Katholiken beschränkt und den Kündigungsautomatismus einschränkt bzw. relativiert.
Reflektierte Erfahrungen zu den neuen Diskriminierungsregelungen, welche die neu gefaßte Grundordnung im Interesse einer einheitlichen Rechtsanwendung explizit vorsieht, sind bislang nicht bekannt. Eine Evaluation sieht die Grundordnung erst für das Jahr 2020 vor.

Eine vorzügliche Reflektion der Situation mit zahlreichen weiterführenden Hinweisen findet sich hier:

LSVD: Ratgeber Katholische Kirche




Dienstag, 16. Mai 2017

ver.di fordert verbindliche Vorgaben für Personalausstattung und Sofortprogramm zur Entlastung der Pflege

Kliniken: ver.di fordert verbindliche Vorgaben für Personalausstattung und Sofortprogramm zur Entlastung der Pflege – Anhörung vorm Bundestags-Gesundheitsausschuss

Anlässlich der Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags am morgigen Mittwoch (17. Mai 2017) bekräftigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Forderung nach einer gesetzlichen Regelung zur Personalausstattung in Krankenhäusern. Die im vorliegenden Gesetzentwurf geplanten Personaluntergrenzen für pflegesensitive Bereiche seien allenfalls ein erster Schritt.

„Ich kenne keinen Bereich im Krankenhaus, der nicht pflegesensitiv ist. Für alle Pflegebereiche braucht es deshalb Vorgaben zur Mindestbesetzung, damit Patienten sicher und gut gepflegt werden und Beschäftigte endlich wieder zumutbare Arbeitsbedingungen haben.“,  sagte  ver.di-Bundesvorstandsmitglied  Sylvia  Bühler.
„Kliniken, die schon jetzt lauthals nach Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen rufen, müssen den Patienten sagen, wie sie eine sichere Versorgung gewährleisten wollen, wenn nicht einmal Personaluntergrenzen eingehalten werden können“, stellte Bühler klar. ver.di fordert schon seit Jahren die Einführung gesetzlicher Vorgaben für die Personalausstattung im Krankenhaus.

Bewegung für Entlastung - bayerische Appelle für mehr Krankenhauspersonal

Der Appell für mehr Krankenhauspersonal läuft auch nach dem Pflegetag noch weiter. Bis Ende Mai werden Unterschriften gesammelt, die den Appell unterstützen.
In Bayern gibt es inzwischen Fassungen für Frnaken, Mittelfranken, München, Niederbayern, Oberpfalz, Oberbayern, Schwaben.
Näheres und Downloads der Unterschriftenlisten gibt es hier:
 http://gesundheit-soziales-bayern.verdi.de

Die in Bayern gesammelten Unterschriften sollen an den Bundesmister für Gesundheit und die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege übergeben werden.

Auch in Caritaseinrichtungen (und nicht nur in Caritas-Krankenhäusern) beteiligen sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen an der Aktion.

Montag, 15. Mai 2017

Jetzt kämpfen wir bundesweit!


Knapp 80 Team-Delegierte der saarländischen Krankenhäuser verabschiedeten am 2. Mai in Saarbrücken-Dudweiler einstimmig eine Resolution unter dem Titel "Jetzt kämpfen wir bundesweit".

tariflich, betrieblich, politisch: 

Jetzt kämpfen wir bundesweit

"Wir Teamdelegierte von den Stationen und Abteilungen der saarländischen Krankenhäuser nehmen die zwanzig Positionen des kleinen Koordinierungskreises TV Entlastung im Saarland vom 11.4.2017 zustimmend zur Kenntnis. Wir, die wir mit unserem Kampf für Entlastung und mehr Personal deutsch- landweit Pionierarbeit geleistet haben, kämpfen jetzt bundesweit politisch, betrieblich und tariflich mit unserer Gewerkschaft ver.di in der Bewegung für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus."



...mehr: Ver.di-Region Saar-Trier

Flugblatt als pdf

Samstag, 13. Mai 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Gegenüber der kürzlich durch die Präsidentin der päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, Margaret Archer, getroffenen Feststellung, "in Europa hätten Gewerkschaften und Handelsunionen Jahrzehnte gebraucht, um sich als politische Partner zu etablieren und an der politischen Entscheidungsfindung zu beteiligen", legt die katholische Kirche in Deutschland  Wert auf die Feststellung, dass diese Etablierung dort, wo sie das Sagen habe, nämlich in Kirche und Caritas bis heute nicht gelungen sei und man das als großen Erfolg betrachte.
Man schätze die Gewerkschaften durchaus, zumindest so lange, wie sie keine Tarifverträge mit kirchlichen Einrichtungen schließen wollen.

Vorletztes Gerücht


Donnerstag, 11. Mai 2017

"Internationaler Tag der Pflege" am 12. Mai: ver.di fordert Sofortprogramm für mehr Personal - Protestaktionen von Beschäftigten

Bundesweit machen Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen am Internationalen Tag
der Pflegenden (Freitag, 12. Mai 2017) auf den dramatischen Personalmangel aufmerksam. Unter dem Motto „Auf der Strecke geblieben“ lenken sie die Aufmerksamkeit auf all die Tätigkeiten, die aufgrund der dünnen Personaldecke in der Pflege im Alltag zu kurz kommen oder ganz weggelassen werden müssen, etwa die Patienten- und Angehörigenansprache und ausreichend lange Händedesinfektion. Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstandsmitglied: „Die Beschäftigten lassen sich nicht mehr mit warmen Worten oder Mini-Pflege-Programmen abspeisen. Selbstbewusst fordern sie Arbeitsbedingungen, die sie selbst nicht krank machen. Sie verlangen, dass sie das, was gute Pflege ausmacht, umsetzen können. Dazu braucht es deutlich mehr Personal - damit endlich mehr Zeit bleibt für die Patienten im Krankenhaus und die Bewohner im Pflegeheim.“

Sonntag, 7. Mai 2017

Sonntagsnotizen - 10. Kongress für Sozialwirtschaft in Magdeburg

Der 10. Kongress für Sozialwirtschaft ging am 28. April 2017 in Magdeburg zu Ende. Ein vorläufiger Kurzbericht ist bei "Wohlfahrt intern" zu lesen und bestätigt die Erwartungen, die man auch schon nach Lektüre des Veranstaltungsprospekts haben konnte. (Weitere Medieninformationen zur Veranstaltung ließen sich bislang trotz intensiver Suche nicht finden.)
Der Kostenfaktor Mitarbeiter gehört nicht zum Adressatenkreis der Veranstaltung, an der auch Vertreter der Caritas prominent in Vorbereitung und Ausführung beteiligt sind.

Man muss nicht dabei gewesen sein, um dennoch interessant zu finden, womit sich die Teilnehmer und Aussteller (Banken, Wirtschaftsberatungsfirmen, Managementberatungsunternehmen, Software- und Digitaltechnikfirmen usw.) beschäftigt haben:

Style - Input - Digitalisierung - Individualisierung - soziale Vernetzung - Globalisierung - Innovation - Ökonomisierung - demografischer Wandel - Indoor-GPS - Start-up - Apps - Trends - Deutungshoheit - Leitbilder - Relevanz - High-Potentials - Diversität -  Digitalisierung,
Ökonomisierung - Nachhaltigkeit - fortschreitende Annäherung der Sozialwirtschaft an den Kapitalmarkt - Megatrends - Innovationsförderung - Inanspruchnahme des Kredit- und Kapitalmarktes -  Kooperation zwischen Betreibern und Investoren - AAL-Systeme - digitale Dokumentation - Governance im Sozialraum - Anschlussfährigkeit sozialer Dienstleistungsanbieter - vernetzte Mitarbeitende - Steuerungsnotwendigkeiten - Stakeholder - Personal Outcomes Scala - Innovationsmanagement - Sozialraumorientierung - Inklusion - Megatrend Demografie - Technisierung - Innovationskompetenz - Risikofreudigkeit - flache Hierarchien - Sozialwirtschaft 4.0 - ...

Dass der übergreifender Treffpunkt für Entscheider/Entscheiderinnen in der Sozialwirtschaft ihre Schirmfrauschaft durch die Wirtschaftsministerin und nicht durch die Ministerin für Arbeit und Soziales erfuhr ist, angesichts dieses Themenspektrums naheliegend.

Die Workshops 1 und 2 hatten die neckischen Titel "#Ökonomisierung/Regiert Geld die Welt?" und "#Digitalisierung/Teufels Werk und Gottes Beitrag?"

Weil wir nicht dabei waren, wissen wir jetzt auch nicht, ob Geld die Welt regiert und ob die Digitaliserung  ein Geschenk Gottes oder Teufelswerk ist.
Wir vermuten aber, dass die Caritas sich gut als digitaler Dienstgemeinschaft im Supply Chain Management der Nächstenliebe behaupten wird.
.

