Mittwoch, 21. Februar 2018

Der große Glaube an den Staat und das geringe Vertrauen in die eigenen Kräfte

...in der Altenhilfe werden im 5. Kapitel von


behandelt (dort Seite 165ff).

Alle entsprechenden sozialwissenschaftlichen Studien weisen darauf hin, dass in den Branchen (und in den Regionen), in denen mitgliederstarke Gewerkschaften ihre Interessen solidarisch durchsetzen, ein prägnanter positiver Einfluss sowohl auf die Höhe der Vergütungen als auch eine geringere Spreizung der Vergütungen wahrzunehmen ist.

Für den Glauben, die Politik werde und müsse es doch richten, gibt es keine zuversichtlich stimmenden Erfahrungen in der Vergangenheit. 

Und wer stellt sicher, dass "mehr Geld in die Pflege" dort ankommt, wo es die meisten gerne hätten, bei den Vergütungen der Beschäftigten und nicht dort, wo die wenigsten profitieren, nämlich in den wachsenden Renditen von Pflegekonzernen, die gerne auch von Private-Equity-Unternehmen gehalten werden?


Montag, 19. Februar 2018

BGW-Veranstaltungen zum Gesundheitsschutz in pädagogischen Einrichtungen und in der Altenpflege

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege bietet im Jahr 2018 verschiedene Veranstaltungen zum Gesundheitsschutz in der pädagogischen Arbeit und in der Altenhilfe an: 

Gesundheitsschutz in der pädagogischen Arbeit/Gesundheit am Arbeitsplatz Kita
Ob in Kindertageseinrichtungen oder anderswo in Bildung und Beratung: Der pädagogische Auftrag lässt sich nur mit gesunden Beschäftigten erfüllen. Die Kongressreihe BGW forum widmet sich deshalb 2018 den Bausteinen für ein gesundes und sicheres Arbeiten.

  • 23./24. März 2018 in Hannover (Congress Centrum)
  • 7./8. September 2018 in Düsseldorf (Hilton Hotel)

Thema ist der Gesundheitsschutz: Worauf ist in den Einrichtungen zu achten? Was können Beschäftigte selbst tun? Was lässt sich von Beispielen guter Praxis lernen? Das Programm der beiden Kongresse ist identisch und bietet eine Vielzahl von Workshops und Vorträgen.
Handlungshilfen für alle Bereiche der pädagogischen Arbeit
Angesprochen sind pädagogische Einrichtungen und Fachkräfte aus so unterschiedlichen Feldern wie Kindertagesstätten, Jugendhilfe, berufliche Bildung, Heilerziehungspflege, Berufsbetreuung oder Beratung. Sie sollen erfahren, was den beruflichen Alltag erleichtert – zum Beispiel wie psychischer oder körperlicher Belastung entgegengewirkt werden kann. Auch Managementthemen und Fachfragen zur betrieblichen Sicherheit und Gesundheit kommen zur Sprache.
Dabei geht es vor allem um Praxisnähe und den Erfahrungsaustausch über die Bereiche hinweg: Wie sehen bewährte oder innovative Lösungen anderswo aus? Wo gibt es Handlungshilfen für eigene Projekte?
Link zur Infoseite zur Veranstaltung: https://www.bgw-online.de - Pädagogische Arbeit


Gesundheitsschutz in der Altenpflege

Samstag, 17. Februar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchen es als grobes Mißverständnis betrachteten, wenn der gemeinsame Aufruf der Kirchen, Betriebsräte zu wählen auch auf den eigenen Bereich der Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände bezogen würde. In diesem Bereich verfüge man natürlich mit vielen Mitarbeitervertretungsordnungen und Mitarbeitervertretungsgesetzen über einen starken Schutz gegen Betriebsräte, die in der freien Welt agierten. Selbstverständlich sei es in Ordnung, Wein zu predigen und Tee zu trinken.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 16. Februar 2018

Medientipp: Frontal 21 - Auf Kosten der Alten + SWR Odysso: Notstand im Krankenhaus - Woran scheitert gute Pflege?

