Mittwoch, 16. August 2017

Veranstaltungshinweis: Fachtagung Behindertenhilfe 19. - 20. September 2017 in Dortmund

Vom 19.09.2017, 09:00 – 20.09.2017, 13:00 findet in Dortmund die diesjährige Fachtagung Behindertenhilfe für betriebliche Interessenvertretungen aus der Behindertenhilfe

Thema der Tagung: "Krank durch Arbeit?! Das Bundesteilhabegesetz - und nun?!"

Im Mittelpunkt dieser Tagung stehen die Arbeitssituationen von Beschäftigten in der Behindertenhilfe und das Bundesteilhabegesetz mit wesentliche Inhalten und die für die Betrieblichen Interessenvertretungen der Behindertenhilfe damit verbundenen Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten.

Mit der Kombination aus Experteninput und Erfahrungsaustausch besteht die Gelegenheit, Anregungen für das eigene Handeln zu entdecken und Ansätze zur Umsetzung mitzunehmen.

Weitere Informationen/Anmeldemöglichkeiten: https://gesundheit-soziales.verdi.de

Es besteht noch bis 25. August 2017 die Möglichkeit, sich anzumelden.

Montag, 14. August 2017

Klinikpersonal entlasten: Arbeitgeber in der Pflicht!

Die Gewerkschaft ver.di hat ausgewählte Krankenhäuser in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. »Die Arbeitgeber müssen endlich Verantwortung übernehmen«, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Doch die Klinikbetreiber reagieren ängstlich und empfindlich – statt die Chance zu nutzen, gemeinsam mit ver.di für bessere Bedingungen zu sorgen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die Forderung nach einem Tarifvertrag Entlastung mit Verweis auf den »leergefegten Arbeitsmarkt« als »absolut inakzeptabel« bezeichnet. Doch ver.di lässt den Fachkräftemangel als Ausrede nicht gelten. Laut einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts von 2016 sind weniger als zwei Prozent der Pflegestellen auf Normalstationen unbesetzt. Vor allem aber sind die Probleme hausgemacht: Die schlechten Arbeitsbedingungen führen dazu, dass der Krankenstand höher, die Verweildauer im Beruf geringer, der Anteil an Teilzeitkräften und Frühverrentungen größer ist als in anderen Berufen. Der Fachkräftebedarf ist also ein Argument für, nicht gegen verbindliche Personalvorgaben und Tarifregelungen zur Entlastung.

Baden-Württemberg: Uniklinik-Arbeitgeberverband zu Verhandlungen aufgefordert



Sonntag, 13. August 2017

Sonntagsnotizen - Die zwei Martyrien des Oscar Romero

Am Freitag hat Radio Vatikan an Oscar Romero erinnert
Er steht für die Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils und den Einsatz für Arme und Leidende aus dem Geist des Evangeliums. Und genau deswegen wurde er ermordet: Vor genau 100 Jahren wurde Oscar Arnulfo Romero geboren, der 1980 während der Feier einer Messe von einem Soldaten erschossen wurde.
in seiner Predigt hatte er noch kurz vor seiner Ermordung gesagt:
„Wer sich davor hütet, die Gefahren des Lebens auf sich zu nehmen, so wie es die Geschichte von uns verlangt, der wird sein Leben verlieren. Wer sich hingegen aus Liebe zu Christus in den Dienst der anderen stellt, der wird wie das Samenkorn, das stirbt, aber in Wirklichkeit lebt."
Quelle: Radio Vatikan

Im Verteilungskampf zwischen Arm und Reich, in der Rivaltität zwischen Schwachen und Mächtigen kann es für Beteiligte keine "Neutralität" geben. Wer beteiligt ist, wer etwas ändern kann, das aber nicht wenigstens beständig versucht, stellt sich auf die Seite der Mächtigen. Er sündigt durch Unterlassen.

Samstag, 12. August 2017

Kein Gerücht: Katholische Kliniken brechen Gespräche mit Ver.di ab, weil Ver.di Briefe von Mitarbeitern an den Bischof weitergeleitet hat

"Die Marienhauskliniken im Saarland und das Caritaskrankenhaus in Saarbrücken haben die Gespräche mit der Gewerkschaft Verdi über eine Entlastung des Klinikpersonals offenbar einseitig für beendet erklärt. Das teilte Verdi am Freitag mit. Als Begründung hätten die katholischen Krankenhäuser der Gewerkschaft Vertrauensbruch vorgeworfen, weil diese 14 Briefe von Beschäftigten an den Trierer Bischof Stephan Ackermann weitergeleitet habe, heißt es in der Mitteilung..." 