Samstag, 6. Mai 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass "die Politik" außerordentlich angetan davon sei, dass das Ansehen der sozialen, Gesundheits- und Pflegeberufe deutlich gewachsen ist. Der Aspekt, dass der Zuwachs an sozialem Ansehen bei den Sozialberufen kostenlos zu haben ist, spiele in der Einschätzung eine wesentliche  Rolle und sei besonders erfreulich.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 5. Mai 2017

Kircheninfo - Jubiläumsausgabe 30 - Mai 2017

Das aktuelle KirchenInfo Nr. 30 ist erschienen und kann unter www.kircheninfo.verdi.de abgerufen werden. 

Aus dem Inhalt der Jubiläumsausgabe:


  • Beschäftigte katholischer Krankenhäuser im Saarland organisieren sich
  • Thesen zum Lutherjahr
  • Schlichtung in der Arbeitsrechtlichen Kommission Diakonie Deutschland: Ein Skandal
  • ver.di zeigt Gesicht
  • Beschäftigte katholischer Krankenhäuser im Saarland organisieren sich
  • Beschäftigte katholischer Kliniken im Saarland aktiv für mehr Personal: »Überlastung ist genauso groß wie anderswo«
  • Was man von der Reformation lernen kann...
  • Trägerübergreifender Tarifvertrag für die Altenpflege in Bremen: »Ein Umdenken setzt ein«
  • Diakonie Hessen: Zwischen Lohndiktat und Tarifvertrag
  • Diakonie Mitteldeutschland: Schlichtungsverfahren mit vielen Fragezeichen
  • Franziskus-Krankenhaus Berlin: Katholisches Lohndumping
  • Weltliche und kirchliche Betriebsverfassungen: Bollwerk gegen die Solidarität
  • Dissertation: Kirchenbeschäftigte dürfen doch streiken
  • Studie zu Diakonie und Caritas: Wunsch und Wahrheit
  • Konfessionelle Krankenhäuser in Südhessen: Schließungen, Verkauf, Konzentration, wechselnde »Dienstgemeinschaften«

Donnerstag, 4. Mai 2017

Arbeitszeit und Gesundheit im Rettungsdienst

Die aktuelle "Infopost Rettungsdienst" befaßt sich mit sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst:

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und müssen – wie vieles im Arbeitsleben – erkämpft werden. Die Arbeitsdauer bestimmt, wie lange ich den Belastungen ausgesetzt bin. Beides muss so begrenzt werden, dass ich mich wieder erholen kann. Und zwar so, dass ich nicht nur einen Arbeitstag überstehen kann, sondern das gesamte Arbeitsleben.

Der Mensch unterliegt sowohl biologischen als auch sozialen Rhythmen. Arbeitszeiten können diesen entgegenlaufen oder damit desynchronisiert sein, wenn sie sehr variabel oder irregulär sind oder Abend-, Nacht- und/oder Wochenendarbeit beinhalten.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Wieder einmal - hunderte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Dienstgemeinschaft entlassen

Wie das "Entscheidermagazin Wohlfahrt intern" meldet, wird das Augsburger Vincentinum Krankenhaus zum 1. Juli an die private Artemed-Gruppe verkauft:
Der private Träger will die Mitarbeiter zu gleichen Konditionen weiterbeschäftigen.

...

„Wir .... sehen uns nicht mehr in der Lage, die kommenden Herausforderungen einer Klinik auf dem sich ständig verändernden Gesundheitsmarkt so tatkräftig zu begleiten, wie dies erforderlich wäre“, sagt Generaloberin Schwester M. Michaela Lechner.

Letztlich sei daher ein Verkauf ins Auge gefasst worden, ....
Mit Artemed sei man zusammengekommen, weil das Unternehmen mehrere ehemals kirchliche Häuser übernommen hat....
Quelle und mehr: Wohlfahrt intern

Das Augsburger Vincentinum besitzt nach Wikipedia rund 250 Planbetten auf zehn Stationen (inklusive der Tagesklinik) und ist in die II. Versorgungsstufe (Krankenhaus der Regelversorgung) eingestuft. Nach der Web-Präsentation der Klinik sind hier "über 400 Beschäftigte" tätig, die stolz darauf sind, nach den christlichen Werten des Hauses zu arbeiten:
Die Spiritualität und Überzeugung der Gottes- und Nächstenliebe von Vinzenz von Paul sind Impuls und ideelle Triebfeder unserer Mitarbeiter
(Homepage des Vincentinum, abgerufen am 02. Mai 2017).

Dienstag, 2. Mai 2017

Veranstaltungshinweis: Arbeitszeitkonferenz "Arbeiten bis zum Umfallen? - Indirekte Steuerung und Arbeitszeit"

Das Seminar/die Arbeitszeitkonferenz am 18. Mai 2017 befaßt sich mit dem Thema

Arbeiten bis zum Umfallen und indirekte Steuerung

Die Theorie der indirekten Steuerung dient dazu, zu begreifen, warum Kolleginnen und Kollegen - scheinbar freiwillig - länger arbeiten als tariflich vereinbart, als gesetzlich erlaubt und als gesundheitlich zuträglich. Sie macht das System sichtbar, durch die die Geschäfts- oder Einrichtungsleitung in der Lage ist, die Kolleginnen und Kollegen nicht nur selbst dazu zu gewinnen, die Arbeitszeitregelungen nicht einzuhalten, sondern auch andere unter Druck zu setzen, dass sie - "falls nötig" - ihre Schutzrechte nicht einfordern. Das "Rufen aus dem Frei" ist nur die prominenteste Form, in der dies geschieht. Nur wenn das System der indirekten Steuerung auch den Kolleginnen und Kollegen sichtbar wird, kann es gelingen, gemeinsame solidarische Gegenwehr zu organisieren. Dann aber stellt sich die Frage: In welche Richtung muss sich die Gegenwehr orientieren, um die Kolleginnen und Kollegen nicht zu verlieren?

Montag, 1. Mai 2017

Gute Arbeit, gutes Geld und eine gute Perspektive im Alter, dafür kämpfen wir

Höheres Rentenniveau ist unabdingbar

Dr. Verena Di Pasquale: „Gute Arbeit, gutes Geld und eine gute Perspektive im Alter, dafür kämpfen wir“

Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, warnte bei ihrer Rede zum Tag der Arbeit in Würzburg vor den Folgen der Rentenpolitik der vergangenen Jahre. Ein Kurswechsel sei überfällig: „Zukünftig droht immer mehr Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, der soziale Abstieg im Alter. Das liegt an den Rentenkürzungen der Vergangenheit. Beschlossen wurde, das gesetzliche Rentenniveau immer weiter abzusenken. Das bedeutet, dass es selbst für Durchschnittsverdienende im Alter eng wird.“

Heute, am 1. Mai ´....

... sind wir auf den diversen Maikundgebungen.

Aber wir erinnern dann doch noch an die Enzyklika Centesimus annus (Das hundertste Jahr), ein am 1. Mai 1991 veröffentlichtes päpstliches Lehrschreiben von Johannes Paul II. 100 Jahre nach der Enzyklika Rerum novarum
(Link zur Enzyklika in deutscher Sprache "klick").

Zur Diskussion um den "Dritten Weg der Kirche" verweisen wir auf das letzte VI. KAPITEL der Enziklika:
DER MENSCH IST DER WEG DER KIRCHE

... Die Kirche ist sich heute mehr denn je dessen bewusst, dass ihre soziale Botschaft mehr im Zeugnis der Werke als in ihrer inneren Folgerichtigkeit und Logik Glaubwürdigkeit finden wird. Auch aus diesem Bewusstsein stammt ihre vorrangige Option für die Armen, die nie andere Gruppen ausschließt oder diskriminiert.
Es ist immer wieder spannend, die Enzykliken im Lichte der heutigen aktuellen Diskussionen zu lesen.
Wir zitieren dazu aus WIKIPEDIA:
Der Papst übte (in der Enzyklika) scharfe Kapitalismuskritik und warnt vor der „Vergötzung des Marktes“. Die Behauptung, die Niederlage des sogenannten realen Sozialismus lasse den Kapitalismus als einziges Modell wirtschaftlicher Organisation übrig, sei „unhaltbar“. Es bestehe „die Gefahr, daß sich eine radikale kapitalistische Ideologie breitmacht, die ihre Lösung in einem blinden Glauben der freien Entfaltung der Marktkräfte überlässt.“ Es gebe Grenzen des Marktes, „wichtige menschliche Erfordernisse, die sich seiner Logik entziehen, Güter, die auf Grund ihrer Natur nicht verkauft und gekauft werden können und dürfen.“

Samstag, 29. April 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchen sich der diesjährigen Losung zum 1. Mai "Wir sind viele, wir sind eins" besonders verbunden sähen. So habe man dem 1. und dem 2. Weg noch einen 3. hinzugefügt und damit die Vielfalt gefördert und man sei sich darin eins, dass kirchliche Arbeitnehmer weder Tarifverträge noch Betriebsräte benötigen.