Die Frontal 21-Sendung vom vergangenen Dienstag hat sich kritisch mit der Situation in privaten Pflegeheimen auseinandergesetzt.
Auf Kosten der Alten
Kommerzielle Altenpflegeheime können derzeit in Deutschland gut verdienen. Denn Pflegekräfte sind rar und preiswert. Jeder Euro, der nicht fürs Personal ausgegeben wird, erhöht die Rendite.
Dabei bezahlen Pflegebedürftige oft Tausende Euro im Monat dafür, dass sich in Heimen sorgfältig um sie gekümmert wird. Doch das ist nicht immer der Fall.
Frontal 21 wollte eigentlich nur nachrechnen, wie viel kommerzielle Heimbetreiber am Pflegegeschäft verdienen. Doch die Recherchen ergaben neben hohen Gewinnen für die Konzerne auch vernachlässigte Bewohner bis hin zu Schwerverletzten in den Einrichtungen.
Der Beitrag ist als Mediathek-Beitrag und als Sendungsmanuskript verfügbar.

Die Sendungsseite bietet darüber hinaus weitergehende Tipps und Informationen.


Und gestern abend hat sich die SWR Odysso mit dem Thema 



befasst:

Mittwoch, 14. Februar 2018

Nicht nur im Krankenhaus, auch in der Altenpflege ...

wie desaströs die Situation in der Pflege ist, macht ein aktúeller Artikel der Süddeutschen Zeitung deutlich. Diese berichtete am 9. Februar:
Selbst Prämien locken Pfleger nicht

Mehrere Heime im Landkreis nehmen keine neuen Bewohner auf, weil Personal fehlt. Da finanzielle Anreize wenig bringen, setzen viele Träger auf die gezielte Anwerbung und Ausbildung ausländischer Fachkräfte

Montag, 12. Februar 2018

Flugblätter zur Tarifforderung in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst

Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat in ihrer Sitzung am 8. Februar 2018 die Forderung für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände beschlossen.

Das was in dieser Tarifrunde durchgesetzt wird, bildet bekanntlich den Rahmen dafür, was im sogenannten 3. Weg für die Beschäftigten der Caritas vereinbart werden kann (die Vokabel "durchsetzen" ist für die dienstgemeinschaftliche Konsenssystem, das über 3/4-Mehrheiten seine Beschlüsse organisieren muss, eher nicht angemessen).

Es ist derzeit nicht herauszufinden, was in den einschlägigen Berufsfeldern durchsetzbar wäre, wenn sich auch die Beschäftigten der Caritas am Kampf für gute Tarifverträge zusammen mit den anderen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, in der Gesundheitshilfe und in der Altenpflege beteiligen würden.

Die FAZ beklagt derweil (FAZ, 9.2.2018), dass die Tarifforderung eine Steigerung um über 11 Prozent bedeuten würde: 

Sonntag, 11. Februar 2018

Sonntagsnotiz zum Weltkrankentag - Papst warnt katholische Krankenhäuser vor Gewinnstreben

In seiner Botschaft zum heutigen Weltkrankentag warnt der Papst die katholischen Krankenhäuser davor, Krankenpflege nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betreiben:
„Dieses Erbe der Vergangenheit hilft dabei, ... katholische Krankenhäuser vor der Gefahr der Betriebsmentalität zu bewahren, die auf der ganzen Welt versucht, die Gesundheitspflege in den Bereich des Marktes eintreten zu lassen und so darin endet, die Armen auszuschließen. Die empathische Intelligenz und die Liebe verlangen vielmehr, dass die Person des Kranken in ihrer Würde geachtet wird und immer im Mittelpunkt des Behandlungsprozesses gehalten wird. ,
so der Papst.

Samstag, 10. Februar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass - anders als im Umgang mit den Finanzen - den Bistümern im Umgang mit den Mitarbeitern deutlich weniger Fehler und insbesondere auch keine der kostspieligen Art oder der medialen Skandalisierung unterlaufen. Verstöße kirchlicher Einrichtungen etwa gegen das Betriebsverfassungsgesetz seien praktisch unbekannt.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 9. Februar 2018

ver.di-Tarifkommission für den öffentlichen Dienst fodert sechs Prozent, mindestens 200 Euro mehr und 100 Euro für Auszubildende

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Das hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft heute (8.2.) in Berlin beschlossen.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Koalitionsvereinbarung zu Krankenhaus und Altenpflege: ver.di mahnt zügige und konsequente Umsetzung an