Auch die Junge Welt berichtet über denselben Konflikt: Junge Welt: "Christliche Nächstenliebe
Katholische Kliniken im Saarland wollen nicht mehr mit Verdi über Entlastung der Beschäftigten reden. Kommunale Häuser hingegen schon"

Freitag, 11. August 2017

Sozialpolitik im Parteiprogramm

Die Parteien, die voraussichtlich im nächsten Bundestag vertreten sein werden, haben ihre Wahlprogramme beschlossen und veröffentlicht. Der Bereich Sozialpolitik im Ressort 5 hat eine Synopse zu den Aussagen der CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, der FDP und der AfD über die Themen Rentenpolitik, Krankenversicherung bzw. Bürgerversicherung, Arbeitsschutz und Pflege erstellt.

Zusammenfassend ist festzuhalten:

Donnerstag, 10. August 2017

Alle reden vom Fachkräftemangel in der Pflege

Vorgestern hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine Pressemitteilung gegen ver.di verbreitet. Am meisten stört sie, "dass ver.di in einer bundesweiten Aktion Krankenhäuser unter Druck setzt und zu Verhandlungen über Personalbesetzungen auffordert". Mehr Personal in Krankenhäusern zu fordern, wo gar keine Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt verfügbar seien, damit mache ver.di es sich zu leicht, sagt die DKG.

Ver.di zum Thema:

Alle reden vom Fachkräftemangel

Alle reden vom Fachkräftemangel in der Pflege. Wie groß ist das Problem?

Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) hat 2016 für den Pflegedienst auf Normalstationen in Krankenhäusern festgestellt, dass bundesweit knapp 3.900 Vollzeitstellen unbesetzt waren. Das entspricht weniger als zwei Prozent aller Stellen. Im OP- und Anästhesiedienst lag der Anteil mit rund drei Prozent etwas höher. Bei den Medizinisch-Technischen Assistent/innen blieben bundesweit 470 von etwa 27.000 Stellen unbesetzt. In den Intensivstationen sind nach einer Erhebung des DKI 2017 3.150 Stellen vakant, das sind (unter Berücksichtigung der Teilzeitquote) 4,7 %, bei den Hebammen lag der Anteil der offenen Stellen mit rund sechs Prozent am höchsten. Fazit: Von einem flächendeckenden Mangel an Fachkräften kann bislang keine Rede sein, auch wenn es regionale Unterschiede gibt.

Welche Interessen verfolgen die Krankenhausbetreiber in der derzeitigen Debatte?

Mittwoch, 9. August 2017

Heute 10:10 Uhr: Deutschlandfunk/Länderzeit: "Shopping als sonntägliches Freizeitangebot"

In der Sendung des DLF "Länderzeit" diskutieren heute um 10:10 Uhr
  • Dr.Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen
  • Christoph Dammermann (FDP), Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp, Erzbistum Köln
  • Georg Wäsler, Ver.di-Gewerkschaftssekretär für den Handel in Bayern
Die Sendung "Shopping als sonntägliches Freizeitangebot" befasst sich mit der von Handelskonzernen geforderten Erweiterung der Öffnungszeiten. 
Aus dem Sendungsinfo des DLF:

Den Pulli für kühle Abendstunden, das neue Smartphone, das man sich mal gönnen möchte, die Freizeitlektüre für den Urlaub – längst ist das sonntägliche Einkaufsvergnügen auch bei uns Realität. Nur dass davon nicht der Einzelhandel in den Innenstädten profitiert, sondern Amazon & Co, denn geshoppt wird sonntags online – oder zum Beispiel in Maastricht. Die kleine niederländische Grenzstadt wirbt mit ihrem breiten Kaufangebot unweit der deutschen Grenze, auch an Sonn- und Feiertagen. Und die deutschen Innenstädte sind leer.

Dienstag, 8. August 2017

ver.di-Aktionsstreik heute an der Berliner Charité

Unter dem Motto „Wir setzen die Rosarote Brille auf“ ruft ver.di für den 8. August 2017 zum Aktionsstreik an der Charité auf. Hintergrund sind die stockenden Verhandlungen zur Weiterentwicklung des Tarifvertrags Gesundheitsschutz.