Vorletztes Gerücht

Donnerstag, 27. April 2017

Wir sind viele. Wir sind eins. Aufruf zum 1. Mai 2017

Die Zentrale Maikundgebung des DGB findet in diesem Jahr in Gelsenkirchen statt: 

Das Programm

  • 09:45 Uhr: Treffen auf dem Vorplatz des Musiktheaters - Ökumenischer Gottesdienst und Platzkonzert
  • 10:30 Uhr: Demonstration
  • 11:00 Uhr: Kundgebung auf dem Neumarkt
  • Eröffnung: Josef Hülsdünker, Vorsitzender DGB Gelsenkirchen
  • Grußwort: Frank Baranowski, Oberbürgermeister
  • Mairede: Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender
  • Grußwort: Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Infos zu den regionalen Maikundgebungen gibt es auf den jeweiligen Seiten der DGB-Regionen.

Weitere Infos: 


Mittwoch, 26. April 2017

Geriatrische Reha St. Wendel - Wir bleiben alle!

Protestversammlung am 24.4.17

Wir bleiben alle!
Schließung zum 30. Juni vorgesehen

Auf einer Protestversammlung protestierten am Abend des 24.April im völlig überfüllten Nebenraum des Lokals Journal Beschäftigte der Marienhausklinik in St. Wendel gegen die Schließung der Abteilung für geriatrische Rehabilitation. Insgesamt sind über 70 Beschäftigte betroffen. Gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung informierte die ver.di Betriebsgruppe. Unverständnis äußerten die Anwesenden, dass der Träger sehr kurzfristig informierte und beabsichtigt bis zum 30. Juni die Schließung vollzogen zu haben.

Dienstag, 25. April 2017

Neuer Pflegemindestlohn - "vertretbar" - jedoch keine Lösung für Fachkräftemangel

Neuer Pflegemindestlohn: ver.di hält Einigung für „vertretbar“ – jedoch keine Lösung für Fachkräftemangel
25.04.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält die Einigung über die künftig geltenden Pflegemindestlöhne für akzeptabel, bedauert aber, dass es nicht gelungen sei, die Arbeitgeberseite von Mindestlöhnen für Pflegefachkräfte, der Einführung von 30 Tagen Urlaub und einer Gleichstellung der Pflegebeschäftigten in den ostdeutschen Bundesländern zu überzeugen. „Das Ergebnis ist vertretbar. Wichtig ist, dass es für diese verantwortungsvolle Pflegearbeit bei der Bezahlung wieder eine untere Haltelinie gibt, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Dienstag.

Montag, 24. April 2017

Steuergerechtigkeit statt "Steuersenkungen für alle"

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat wieder einmal Zahlen in DIE WELT
gesetzt: 4,2 Millionen Menschen seien vom Spitzensteuersatz betroffen und 48 % des Aufkommens aus der Einkommensteuer und dem Solidaritätszuschlag stammten vom bestverdienenden Zehntel der Bevölkerung, so das IW. Diese Meldung kam den Marktschreiern der Springer-Presse gerade recht. Lässt sich mit ihr doch der Eindruck erwecken, durchweg alle Einkommensteuerpflichtigen hätten eine Entlastung verdient.

Fakt ist aber: Von einer generellen Senkung der Einkommensteuer hätte die Hälfte der deutschen Haushalte gar nichts. Denn 50 % bezahlen bereits heute keine Einkommensteuer, weil sie zu wenig verdienen. Sie finanzieren den Staat vielmehr über indirekte Steuern wie Mehrwert- , Mineralöl- oder Stromsteuer und über Sozialabgaben.

In der Debatte um die Einkommensteuerbelastung geht es also um die obere Hälfte der Arbeitnehmerhaushalte. Und hier kann und muss man in der Tat eine Entlastung fordern – aber gezielt und passgenau und keineswegs mit der Gießkanne.

Denn die besserverdienende Hälfte der Bevölkerung ist eine gemischte Gruppe. Zu ihr gehören Top-Verdiener aber auch normale Beschäftigte mit mittlerem Einkommen. Es sind Letztere, die durch den momentanen Einkommensteuertarif benachteiligt sind. Denn schnell werden heute mittlere Einkommen, die gut, aber längst nicht „spitze“ sind, von höheren Steuersätzen erfasst. Das ist ungerecht. Hier besteht Handlungsbedarf.

Völlig falsch ist es aber, diese steuerpolitische Schieflage zu instrumentalisieren, um „Steuersenkungen für alle“ zu fordern. Die reichsten 10 % oder gar die obersten 0,1 %, die mindestens 37.000 Euro im Monat verdienen, brauchen nicht noch mehr Netto vom Brutto! Vielmehr müssen sie sich stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen. Wir brauchen „Steuergerechtigkeit“ statt „Steuersenkungen für alle“.

Wie Steuergerechtigkeit geht, hat der DGB ausgerechnet und konkret aufgezeigt: Der Grundfreibetrag, ab dem überhaupt erst Einkommensteuer fällig wird, muss deutlich steigen. Der Spitzensteuersatz sollte 49 % betragen, dafür aber erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 70.000 Euro (Singles) wirken. Hinzukommen muss ein Reichensteuersatz, den endlich auch eine nennenswerte Zahl von Reichen zahlt (siehe Grafik).

Mit diesen Vorschlägen könnten mehr als 90 % aller Einkommensteuerzahler entlastet werden. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Bruttojahreseinkommen von 50.000 Euro würde allein durch diese Tarifänderung rund 800 Euro mehr auf dem Konto haben. Rechnet man die Vorschläge des DGB für ein höheres Kindergeld und ein Mobilitätsgeld als Ersatz für die Entfernungspauschale hinzu, dann läge die Entlastung schnell bei deutlich mehr als 1.000 Euro. Der Preis dafür bestünde einzig darin, einen Teil der Steuerprivilegien wieder zurückzunehmen, die den Spitzenverdienern seit der Jahrtausendwende zu Gute kamen.

Die Masse entlasten, die Starken in die Pflicht nehmen – nur diese Kombination schafft Steuergerechtigkeit und erhält die Handlungsfähigkeit des Staates.

klartext 16/2017 - Steuergerechtigkeit statt "Steuersenkungen für alle" (PDF, 192 kB)

Quelle: DGB-Klartext

Samstag, 22. April 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass von Diskriminierung wegen der Religion in Einrichtungen der Caritas keine Rede sein könne.  Klienten und Patienten würden gar nicht nach Konfession oder Religion gefragt. Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei das nur deswegen anders, weil hier auch der Zahlungsverkehr in umgekehrter Richtung verlaufe.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 21. April 2017

Zur Einführung von Vorgaben zur Personalausstattung im Krankenhaus

Anfang April hat das Bundeskabinett die Einführung von Vorgaben zu
Personaluntergrenzen beschlossen. Das ist ein Teilerfolg der jahrelangen gewerkschaftspolitischen Kampagnen und Aktivitäten für die gesetzliche Personalbemessung, denn damit erkennt die schwarz-rote Koalition an, dass es eine gute Versorgung nur mit einer angemessenen Personalausstattung geben kann. 
Aber das, was das Kabinett beschlossen hat, reicht nicht. 
Ver.di will die große Lösung und ein Sofortprogramm. Um das zu erreichen, müssen wir den Druck aufrecht erhalten, viele informieren und mobilisieren.


Weiterführende Informationen:

Donnerstag, 20. April 2017

Entlastung gibt es nur, wenn viele dafür aktiv werden. Beschäftigte katholischer Kliniken im Saarland machen es vor.

In den katholischen Krankenhäusern des Saarlands ist es wie überall: Die Pflegenden sind am Ende ihrer Kräfte, Patient/innen können nicht angemessen versorgt werden. Doch etwas ist anders: Beschäftigte der Marienhaus-Klinik Ottweiler, im Caritas-Klinikum Saarbrücken und anderen kirchlichen Einrichtungen wollen das nicht länger hinnehmen. Zusammen mit den Belegschaften aller saarländischer Kliniken fordern sie Entlastung. Und sie sind zum ersten Mal bereit, dafür zu streiken. Dadurch sehen sich die kirchlichen Arbeitgeber gezwungen, Gespräche mit ver.di zu führen. Schon das ist ein erster Erfolg. Doch ohne wirkliche Verbesserungen geben die Kolleginnen und Kollegen keine Ruhe

mehr:
Fachbereichszeitung drei.61

Mittwoch, 19. April 2017

Sozialwahlen - es geht in die heiße Phase

Mit einem Internetangebot macht ver.di die drittgrößten Wahlen in Deutschland selbstverständlicher und die Aufgaben der Selbstverwaltung transparenter:









Im Frühjahr sind rund 50 Millionen Wahlberechtigte zu den Sozialwahlen aufgerufen. Sie bestimmen in der immerhin drittgrößten Wahl in Deutschland ihre Vertreter/innen in den Versichertenparlamenten. Auch ver.di tritt dabei mit eigenen Listen an, alle sechs Jahre fin­den die Wahlen statt. Die Gewählten bestimmen mit in den Aufsichtsgremien der Sozialkassen. Damit sind sie an wichtigen Entscheidungen beteiligt, kontrollieren die Geschäftsführungen und legen Grundsätze fest über freiwillige Leistungen oder zu den Rehakliniken der Rentenversicherungsträger.