Richtige Weichenstellungen im Krankenhaus


Die geplanten Maßnahmen von SPD, CDU und CSU im Bereich der Krankenhauspflege bezeichnet Sylvia Bühler, Mitglied im Vorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als "teils kleine, teils große Schritte in die richtige Richtung“. Die Koalitionsvereinbarung sieht vor, dass für alle bettenführenden Abteilungen in Krankenhäusern Untergrenzen für die Personalausstattung eingeführt werden sollen. Ein entsprechender Auftrag an die Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) aus dem letzten Jahr solle erweitert werden. GKV und DKG hatten zuletzt Untergrenzen für sechs Stationen diskutiert, was aus Sicht von ver.di die Gefahr eines "Verschiebebahnhofs" in den Krankenhäusern berge. Auch seien Untergrenzen nun nicht mehr nur für die "Vermeidung unerwünschter Ereignisse" gedacht. Nach Auskunft der SPD sollen sie sich am Pflegebedarf der Patienten orientieren und für Entlastung der Beschäftigten sorgen. „Wir werden Union und SPD daran messen, wie diese qualitativen Verbesserungen umgesetzt werden“, so Bühler.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Altenpflege - höhere Gehälter? - Das geht!

Altenpflege

Höhere Gehälter – mehr Fachkräfte

Münchens kommunaler Pflegeheimbetreiber zahlt Pflegefachkräften in den ersten zehn Jahren mehr als im Flächentarif TVöD. Seither hat er weniger Probleme bei der Personalgewinnung.
Arnim ThomaßAltenpflege
ver.di meint: Fachkräfte in der Pflege sollten mindestens 3.000 Euro brutto im Monat verdienen. Im Münchenstift wird das bereits seit einem Jahr umgesetzt – mit positiven Folgen, auch für den Arbeitgeber. Der kommunalen Pflegeheimbetreiber hat deutlich weniger Schwierigkeiten, neues Personal zu finden, die Ausgaben für Leasingkräfte sind drastisch gesunken. Hintergrund ist ein von ver.di bei der Münchenstift GmbH Ende 2016 unterzeichneter Tarifvertrag, der unter dem Titel »TVöDplus« firmiert, weil er teilweise über dem Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst liegt. In anderen Münchner Betrieben soll das nun Nachahmer finden.

Dienstag, 6. Februar 2018

Die GroKo und die Pflege

unter dieser Überschrift berichtete gestern Abend das ZDF und erläutert dazu:
... 8.000 neue Pflegerstellen soll es geben, so der Plan der Großen Koalition. Die überwiegende Reaktion darauf: "Das kann nur der Anfang sein". Denn diese Stellen verändern nur wenig am aktuellen Pflegenotstand.
Quelle und Video (verfügbar bis 05.02.2019, 19:25 Uhr)

Eine wesentliche Verbesserung der Situation dürfte erreichbar sein, wenn der Beruf deutlich attraktiver wird. Der Kosten- und Preiswettbewerb der unterschiedlichen Träger ist dazu kontraproduktiv.

Montag, 5. Februar 2018

Koalitionseinigung zu Krankenhäusern: Gutes Signal, Skepsis bleibt

Koalitionseinigung zu Krankenhäusern: ver.di begrüßt Pläne für mehr Personal und bessere Finanzierung - Beschäftigte mahnen rasche und konsequente Umsetzung an


Als "gutes Signal an die Krankenhausbeschäftigten" hat ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler die Einigung von SPD und CDU/CSU in Bezug auf die Personalausstattung und Finanzierung des Pflegepersonals in den Krankenhäusern gewertet. Bei einem ver.di-Vernetzungstreffen von Krankenhausbeschäftigten in Kassel am 3. Februar 2018 sagte Bühler: "Wir hören aus Verhandlungskreisen, dass die Untergrenzen sich nun am Pflegebedarf der Patienten orientieren und Pflegekräfte entlasten sollen." Es sei bereits ein Fortschritt gegenüber der bisherigen Gesetzeslage gewesen, dass Union und SPD in den Sondierungsgesprächen Personaluntergrenzen für alle bettenführenden Stationen wollten, also nicht nur für sogenannte pflegesensitive Bereiche. Untergrenzen seien aber immer nur dafür gedacht gewesen, unerwünschte Ereignisse zu vermeiden. Eine bedarfsgerechte oder gar gute Versorgung sei damit noch nicht sichergestellt. Die Einigung der Koalitionsanwärter ginge jetzt weiter. "Das ist im Interesse der Beschäftigten ebenso wie der Patientinnen und Patienten", so Bühler.