„Laut Aussagen des Vorstandes verbessert sich die Arbeitssituation an der Charité kontinuierlich. Die Beschäftigten erleben aber Personalmangel und ständige Arbeit in Unterbesetzung. Deshalb setzen wir an diesem Aktionsstreik die Rosarote Brille auf, um die Perspektive des Vorstandes besser nachvollziehen zu können“, erklärt Dana Lützkendorf von der ver.di Tarifkommission.

Quelle und mehr:  https://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/branchen-berufe/krankenhaeuser/charite

siehe auch
Tagesspiegel: Streik für Personal - und Kritik an der Bundespolitik


Montag, 7. August 2017

Du hast die Wahl: Ein gutes Gesundheitswesen für alle

 Das Gesundheitswesen ist für die Menschen da. Kranke, pflege- und hilfebedürftigen Menschen müssen unabhängig von ihrem Einkommen und sozialem Status gut und sicher behandelt, versorgt und gepflegt werden. Doch immer mehr wird die Gesundheitsversorgung zum großen Geschäft. Das muss aufhören. Und dafür ist es nicht egal, wer in der Regierung sitzt.
Der ehemalige Bundesgesundheitsminster Daniel Bahr (FDP) hat mit der Einführung des Pflege-Bahr offensichtlich Klientelpolitik betrieben. Statt die Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung auszubauen, die das Pflegerisiko abdeckt, hat er Zuschüsse für eine zusätzliche private Versicherung eingeführt. Ein gutes Geschäft für die Versicherungskonzerne. Und sicher kein Zufall, dass Bahr heute im Vorstand der Allianz Private Krankenversicherung sitzt.
Ob bei niedergelassenen Ärzten, im Krankenhaus oder in der Altenpflege: Die Versorgung muss aus Sicht der Patienten und pflegebedürftigen Menschen organisiert werden. Die Beschäf- tigten im Gesundheitswesen haben gute Arbeitsbedingungen verdient. Stattdessen: Steigende Zuzahlungen für Medikamente, lange Wartezeiten für einen Termin beim Facharzt und gestresste Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Der Markt richtet es eben nicht. Die Politik muss umsteuern.














Wir wollen eine gerechte und solidarisch finanzierte Gesund- heitsversorgung. Die Gesetzliche Krankenversicherung muss umgehend wieder paritätisch finanziert werden, zu gleichen Teilen von  Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Unser gewerkschaftliches Ziel ist die solidarische Bürgerversicherung. Sie sorgt dafür, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit ihren unterschiedlichen Einkommen einbezogen und Menschen mit höheren Einkommen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden. Starke Schultern dürfen mehr tragen!

Samstag, 5. August 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die deutschen Bischöfe bei der Umsetzung der gemeinsam beschlossenen Rahmen-MAVO in den einzelnen Diözesen eine große Vielfalt walten lassen wollten. Besorgte Dienstgeber könnten aber beruhigt sein: es sei nicht geplant, krichliche und caritative Dienstgeber zu enttäuschen. Wenn man lange Gesichter produzieren wolle, werde man in bewährter Manier schließlich auf die der Beschäftigten zurückgreifen.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 4. August 2017

DGB-Streitzeit Bayern: Arbeitzeit - Flexibel und ohne Grenzen

Die aktuelle Streitzeit befaßt sich mit dem Thema Arbeitszeit:

Streitzeit - Arbeitszeit: Flexibel und ohne Grenzen?
Die Arbeitszeit ist wieder Gegenstand politischer Kontroversen. Bereits vor einigen Jahren hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) die anstehenden Veränderungen in der Arbeitswelt (zusammengefasst unter dem Stichwort „Digitalisierung“) genutzt, um tabula rasa bei Arbeitszeiten zu fordern: Wegfall von Schutzrechten, keine Höchstarbeitszeiten, usw., das altbekannte Lied der Arbeitgeber.
Flexibel für wen?
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) setzt nun mit ihrer Öffentlichkeitskampagne noch einen drauf, kleistert zahlreiche Orte mit ihren Forderungen voll und verspricht dabei „Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit“.
Wenn die Arbeitgeber „Flexibilisierung“ fordern, geht es immer um Flexibilisierung in ihrem Sinne. Flexibel sollen Arbeitnehmer immer dann sein, wenn es den Interessen der Arbeitgeber und Betriebe zupass kommt. 
[...]
[Quelle und mehr:  http://bayern.dgb.de/themen