Dienstag, 18. April 2017

Tarifbewegung Entlastung: "Es ergreift die Köpfe und Herzen"

Die Tarifbewegung für Entlastung in Saarlands Krankenhäusern hat schon viel erreicht. Michael Quetting, ver.di-Sekretär im Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen des Bezirks Saar-Trier und dort zuständig für die Krankenhäuser, zieht im Interview eine Zwischenbilanz:

https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung

...mit umfangreichen weiteren Materialien und Informationen zur Tarifbewegung Entlastung im Saarland und der zunehmenden Beteiligung von Beschäftigten auch kirchlicher Kliniken.
Aus dem Gespräch mit Michael Quetting:

Auch in den katholischen Kliniken hat ver.di weit mehr als 100 neue Mitglieder gewonnen. Wie kommt das?
Die Überlastung in den katholischen Krankenhäusern ist genauso groß wie anderswo. Wir haben frühzeitig diskutiert, dass wir die Probleme nur angehen können, wenn es uns gelingt, die kirchlichen Einrichtungen in die Bewegung einzubeziehen. Im Sommer 2016 haben wir deshalb eine Schleife gedreht und Aktionen aufgeschoben, um die Kolleg/innen von Caritas und Diakonie mitzunehmen. Wir haben direkt an sie appelliert, sich zu beteiligen. Das hat allerdings erst funktioniert, als wir systematisch auf die Beschäftigten zugegangen sind. Es reicht also nicht, sich vor das Haus zu stellen und zum Streik aufzurufen. Man muss gezielt auf die Kolleg/innen zugehen und ihnen eine Möglichkeit aufzeigen, aktiv zu werden. So haben sich beispielsweise Kolleginnen und Kollegen in zwei Häusern untereinander verpflichtet, dass sie sich am Streik beteiligen, wenn eine Mindestzahl von Beschäftigten ihre Teilnahme erklärt. Das hat ihnen mehr Sicherheit gegeben.

Samstag, 15. April 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Verfechter des dritten Weges zunehmend empört seien, dass sie von den oberen Vertretern von Caritas und Kirche systematisch ignoriert würden. So hätten sowohl der Generalsekretär der Caritas, Prof. Cremer wie auch kürzlich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx in ihren letzten Spiegel-Interviews (38/2016 und 15/2017) zwar auf die Bedeutung der Gewerkschaften für gute Vergütungen hingewiesen, dabei aber mit keinem Wort den dritten Weg in seiner entsprechenden Rolle gewürdigt. Man könne sich diesbezüglich inzwischen besser auf den staatlichen Gesetzgeber verlassen, der etwa wie kürzlich wieder im aktuellen Entgelttransparenzgesetz dem dritten Weg den gebührenden Respekt zollt. Hoffnungsvoll stimme allerdings, dass die Große Koalition des dritten Weges -  Zentralkoda, ACU und VDDD - in Fragen des dritten Weges die Große Koalition in der Politik zuverlässig auf ihrer Seite habe.

Vorletztes Gerücht

Donnerstag, 13. April 2017

Reform der Pflegeausbildung

Ende März haben sich SPD und CDU/CSU auf einen Kompromiss zum Pflegeberufsgesetz verständigt.

Die Bundesarbeitskreise Praxisanleiter/innen und Pflegelehrer/innen haben inzwischen eine erste Einschätzung vorgenommen:

Anforderungen aus Sicht der ver.di-Bundesarbeitskreise Pflegelehrer/innen und Praxisanleiter/innen zur Reform der Pflegeausbildung
Die Aufwertung der Pflegeberufe ist dringend erforderlich, dazu gehört auch eine attraktive Ausbildung mit guten Rahmenbedingungen. Die ver.di Bundesarbeitskreise Pflegelehrer/innen und Praxisanleiter/innen haben sich seit 2015 intensiv mit dem Pflegeberufereformgesetz befasst und nehmen zu den Ende März 2017 bekannt gewordenen Überlegungen eines möglichen Kompromissvorschlags Stellung. Wichtig ist aus unserer Sicht, dass eine fachlich fundierte Weiterentwicklung der Pflegeberufe erfolgt, die vorrangig den Anforderungen an eine qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung der Menschen gerecht wird. Die Ausbildungsqualität darf nicht verloren gehen. Die bisher bekannt gewordenen Überlegungen werden diesen Anforderungen aus den nachfolgenden Gründen nicht gerecht, sondern scheinen vielmehr motiviert, eine politische Lösung zu finden. Dies dient aber nicht den zukünftigen Auszubildenden.
Wir begrüßen, dass die Altenpflege und Kinderkrankenpflege erhalten und aufgewertet werden sollen. Zielführend wäre aus unserer Sicht die Einführung einer integrierten Ausbildung...
mehr:  https://gesundheit-soziales.verdi.de
Die zentralen Ver.di-Forderungen zur Reform der Pflegeausbildung finden sich in einem ausführlichen Statement von Sylvia Bühler, das hier nachzulesen ist:

Integrierte Ausbildung als Lösung





Mittwoch, 12. April 2017

Tarifvertrag Entlastung: Aktionen auch vor katholischen Krankenhäusern

Die Karwoche hat im Saarland mit Aktionen vor katholischen Krankenhäusern begonnen. Mit Aktiven Mittagspausen starteten die Beschäftigten mit ver.di vor dem Marienkrankenhaus Ottweiler und Marienkrankenhaus St. Wendel. Auch am Caritaskrankenhaus in Saarbrücken gab es eine Zusammenkunft.

Mehr (und Fotos): https://gesundheit-soziales.verdi.de

Und mehr zum Thema überhaupt:


Montag, 10. April 2017

Pflegestreik Saar: Karwoche beginnt mit Aktionen vor katholischen Krankenhäusern

Aufstehn für die Pflege
Mit Aktiven Mittagspausen startet ver.di die Karwoche am Montag, 10.4.2017 um 13:00 Uhr, vor dem Caritasklinikum Saarbrücken, dem Marienkrankenhaus Ottweiler und Marienkrankenhaus St. Wendel.

Damit unterstützen die Beschäftigten die für Anfang Mai angekündigten Gespräche zwischen der Marienhausgruppe, der CTS und ver.di zum Thema Entlastung.

Auf einer Beratung der Tarifberaterinnen aus den katholischen Krankenhäusern im Saarland führte Gewerkschaftssekretär Michael Quetting aus: „Gerade in der Osterzeit wollen wir auf die schwierige Lage der Krankenhausbeschäftigten aufmerksam machen. Insbesondere die Pflege verlangt nach mehr Personal und humane Arbeitsbedingungen. Es fehlt an Zeit für eine würdevolle Pflege, für ausreichende Hygiene und menschliche Zuwendung.

[Quelle/mehr: https://saar-trier.verdi.de]

Samstag, 8. April 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen (AcU) von der AK erwarte, dass diese sicherstellt, dass die gesellschaftliche Spaltung auch in der Caritas ihren Ort finde. Hierfür seien eine deutliche Spreizung der Vergütungen, die Abschaffung von Besitzstandsregelungen, die Abkoppelung vom BAT/TVöD sowie die Beibehaltung der sachgrundlosen Befristung wesentliche Elemente.
Auch die Dienstgemeinschaft habe ein Recht darauf, an der gesellschaftlichen Spaltung teilzuhaben! Und entsprechende Entwicklungen würden auch die Freude von Vorständen, Geschäftsführern und Leitungskräften von caritativen Unternehmen befördern.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 7. April 2017

Fachtagung für betriebliche Interessenvertretungen aus der Altenpflege vom 19.-20.06.2017 in Dortmund


Am 19. und 20. Juni 2017 veranstaltet ver.di wieder die jährliche, bundesweite Fachtagung für Interessenvertretungen. Die Tagung findet in Dortmund statt und ist hochkarätig besetzt: Neben verschiedenen Input-Referaten unter anderem von der Bundesfachbereichsleiterin Sylvia Bühler, werden auch verschiedene Praxisforen angeboten.