Sonntag, 4. Februar 2018

Sonntagsnotizen: Warum wir Flüchtlinge und Zuwanderer brauchen

Ihre Vorsorge de - ein Portal der deutschen Rentenversicherer - berichtet unter dem Titel
Rente / 26.01.2018

Zuwanderer lösen Probleme nur teilweise

Wissenschaftler einig: Deutschland braucht langfristig Ausländer - doch auch sie werden die demografische Herausforderung allein nicht bewältigen.
aus der Jahrestagung des Forschungsnetzwerks Alterssicherung (FNA) in Berlin :
In den kommenden Jahrzehnten stehen die Systeme der Alterssicherung in Deutschland vor einer Herkules-Aufgabe. Die geburtenstarken Jahrgänge treten spätestens ab Mitte der 2020-er Jahre verstärkt in den Ruhestand, während eine - sehr wahrscheinlich - sinkende Zahl von Erwerbstätigen die Rentenansprüche der in den Wirtschaftswunder-Jahren geborenen Frauen und Männer befriedigen muss. Eine Situation, die bis vor wenigen Jahren auch die Bevölkerungsforscher einhellig in Alarmstimmung versetzte.

Samstag, 3. Februar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die großen Player der Pflegebranche, Diakonie, Caritas und BPA von den Absichten der Groko, mit flächendeckenden Tarifverträgen die bewährten Arbeitsvertragsrichtlinien von Diakonie, Caritas und BPA in Frage zu stellen, irritiert seien. Man wolle doch bekanntermassen keine Tarifverträge, für die man womöglich sogar Gewerkschaften benötige.
Bei den Kirchen, hört man, keimten Überlegungen, das Streikrecht für Beschäftigte der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände für den Fall einzuräumen, dass es sich gegen Tarifverträge richte und sich der Verteidigung des 3. Weges widme.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 2. Februar 2018

24 Stunden Pflegestreik

- nicht in Deutschland, sondern in Frankreich. So jedenfalls berichtet die FAZ in ihrer Ausgabe vom 31. Januar 2018. Das System stehe "am Ende seiner Belastbarkeit“ wird der  Präsident der Heimdirektoren, Pascal Champvert, zitiert.
Siehe hierzu auch das Thema bei Stefan Sell:


Auf Deutschland bezogen gab es die Titelstory im Spiegel in dieser Woche:

Mittwoch, 31. Januar 2018

Infopost Altenpflege: So kann es nicht weitergehen

Die infopost Altenpflege Nr. 8 ist erschienen.

Themen u.a.:

  • "Wolf im Schafspelz" Die Vitanas GmbH hat einen neuen Eigentümer, den US-Finanzinvestor Oaktree. Gesamtbetriebs­ratsvorsit­zender Harald Hahne über dessen Pläne, das Pflege­unternehmen attraktiv für den Verkauf zu machen.
  • „Arbeit im Akkord ist unser Alltag“ Susanne Apfelbaum ist Alten­pflegefachkraft und stellvertretende Betriebsratsvorsitzende. Sie hat in Briefen an die Politik und in Radiointerviews auf das Pflegedesaster aufmerksam gemacht. Hier berichtet sie aus ihrem Arbeitsalltag.
  • Mangelberuf Altenpflege. Die Fachkräfte-Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit vom Juni 2017 alarmiert: Die Altenpflege ge­hört in Deutschland mittlerweile zu den Mangelberufen.
  • Eine Windel als Protest. Eine Windel und die Aufforderung, gegen das Bremische Wohn- und Betreuungsgesetz zu stimmen, bekamen die Abgeordneten der Bremer Bürgerschaft überreicht.
  • Harte Auseinandersetzung. In dem Alten- und Pflegeheim Haus Iberg in Maierhöfen, das zur Curata Care Holding GmbH gehört, gibt es harte Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber um die Arbeitsbedingun­gen.
Quelle/Link zur Publikation: https://gesundheit-soziales.verdi.de