Arbeitszeit auf dem Prüfstand

Donnerstag, 3. August 2017

Mythos Pflegekammer - umfassende Auseinandersetzung und Willensbildung zum Thema in Ver.di

Die Ver.di-Themenseite "Pflegekammer" informiert umfassend und kritisch über das Thema "Pflegekammer", das in regelmäßigen Abständen in der öffentlichen Debatte auftaucht.




Interessant ist übrigens ein Blick in die Vorstandsriege der aktuellen Landespflegekammer Rheinland-Pfalz: der Umstand, dass die Mitglieder mehrheitlich aus katholischen Einrichtungen kommen, heißt auch, dass Wert und Bedeutung von Tarifverträgen nicht unbedingt den höchsten Stellenwert hat. Wenn man sich den beruflichen Hintergrund der Vorstandsmitglieder betrachtet, muss man feststellen, dass der berufliche Pflegealltag nur noch sehr indirekt vertreten ist: Pflegedirektion, Qualitätsmanagement, Beratung und Geschäftsführung sind die genannten Professionen aller (!) Vorstandsmitglieder.

Mittwoch, 2. August 2017

Bayerisches Rotes Kreuz (BRK): Konfliktträchtige Verhandlungen, konstruktiver Kompromiss

Am Freitag, den 21. Juli mündeten schwierige, überaus langwierige und konfliktträchtige Verhandlungen mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) in einen konstruktiven Verhandlungskompromiss. Am Montag, den 31. Juli, stimmte die Große ver.di Tarifkommission den vereinbarten Eckpunkten zu. „Nunmehr gilt es die Einigung in Tariftexte zu überführen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Eingruppierung zu modernisieren und die Vergütung zu erhöhen“, so Robert Hinke, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Soziales bei ver.di Bayern.
Man sei froh, dass sich insbesondere durch Verbesserungen des Manteltarifvertrages eine weitere Eskalation vermeiden lasse, erklärte Hinke. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen um die Arbeitsbedingungen habe man nunmehr einen für beide Seiten tragfähigen Kompromiss erzielt.
„Mit diesen Verbesserungen ist uns ein wichtiger Schritt in Richtung planbarer Arbeits- und Freizeiten sowie der Entlastung gelungen“, betonte Hinke. Die Neuregelung werde den Missbrauch von Arbeitsbereitschaft zur Verlängerung der Arbeitszeit erschweren und trage zur Eingrenzung der 45-Stunden-Woche bei. Die Neudefinition bedeute auch Rechtssicherheit für alle Beteiligten.

Dienstag, 1. August 2017

Veranstaltungshinweis: 10 Jahre ver.di-Initiative Gute Arbeit - 20.-21. September 2017 in Berlin

Am 20.09.2017, 11:30 – 21.09.2017, 15:00 findet im  Wyndham Garden Berlin Mitte, Osloer Str. 116a, 13359 Berlin die Fachtagung

10 Jahre ver.di-Initiative Gute Arbeit

Seit 10 Jahren gibt es die ver.di-Initiative Gute Arbeit - ein Anlass, die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen und nach vorne zu blicken. Diese Fachtagung greift die Themen Beteiligung, Arbeitsgestaltung, qualitative Tarif- und Betriebspolitik sowie die konkrete Ausgestaltung Guter Arbeit in der Praxis auf. 
Digitalisierung, Arbeitszeit und Leistungspolitik sowie die Reduzierung der Belastung bei Dienstleistungsarbeit stehen auf dem Programm. Zum Schluss stellen wir uns der Frage nach den zukünftigen gewerkschaftspolitischen Handlungsfeldern der ver.di-Initiative Gute Arbeit.
Die Tagung richtet sich an Interessierte und Aktive in ver.di sowie an gewerkschaftliche, politische und wissenschaftliche Kooperationspartner*innen.

siehe auch: http://www.verdi.de/service/veranstaltungen

bzw: Ausführliches Programm als pdf  - Anmeldeformular

Anmeldeschluss ist der 7. August 2017!