Der Vortrag von Sylvia Bühler ist ein Überblicksvortrag über die Branche: Altenpflegefachkraft gesucht – biete gutes Einkommen und gesunde Arbeitsbedingungen.


Wie viel ist Pflege mindestens wert!? Bei dem Vortrag zum Pflegemindestlohn von Berno Schuckart-Witsch wird die aktuelle gesetzliche Situation dargestellt und der Diskussionsstand der aktuellen Pflegemindestlohnkommission.

Donnerstag, 6. April 2017

Heute Protestaktion in Frankfurt/Main gegen den aktuellen Lohnabschluss der Diakonie im Bereich der Altenpflege

Der aktuelle Abschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission für die Diakonie Hessen-Nassau  ("für Fachkräfte um vier Prozent vor...von Hilfskräften...eine Erhöhung um 2,5 Prozent ...Der Dritte Weg funktioniert,")  stößt bei zahlreichen Beschäftigten auf heftige Kritik:

Wieder werden die unteren Lohngruppen von einer nennenswerten Lohnentwicklung abgekoppelt. Beschäftigte der Diakonie Hessen fordern deshalb erneut Tarifverträge für alle Arbeitsbereiche und verurteilen den aktuellen Lohnabschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission. Die unteren Lohngruppen E 1 bis E 5 erhalten nur 2,5 Prozent mehr Lohn – ab E 6 bis E 14 gibt es 4 Prozent mehr. Die bei der letzten Entgeltverhandlung eingeführte Spaltung der Mitarbeiterschaft durch Abkopplung und Absenkung der Altenhilfe wurde noch verschlimmert. Diese KollegInnen und Kollegen erhalten weiterhin viel später die angekündigten Lohnsteigerungen.
Für heute wurde zu einer Protestaktion aufgerufen:
Aufruf zum Protest
Protestaktion am Donnerstag, 06.04.17, Geschäftsstelle der Diakonie Hessen in Frankfurt/M., Ederstr. 12 - 11.00 Uhr - Redebeiträge der Mitarbeitervertretungen und Übergabe entsprechender Resolutionen der Beschäftigten und der Mitarbeitervertretungen
mehr: https://gesundheit-soziales.verdi.de

Mittwoch, 5. April 2017

Stopp Altersarmut - breites, beeindruckendes Bündnis gegen Altersarmut in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich am Anfang dieser Woche 31 kirchliche und säkulare  Organisationen, Verbände und Gewerkschaften aus Baden-Württemberg zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis gegen Altersarmut zusammengefunden.
Insbesondere im Hinblick auf den Bundestagswahl soll für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik gekämpft werden.
Bei der Konstituierung im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart wurde das Bündnispapier am späten Vormittag des 3. April 2017 unterzeichnet. Zahlreiche Veranstaltungen zum Thema sind sind geplant.

Bündnispapier als pdf

Info auf Ver.di Baden-Württemberg:
Bündnis gegen Altersarmut/Baden-Württemberg fordert Kurswechsel...

Siehe auch die Kampagnenseite des DGB:
rente-muss-reichen.de

Dienstag, 4. April 2017

Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!


Reichtum umverteilen –  ein  gerechtes Land für alle! Bündnis "Umverteilen"  stellt Forderungen zur Bundestagswahl vor

Das Bündnis Umverteilen setzt im Wahljahr 2017 auf soziale Gerechtigkeit und startet pünktlich zum Bundestagswahlkampf die Kampagne „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“. Rund 30 Organisationen, von Gewerkschaften über Wohlfahrts- und Jugendverbände bis hin zu Umweltorganisationen, haben sich im Bündnis Umverteilen zusammen geschlossen. In einem Appell fordern sie als strategisches Ziel, neben der Frage der sozialen Gerechtigkeit, die Steuer- und Umverteilungspolitik in den Mittelpunkt des Wahlkampfs zu rücken.

„Die soziale Spaltung hat ein Ausmaß angenommen, das unerträglich ist“, so Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Seit Jahrzehnten nähmen weltweit und in Deutschland soziale Ungleichheit, Unsicherheit und Ungerechtigkeit zu. Zentraler Schlüssel für eine gerechtere und bessere Politik für alle, sei eine steuerpolitische Kehrtwende. Deshalb müssten Millionäre und Milliardäre stärker zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben herangezogen werden, so Bsirske.

Montag, 3. April 2017

Fernseh-Hinweis: Hart aber fair, heute 21:00 Uhr in der ARD zur Situation in den Krankenhäusern

Unter dem Titel  Gefahr Krankenhaus – Wenig Personal, aber reichlich Keime? Gefahr Krankenhaus – Wenig Personal, aber reichlich Keime? befasst sich heute die Sendung "Hart aber fair" mit der Situation in deutschen Kliniken.
Neben Gesundheitsminister Gröhe, dem DKG-Präsidenten Reumann und anderen Gästen wird auch unsere Verdi-Kollegin Jana Langer in der Sendung sein. Jana hat vor einigen Wochen viel Aufmerksamkeit erregt, weil sie in einem offenen Brief an Angela Merkel die Personalnot in den Krankenhäusern angeprangert hatte. Sie ist engagierte ver.di-Kollegin und Personalrätin der Uniklinik Ulm und wir freuen uns sehr, dass sie Teil der Sendung ist.
Informationen zur Sendung und zu den Gästenr: http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/

Seminar: Allgemeine Aufgaben der MAV in kirchl. Einrichtungen

Die Kirchen und ihre Einrichtungen erlassen ein eigenes Kirchenrecht für die Interessenvertretungen in ihren Betrieben, wobei sich das Kirchenrecht wesentlich vom weltlichen Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) unterscheidet.
 Wie wirken sich diese unterschiedlichen "Betriebsverfasssungen" auf die Vertretung der Interessen der Beschäftigten in kirchlichen Betrieben aus? Welche Unterschiede gibt es zwischen den Regelungen im evangelischen und katholischen Bereich? Welchen Wert und welche Perspektiven haben die kirchlichen Mitbestimmungs- und Mitwirkungsregelungen?
Das sind die Themen eines ver.di b+b - Seminars vom
30.05.2017, 12:00 – 02.06.2017, 15:00 – in Fulda

Zielgruppe: Mitglieder der Mitarbeitervertretung in evangelischen und katholischen Einrichtungen
Freistellung: § 19 Abs. 3 MVG, § 16 Abs. 1 MAVO

Weitere Informationen siehe: https://gesundheit-soziales.verdi.de/service/seminare

Anmeldeschluss ist der 21. April 2017

Sonntag, 2. April 2017

Sonntagsnotizen - Die Überflüssigen der Dienstgemeinschaft

Am Dienstag hat der RBB unter dem Titel "Schlechter Umgang mit Mitarbeitern" über den Wechsel des Berliner Franziskus Krankenhauses zum ebenso katholischen Elisabeth-Vinzenz Verbund.

Konkret heißt es im Beitrag von Jörn Kersten:
"Gemeinsames christliches Selbstverständnis und Synergie-Effekte im Verbund sichern die Zukunft des traditionsreichen Hauses im Zentrum von Berlin", heißt es in der Pressemitteilung zur Übernahme der Klinik. Für viele Mitarbeiter bedeutete das die Entlassung.
Als erstes wurde Küchenpersonal und einigen Pflegekräften gekündigt, wenig später waren die Physiotherapeuten an der Reihe. Aus beiden Bereichen Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten für das Krankenhaus gearbeitet hatten. Die Arbeit der entlassenen Mitarbeiter werden nun von externen Firmen übernommen.
Auch Radio Vatikan hat sich unter dem Titel "Katholisches Krankenhaus in der Kritik" mit den Vorgängen und den im RBB bekannt gewordenen Vorwürfen befasst.

Samstag, 1. April 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände ihr Sonderarbeitsrecht weiterhin auf Erfolgskurs sehen. So sei es gelungen, im aktuellen Entwurf des Gesetzes zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen die Entgeltregelungen der Kirchen auf dem Dritten Weg den gesetzlichen und tarifvertraglichen Regelungen gleichzusetzen, was sie auch verdient hätten und gleichzeitig von Ansprüchen der Mitarbeitervertretungen verschont zu bleiben. Diese würden mit vollem Recht, anders als Betriebs- und Personalräte im Gesetz nicht erwähnt, denn sie seien ja auch keine Betriebs- oder Personalräte (wäre ja noch schöner!).
Man nehme mit Genugtuung zur Kenntnis, dass der Gesetzgeber sich vom Irrweg verabschiedet hat, in vermeintlichen Schutzgesetzen den "betrieblichen Interessenvertretungen" Rechte einzuräumen, welche womöglich dann Mitarbeitervertretungen auch zu haben glauben, weil sie sich mit den "Interessenvertretungen" mitgemeint sehen! (Man müsse sich schon auch fragen, ob nicht die Informationsrechte, die etwa das Teilzeitbefristungsgesetz den betrieblichen Interessenvertretungen und damit auch den kirchlichen Mitarbeitervertretungen einräume, ohne dass diese sich dagegen wehren können, gegen die Verfassung sowie die Weimarer Reichsverfassung verstoßen.)
Im Übrigen, was nun Gleichstellungsfragen betreffe, sei mit der einmaligen Erwähnung von Frauen in der MAVO, nämlich im § 26, deren Einmaligkeit deutlich betont (Männer werden gar nicht erwähnt!), während das Betriebsverfassungsgesetz mit seinen ständigen und wiederholten Regelungsbemühungen zur "Gleichstellung von Männern und Frauen" vielleicht den weltlichen, aber sicher nicht den kirchlichen Verhältnissen gerecht werde.