Dienstag, 30. Januar 2018

Bewegung Entlastung: Bayerns Klinikdirektoren und ver.di schlagen Alarm

Der Verband der bayerischen Krankenhausdirektoren und die Gewerkschaft ver.di haben Ministerpräsident Horst Seehofer, Gesundheitsministerin Melanie Huml und die SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen und ihren Generalsekretär Uli Grötsch angeschrieben. Ein ungewöhnlicher Vorgang, da Arbeitgebervertreter und Gewerkschafter naturgemäß unterschiedliche Interessen vertreten und auch in verschiedenen Fragen der Gesundheitspolitik unterschiedlicher Meinung sind. Gemeinsam appellieren sie an die Verantwortlichen im Land, ihren Einfluss auf die Bundes- und Landespolitik geltend zu machen, um eine wohnortnahe und hochwertige Krankenhausversorgung in Bayern zu erhalten und dem Personalmangel zu begegnen.


Montag, 29. Januar 2018

AQUA - Arbeitsplatz und Qualität in Kitas

Der Landesfachbereich 7 Gemeinden und die Landesfachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe laden recht herzlich ein zu der

Informations- und Diskussionsveranstaltung
„AQUA - Arbeitsplatz und Qualität in Kitas - Ergebnisse einer bundesweiten  Befragung“


  • am Montag, 05. März 2018 von 18:00 – ca. 20:00 Uhr in München Gewerkschaftshaus  München,  Raum  C.0.04  im  Erdgeschoß Schwanthalerstr.  64,  80336  München

und

  • am Dienstag, 06. März 2018 von 18:00 – ca. 20:00 Uhr in Nürnberg Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum 2 a, b, c im 7. Stock   Kornmarkt  5-7,  90402  Nürnberg

Referenten sind

  • Frau Dr. Inge Schreyer, Dipl.-Psych. und Projektleitung und 
  • Herr Martin Krause, Dipl.-Soz. Päd, Dipl.-Psych., Staatsinstitut für Frühpädagogik

Die 2014 abgeschlossenes AQUA-Studie hatte sich folgenden Fragestellungen gewidmet und Ziele verfolgt:

Sonntag, 28. Januar 2018

Sonntagsnotizen - Alltag und Kämpfe in der Pflege

Der aktuellen Spiegel titelt diese Woche "Am Ende - Die Pflegekatastrophe: Deutschland lässt seine Familien im Stich" und befasst sich in zwei großen differenzierten Artikeln mit der Situation in Altenpflegeheimen und in der häuslichen Pflege.
"Am Ende aller Kräfte Deutschland hat kein Konzept für das Leben in der überalterten Gesellschaft. Einblicke in den Alltag eines Pflegeheims zeigen: Das System der Altenpflege ist eine von Ökonomen erdachte Fehlkonstruktion." 
 ist Thema des Beitrags von Ullrich Fichtner
Beispiele und Bildbeiträge des Berichts stammen aus einem Caritasheim in Hof.
Der zweite Beitrag "Mamas hilflose Helfer" von Alexander Jung und Cornelia Schmergal befasst sich mit der häuslichen Pflege:

Samstag, 27. Januar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass den Kirchen ihre freundlichen Aufforderungen, sich an den Betriebsratswahlen zu beteiligen, umso leichter fallen, als sie diese in ihrer eigenen Sphäre natürlich in keiner Weise dulden und in ihren Mitarbeitervertretungen starke Bastionen sehen, die sie vor den Zumutungen des Betriebsverfassungsgesetzes schützen.

Vorletztes Gerücht  

Freitag, 26. Januar 2018

Neverending Story "Geratriezulage"

Die sogenannte Geratriezuage* für Beschäftigte in der Altenpflege war im vergangenen November Gegenstand eines Sonderinfos der Mitarbeiterseite der RK Bayern.
Nach der Änderung der Anspruchsvoraussetzungen bei der Überleitung aus der Anlage 2a in die neue Anlage 32 im Jahr 2011, wurde die Zulage in vielen Einrichtungen in zahlreichen Diözesancaritasverbänden nicht mehr gezahlt, ohne dass in vielen die Voraussetzungen in ausreichendem Maße sachgerecht geprüft wurden. Man kann nach wie vor davon ausgehen, dass in zahlreichen Caritas-Einrichtungen die Zulage nicht gezahlt wird, obwohl sie den Beschäftigten zustünde.