Vorletztes Gerücht

Freitag, 31. März 2017

DKG will Personalentlastung in Kliniken verhindern – ver.di fordert Sofortprogramm der Bundesregierung

In der Diskussion um die Einführung gesetzlicher Personalvorgaben in Kliniken fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein Sofortprogramm der Bundesregierung. Die jüngste Stellungnahme der Klinikbetreiber mache deutlich, dass sie nicht an einer Lösung im Sinne der Patienten und der Beschäftigten interessiert seien und die Vorgaben der Politik ignorierten. „Eine gesetzliche Regelung für die Personalausstattung in Krankenhäusern ist unabdingbar, um die sichere Patientenversorgung zu gewährleisten und um die extreme Belastung der Beschäftigten vor allem im Pflegebereich zu beenden“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Mittwoch. Sie reagierte damit auf eine Stellungnahme der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vom gleichen Tage, die ihr striktes Nein zu gesetzlichen Personalvorgaben in Krankenhäusern bekräftigt und diese als „kontraproduktiv“ bezeichnet hatte. 

Donnerstag, 30. März 2017

DGB und 26 Verbände fordern einheitliche Qualitätsstandards für Kitas

Anlässlich des Starts des 16. Kinder- und Jugendhilfetags vom 28. bis 30. März 2017 in Düsseldorf fordern Wohlfahrts-, Familien- und Kinderrechtsverbände sowie Gewerkschaften und Kita-Träger gemeinsam die Einführung von bundeseinheitlichen Qualitätsstandards für Kitas. Die beteiligten Verbände begrüßen die von Bund und Ländern bereits erzielten Ergebnisse und gehen davon aus, dass noch in dieser Legislaturperiode weitere Umsetzungsschritte erarbeitet werden. Der DGB fordert darüber hinaus, die Qualitätsstandards in einem Kitaqualitätsgesetz festzuschreiben. Ziel muss sein, überall in Deutschland eine gleichwertige Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsqualität sicherzustellen.

Gemeinsam erklären sie:
Eine hohe Qualität der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zahlt sich nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Gesellschaft aus, da eine gute frühkindliche Bildung und Erziehung unterschiedliche Startbedingungen und Zukunftschancen wirksam ausgleichen kann. Sie trägt dazu bei, Bildungsnachteile abzubauen, Armut zu überwinden und Lebensverläufe wirtschaftlich und sozial zu stabilisieren.
So ist insgesamt zu begrüßen, dass die Politik auf die wachsende Nachfrage nach Betreuungsplätzen reagiert und den Ausbau von Kitas und Kindertagespflege gezielt vorangetrieben hat. Nun gilt es, auch die Weiterentwicklung der Qualität in der öffentlichen Diskussion und der Politik voranzutreiben. Nur so kann dem Grundsatz entsprochen werden, dass jedes Kind ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen  und  gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit hat.

Mittwoch, 29. März 2017

Tarifvertrag Entlastung - Bewegung im Saarland

Zum Krankenhausstreik im Saarland am vergangenen Montag gibt es auf der Ver.di-Internetseite einen großen Bericht mit zahlreichen Fotos:

Rund 600 Beschäftigte aus zwölf saarländischen Krankenhäusern haben am 27. März 2017 gestreikt und vor dem Saarbrücker Landtag demonstriert. Ihre Forderung an das tags zuvor gewählte Landesparlament: Haltet euer Versprechen aus dem Wahlkampf, die Situation in den Krankenhäusern zu verbessern. Zugleich appellierten sie an die Arbeitgeber, Verhandlungen mit ver.di über einen Tarifvertrag Entlastung aufzunehmen. Das Uniklinikum des Saarlands, die DRK-Kliniken Mettlach und Saarlouis, die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken sowie die katholischen Marienhaus-Kliniken haben diesen Schritt bereits angekündigt und wollen noch im April in Verhandlungen einsteigen. Vom Streik wurden sie folglich ausgenommen.
Bereits am frühen Montagmorgen begrüßten etwa 50 Krankenhausbeschäftigte die Spitzenkandidatinnen von Union und SPD am Saarbrücker Flughafen, von wo sie zu ihren Parteizentralen nach Berlin fliegen wollten. Beide Parteien – die nach der alten wohl auch die nee Landesregierung stellen werden – hätten sich im Wahlkampf für die Belange der Klinikbeschäftigten positioniert, sagt Hans Ruge, Betriebsratsvorsitzender im Knappschaftsklinikum Sulzbach. »Wir erwarten, dass sie ihre Zusagen einhalten und dass die saarländische Landesregierung Druck auf die Bundesregierung macht, die Bedingungen in den Krankenhäusern endlich zu verbessern.«

[mehr - mit Fotos -: https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung]

Montag, 27. März 2017

Warnstreik im Saarland: zwölf Kliniken haben demonstriert

meldet der Saarländische Rundfunk:
"Rund 500 Beschäftigte von zwölf saarländischen Krankenhäusern haben am Montag in Saarbrücken für eine Entlastung des Pflegepersonals demonstriert. Der Warnstreik dauert noch bis Dienstagfrüh..."
...heißt es weiter in dem Bericht. Mehr... 

Weitere Medienberichte:


Personalentlastung im Krankenhaus: heute Streiks und Kundgebung im Saarland

Heute seit 5 Uhr am Morgen laufen Streiks und Aktionen in zahlreichen saarländischen Kliniken, darunter auch Kliniken von Caritas und Diakonie.

Die heutige Saarbrücker Zeitung berichtet heute unter dem Titel "Verdi will Kliniken mit Streik zum Verhandeln zwingen"  über die derzeit laufenden Aktionen.


Seit 5 Uhr läuft mit großem Medienecho bereits die Aktion am Flughafen:
So wird "Aufstehn für die Pflege" konkret!

Sonntag, 26. März 2017

Sonntagsnotizen - Es geht doch: Caritas und Tarifvertrag Altenpflege in Bremen

16 Bremer Wohlfahrtsverbände, wie die Caritas, das Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt haben jetzt den bundesweit ersten übergreifenden Tarifvertrag unterschrieben hat Radio Bremen aktuell am 23. März berichtet. Damit ist für über 3.200 der insgesamt rund 9.000 Beschäftigten in der Altenpflege ein einheitliches Vergütungssystem mit Lohnstufen, Urlaubsgeld sowie Sonderzuschlägen geschaffen. Auch wenn die privaten Träger "noch nicht dabei sind". Wenigstens die nun beteiligten Tarifpartner der "Tarifgemeinschaft Pflege" haben mit der Gewerkschaft ver.di damit begonnen, den Kostenwettbewerb zu Lasten der Beschäftigten und der Seniorinnen und Senioren zu beenden.

Samstag, 25. März 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass seitens der Anhänger des 3. Weges die Ankündigung von Erwin Rüddel, CDU, in der Altenpflege werde in zwei Jahren die Zahlung von Tariflohn Standard sein,  als Drohung aufgefasst werde. Man könne allerdings damit leben, wenn mit der Feststellung gemeint sei, dass nicht aufgrund von Tarifverträgen Tariflohn gezahlt werde, sondern Vergütungen gezahlt würden, die mit "Tariflohn" bezeichnet werden.

Vorletztes Gerücht

Am Montag wird im Saarland gestreikt

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

am Montag, 27.03.2017, streiken die Beschäftigten von 12 Krankenhäuser für 24 Stunden für einen Tarifvertrag Entlastung. Bestreikt werden alle Krankenhäuser, die sich weigern, mit ver.di zu verhandeln.

Zu Beginn des Streiks findet um 5:00 Uhr auf dem Saarbrücker Flughafen die Aktion „Vergissmeinnicht die Pflege“ statt. Montag ist direkt ein Tag nach der Landtagswahl. Morgens fliegen die Spitzenpolitiker alle in ihre Zentrale nach Berlin. Wenn diese durch die Abfertigung gehen sind Pflegekräfte schon da und sagen: „Vergissmeinnicht die Pflege“ und überreichen ihnen Samen für ihre zukünftige politische Arbeit.

Die Streikende umkreisen ab 11:00 Uhr den Landtag in Saarbrücken. Die Demonstration beginnt auf dem Tbilisser Platz. Die Bannmeile ist aufgehoben. Nach der Demonstration findet auf dem Tbilisser Platz eine Abschlusskundgebung statt. Die Aktion wird gegen 13:00 Uhr beendet sein.

Freitag, 24. März 2017

Nachtdienst-Report/Personalmangel und Versorgungsprobleme in deutschen Krankenhäusern

In dieser Woche wurde der Nachtdienst-Report von Ver.di veröffentlicht, der sich mit der entsprechenden Situation in deutschen Krankenhäusern befasst.

Die Sonderseite von Ver.di Pflegekräfte - allein in der Nacht informiert über Situation und Hintergründe.

Auch die 48seitige Broschüre ist dort verlinkt.

Der Report befasst sich auch mit Kliniken in kirchlicher Trägerschaft. Bei der Befragung waren die kirchlichen Kliniken deutlich unterrepräsentiert.

Der Report führt dies darauf zurück,  "dass erst seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zum Streikrecht bei Kirchen vom November 2012 alle kirchlichen Einrichtungen das gewerkschaftliche Zutritts­recht anerkennen. Gewerkschaftliche Strukturen sind entsprechend in der Entwicklung begriffen."

Erschwert wurde die Befragung auch durch solche Dinge:

Donnerstag, 23. März 2017

BREAKiNG NEWS - Entlastung im Saarland - erste Vereinbarung erzielt

Wie gemeldet wird, haben die Universitätsklinik Saarland und ver.di soeben eine Vereinbarung zum Thema "Entlastung" abgeschlossen.
Quelle: ver.di klick

Die gestern gemeldeten Gespräche von ver.di und des Universitätsklinikums des Saarlands (UKS) haben damit einen wichtigen Zwischenstand erreicht.
Der Vorsitzende Frank Bsirske dazu: "Wir werden auch die Politik nicht aus der Verantwortung lassen - Ziel ist eine Regelung, die für alle Träger greift."

Wir berichten weiter.

Mittwoch, 22. März 2017

Pflegestreik Saar: am 27.3.2017 wird in den Krankenhäusern gestreikt

Tarifvertrag EntlastungKrankenhausbeschäftigte sind wütend
Am 27.3.2017 wird in den Krankenhäusern gestreikt!
 Am 20. März  berieten sich etwa 100 Teamdelegierte aus den saarländischen Krankenhäusern In zwei Infoblöcken zur aktuellen Lage nach den Ereignissen am Wochenende...

Quelle: Ver.di Region Saar Trier

Die Saarbrücker Zeitung zum angekündigten Streik in 10 Saarländer Kliniken:


Niko Stumpfögger/Verdi in der Jungen Welt zu den aktuellen Auseinandersetzungen für mehr Personal in den Krankenhäusern:

Dienstag, 21. März 2017

"Irrlehre" und "Götzenkult" - 80 Jahre "Mit brennender Sorge"

Vor 80 Jahren wurde eine gerade für Deutschland wichtige Enzyklika
veröffentlicht:

Am 21. März 1937 stand fest: Eine der spektakulärsten Geheimaktionen des Vatikans war geglückt - und Nazideutschland düpiert. In allen 11.500 Gemeinden des "Dritten Reichs" verlasen Priester im Sonntagsgottesdienst zeitgleich das Lehrschreiben von Papst Pius XI. und verteilten schließlich 300.000 Kopien des Textes an die Gläubigen. "Mit brennender Sorge" war mehr als eine sonst für Papstenzykliken übliche langatmige theologische Abhandlung - sie war ein Brandbrief. Mit beißenden Worten kritisierte der Papst darin die Hitlerdiktatur.
...

"Wer die Rasse, oder das Volk, [...] zur höchsten Norm aller, auch der religiösen Werte macht und sie mit Götzenkult vergöttert, der verkehrt und fälscht die gottgeschaffene und gottbefohlene Ordnung der Dinge. "

Montag, 20. März 2017

Tarifverhandlungen in der diakonischen Altenhilfe in Hessen

In Hessen beginnen die Verhandlungen mit den diakonischen Trägern für einen Tarifvertrag in der Altenpflege. Ein weiterer Schritt zu Tarifverträgen in der Diakonie. Mehr steht im Flugblatt zum Auftakt. Aber vieles von dem, was die Kolleginnen und Kollegen in Hessen in ihrem Flugblatt schreiben, gilt auch für die Caritas: Der Weg zu Tarifverträgen führt über die Mitgliedschaft in unserer Gewerkschaft Verdi!
Deshalb nicht nur in Hessen, auch bei uns: Mitglieder werben!








Tarifverhandlungen in der diakonischen Altenhilfe
Seit vielen Jahren wurden unsere Arbeitsbedingungen heimlich, still und leise in Arbeits-Rechtlichen Kommissionen ausgemauschelt…

Jetzt ist es soweit!!!!
Für Teile der diakonischen Altenhilfe in Hessen wurden zwischen ver.di und der Diakonie Hessen Tarifverhandlungen vereinbart!

Samstag, 18. März 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass bei der Caritas der Equal-Pay-Day nicht auf den 18. März zu liegen kommt, sondern zu einem späteren Zeitpunkt zu feiern ist, der auch eher durch wärmere Tage gekennzeichnet ist. Als hilfreich erweise sich dabei auch die neue P4 in der Pflege, die eine allzu zügige Vorverlagerung des Equal-Pay-Day Richtung Februar verhindere.
Auf einen Caritas-spezifischen Equal-Pay-Day, der die Entgeltlücke zwischen Caritas-Ost und Caritas-West anzeige, verzichte man. Angesichts der vielfältigen Werte zwischen 92,5 und 99 % liesse sich der Tag nur schwer ermitteln bzw. man müsste praktisch den halben Januar feiern.

Vorletztes Gerücht

Pflegestreik im Saarland - BREAKING NEWS

soeben hat uns folgende Nachricht erreicht:
Aufregung.
Die saarländischen Medien melden, der Kommunale Arbeitgeberverband wolle doch nicht mit uns sprechen
.

Gestern erhielten namhafte Vertreter der ver.di mündliche Signale, dass es zu Gesprächen käme. Wir berieten uns mit den betrieblichen Vertretern und setzten den Streik aus. Wir erklärten schon gestern, dass wir im Falle, dass sich die Ankündigung nicht materialisierte wir unsere Streikandrohung wieder aufleben lassen werden.

In großer Verantwortung gegenüber unseren Patienten sagten wir den Streik und die Landtagsumzingelung für den Frühlingsanfang ab. Es ist jetzt nach diesem Affront der Arbeitgeber nicht möglich so schnell den Streikaufruf für Montag zu erneuern, zumal ich mich aktuell in Berlin aufhalte. Ich bin nur aber sicher, dass es jetzt nur eine Antwort möglich ist.

Wir beraten uns am Montag mit den Vertretern der Beschäftigten der saarländischen Krankenhäuser ab 12.00 Uhr ver.di Haus. Alle vorher mitgeteilten Sorte sind hinfällig.

Bitte teilt und verbreitet diese Nachricht im Saarland. Ich habe hier nur mein Handy und kann meine Verteiler nicht ansprechen.

Ich bin wütend.
Euer Michael Quetting
ver.di Sekretär
dazu eine Meldung des SR (klick)

Pflegestreik im Saarland

Für Montag, den 20.3., waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun Kliniken im Saarland zum Streik aufgerufen. Die
Streikaufrufe wurden in der Nacht auf Dienstag veröffentlicht. 

Nachdem aufgrund der glaubhaften Streikdrohung von Seiten der  Uniklinken, der Marienhausgruppe und des Caritaskrankenhauses Saarbrücken die Bereitschaft erklärt wurde, Gespräche zu führen, wurde der Streikaufruf am vergangenen Mittwoch für die Uniklinken des Saarlandes, die Marienhausklinik Ottweiler und das Caritaskrankenhaus Saarbrücken ausgesetzt. 

Unter diesem Eindruck haben sich in den letzten Tagen auch die kommunalen Arbeitgeber zu Verhandlungen bereit erklärt. 

Daraufhin wurden der Streik insgesamt vorläufig ausgesetzte.



Medienhinweise:
Saarländischer Rundfunkt vom 16.03.2017 *klick*
Saarländischer Rundfunk vom 17.03.2017 "klick"

Equal Pay Day 2017

Heute ist der Equal Pay Day 2017
Der Equal Pay Day wird seit zehn Jahren in Deutschland als bundesweiter Aktionstag begangen. Er markiert symbolisch die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern - in Deutschland beträgt diese Lücke laut Statistischem Bundesamt rund 21 Prozent (2016). Der Symbolik zugrunde liegt die Annahme, dass Männer am letzten Tag des Jahres ihr Jahresgehalt erwirtschaftet haben und Frauen über diesen Tag hinaus weiter arbeiten müssen - eben bis zum Equal Pay Day im März -, um auf das Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen.

Freitag, 17. März 2017

ver.di begrüßt änderung des Notfallsanitätergesetzes: Berufserfahrung wird weiter anerkannt

Die Berufserfahrung von Rettungsassistenten wird auch nach dem Zeitpunkt des Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes jetzt weiter anerkannt und bei der Überleitung in den neuen Beruf des Notfallsanitäters berücksichtigt. Damit wird endlich die Forderung der Gewerkschaft ver.di erfüllt.

Der Deutsche Bundestag hat im Februar 2017 aufgrund der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Gesundheit den von der Bundesregierung eingebrachten Änderungsantrag zum Notfallsanitätergesetz beschlossen. ver.di hat den Antrag in der Stellungnahme bei der Anhörung im Gesundheitsausschuss ausdrücklich unterstützt. Bislang war nur die von den Rettungsassistenten bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes am 1. Januar 2014 erworbene Dauer der Berufserfahrung Grundlage für die Überleitungsbedingungen. Schon bei der Verabschiedung des Gesetzes hatte ver.di die Übergangvorschriften mit den Ergänzungsprüfungen kritisiert, da das Erfahrungswissen der Beschäftigten nicht genügend berücksichtigt wurde.

Flugblatt als pdf


Donnerstag, 16. März 2017

Veranstaltungshinweis: Informations- und Diskussionsveranstaltung über die geplante Reform des SGB VIII (KJHG)

Der Landesfachbereich Gemeinden lädt gemeinsam mit der ver.di Betriebsgruppe Sozialreferat
München recht herzlich zu der

Informations- und Diskussionsveranstaltung über die geplante Reform des SGB VIII (KJHG)

am Mittwoch, 05.04.2017
von 18:00 – ca. 20:30 Uhr
im Gewerkschaftshaus  München Schwanthalerstr. 64, 80336 München Seminarraum: Salettl

Was bedeuten die Reformpläne für die Soziale Arbeit und die HilfeempfängerInnen und was für die öffentlichen und freien Träger in ihrer Zusammenarbeit?
Von welchen fachlichen wie politischen Interessen ist der Reformprozess insgesamt geleitet?! Und wie positionieren wir uns?

Mittwoch, 15. März 2017

Streik in neun Saarbrücker Kliniken

Im Saarland kommt der Kampf für Entlastung zum Frühlingsanfang und kurz vor den

Landtagswahlen in die heiße Phase:

Zum Frühlingsanfang den Landtag umzingeln - Streiks für Tarifvertrag Entlastung
Wir befinden uns kurz vor dem Frühling 2017. In ganz Deutschland liegt die Pflege am Boden. In ganz Deutschland? Nein! In einem kleinen Land entsteht Großes. Dort ist die Pflege aufgestanden. Und die Saarländer stehen mit auf. So zuletzt am 8. März als 4.500 Unbeugsame bei strömenden Regen zwei Stunden durch ihre Landeshauptstadt demonstrierten.

Montag, 13. März 2017

Pflegepersonal: ver.di kämpft für große Lösung

Auf der Straße für Entlastung haben  sich rund 4.500 Beschäftigten aller saarländischen Krankenhäuser repräsentiert, die zum Internationalen Frauentag am 8. März 2017 durch Saarbrücken demonstrierten. Auch strömender Regen konnte sie nicht davon abhalten, ihr Anliegen auf die Straße zu tragen: Entlastung und mehr Personal in den Kliniken.

Der Kampf für eine bessere pflegerische Versorgung geht natürlich weiter:

Regional sind inzwischen Unterschriftenaktionen gestartet, die es ermöglichen, im betrieblichen und privaten Umfeld Unterstützung zu suchen und zu organisieren. Den Appell für mehr Krankhauspersonal gibt es vielen regionalen Varianten, etwa einer Hamburger, einer Münchner, einer NRW- und sogar einer Franken-Variante.





Infos aus der vergangenen Woche:

Ver.di-Medieninformation:  

Expertenkommission Pflegepersonal: Politik erkennt Mangel an – ver.di kämpft für „große Lösung“

Sonntag, 12. März 2017

Sonntagsnotizen: Lohnabstand in der Pflege bei TVöD und AVR Caritas

Das aktuelle Heft von Wohlfahrt Intern hat sich in 2 Artikeln "Pflege neu gruppiert" und "Mehr Abstand,bitte!" mit den neuen P-Gruppen insbesondere im TVöD und bei der Caritas befasst.

Im Beitrag "Pflege neu gruppiert" wird insbesondere über die Tarifwelt der Carits berichtet. Bekanntlich haben im April 2016 Verdi und die kommunalen Arbeitgeber Tariferhöhungen in zwei Schritten (2,4 % zum 1.3.2016 und weitere 2,35 % zum 1.2.2017) sowie neue P-Gruppen beschlossen. Die AVR Caritas hat sich im Juni 2016 und Dezember 2017 dieser Systematik angeschlossen; die Tariferhöhungen werden hier zum 1.6.2016 um 2,4 % und zum 1.1.2017 um weitere 2,35 % vorgenommen. Die neuen P-Tabellen sind identisch bis auf die Vergütung für die (ungelernten) Pflegehelfer: die Caritas vergütet hier nach P4, der TVöD nach P5. P4 gibt es im TVöD nicht, P5 nicht in der AVR Caritas.
Anders als im TVöD müssen die Vergütungen bei der Caritas noch regional umgesetzt werden, wobei sich hier dann der vielbeschworene "Flächentarif Caritas" in all seiner Vielfalt zeigt:

Samstag, 11. März 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass das Verbot von Solidaritätsfotos in saarländischen Caritaskliniken künftig auch auf Spielfiguren, mit denen das Verbot in den vergangenen Wochen umgangen wurde, ausgedehnt werden soll. Nur bei der Suche nach geeigneten, für die Spielfiguren spürbaren, Sanktionen sei man noch nicht fündig geworden.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 10. März 2017

DGB Rechtsschutz erstreitet 33,8 Millionen Euro für bayerische Gewerkschaftsmitglieder

DGB Rechtsschutz erstreitet 33,8 Millionen Euro für bayerische Gewerkschaftsmitglieder

Jena: „Auch 2016 wieder tausenden Beschäftigten zu ihrem Recht verholfen“

Die DGB Rechtsschutz GmbH erstritt im Jahr 2016 insgesamt 33,8 Millionen Euro (2015: 34,8 Millionen Euro) für Gewerkschaftsmitglieder in Bayern. Den größten Anteil daran hatten erfolgreich abgeschlossene Verfahren im Arbeitsrecht (26,9 Millionen Euro). An zweiter Stelle folgten Streitigkeiten im Sozialrecht (6,4 Millionen Euro). Verwaltungsrechtliche Verfahren spielten hingegen eine geringere Rolle (0,5 Millionen Euro).

Mittwoch, 8. März 2017

Klinikpersonal entlasten - Auf nach Saarbrücken!

Heute findet die große Demo im Saarland statt - für mehr Personal im Krankenhaus, für Entlastung der Beschäftigten. Unter dem Motto: "Mehr Personal für unser Krankenhaus. Gut für unsere Gesundheit!" ruft ver.di dazu auf, an Demo und Kundgebung teilzunehmen. 
Start ist 11 Uhr am Bürgerhaus (Burbacher Markt 20, 66115 Saarbrücken-Burbach), die Abschlusskundgebung findet ab 13 Uhr vor dem Staatstheater statt. Allein sind die Kolleginnen und Kollegen im Saarland dabei nicht. Bundesweit zeigen Beschäftigte in Krankenhäusern: "Euer Kampf ist unser Kampf". Delegationen aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich angekündigt und Stationen und Bereiche setzen mit Soli-Fotos Zeichen.

Dienstag, 7. März 2017

Entlastung - morgen um 11:00 Uhr große Demo ab Bürgerhaus im saarländischen Burbach.

Wir demonstrieren von Burbach ins Zentrum. Auf dem Tblisser Platz findet um 13:00 Uhr eine Kundgebung statt. Dort spricht unsere Kollegin Sandra Kiefer-Schmidt, unser ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler, die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann und für die Saarländische Krankenhausgesellschaft Manfred Klein.

Auch Beschäftigte aus katholischen Häusern dürfen mittun !


Am Freitag sollen sich auf Antrag des Saarlandes die Länder mit dem Entschließungsantrag des Bundesrates - Verbesserung der Situation der Pflege in den Krankenhäusern befassen (Drucksache 190/17). So deutlich hat noch keine Landesregierung formuliert, wie groß der Handlungsbedarf ist.