Die DiAG MAV Freiburg hat jetzt in einer neuen Übersicht den aktuellen Stand der Rechtssprechung zur Geriatriezulage eingehend dargestellt: 

http://www.diag-mav-freiburg.de

Eine gute Grundlage für Beschäftigte in der Altenpflege, die Anspruchsvoraussetzungen für die eigene Tätigkeit zu überprüfen und sich daran zu machen, auch die Zahlung durchzusetzen!

*Die Zulage nach Anlage 32 der AVR Caritas wird für Mitarbeiter in der stationären Pflege in Abschnitt I des Anhangs D, Anmerkungen zu den Tätigkeitsmerkmalen der Entgeltgruppen P 4 bis P 9 und 9b bis 12, Nr. 1
Buchstabe c, geregelt, für Mitarbeiter in der ambulanten Pflege ist Abschnitt I des Anhangs E in Verbindung mit Abschnitt I des Anhangs D, Anmerkungen zu den Tätigkeitsmerkmalen der
Entgeltgruppen P 4 bis P 9 und 9b bis 12, Nr. 1 Buchstabe c zuständig.

Donnerstag, 25. Januar 2018

Kranke Pflege - Alexander Jorde kämpft für einen Neustart

...hieß die Sendung gestern abend im WDR/Reihe "die story": 
Der Pflege-Azubi Alexander Jorde schlug in der ARD-Wahlarena Alarm. Und katapultierte mit seinem Auftritt das Thema direkt in den Wahlkampf. Er konfrontierte Bundeskanzlerin Merkel mit einem harten Vorwurf: Die Würde des Menschen, die eigentlich unantastbar sein soll, sieht er in deutschen Krankenhäusern und Altenheimen nicht gewahrt. 
Die Sendung ist auch in der Mediathek verfügbar: 

Auf der Verdi-Seite gibt es ein Interview mit dem Kollegen: 

Mittwoch, 24. Januar 2018

Altenpflege - gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen!

Die aktuelle Ausgabe von Boeckler-Impuls (1/2018) berichtet über die Studie von Wolfgang Schröder u.a., "Kollektives Beschäftigtenhandeln in der Altenpflege", die sich auf der Basis von soziolwissenschaftlichen  Marktanalysen und der Befragung von 750 Beschäftigten aus der Pflege der Frage widmet, warum eine so große Diskrepanz besteht der in den Medien und der Politik bekundeten Wertschätzung der beruflichen Tätigkeit und der realen Arbeits- und Vergütungssituation in der Altenpflege.

Thematisiert wird auch die Frage, welche Rolle die kirchlichen Wohlfahrtsverbände, ihre Beschäftigten und ihre Kommissionen in diesem Zusammenhang spielen. (Schließlich suggerieren sie, man könnte auch ohne gewerkschaftliches Engagement vernünftige Tarife gestalten. Indem man die Tarife des öffentlichen Dienstes zur Vorlage nimmt und dort, wo es der Markt zu gebieten scheint, diese Tarife dann regional nach unten anpasst?)

Dienstag, 23. Januar 2018

Vor Beginn der Koalitionsverhandlungen: Beschäftigte aus Altenpflege und Krankenhäusern erinnern Parteien an ihre Wahlversprechen


Vor Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD übergaben heute Aktive der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), darunter Beschäftigte aus Altenpflege und Krankenhäusern, ein riesiges Fotoalbum mit Botschaften aus dem ganzen Bundesgebiet an die beiden zuständigen Minister, Katarina Barley (SPD, Bundesfamilienministerin) und Hermann Gröhe (CDU, Bundesgesundheitsminister). Unter dem Motto „Versprechen halten“ erinnerten sie die Parteien an ihr Versprechen, Beschäftigte in der Pflege zu entlasten und die Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftigen zu verbessern. Nun müssten den Worten Taten folgen, mahnte auch Sylvia Bühler, im ver.di-Bundesvorstand für das Gesundheitswesen zuständig. „Vor der Wahl haben alle Parteien Maßnahmen für eine bessere Pflege angekündigt. Das war höchste Zeit und hat zurecht Erwartungen geweckt. Die gilt es einzulösen“, so Bühler.

Montag, 22. Januar 2018

Wie kommmen soziale Berufe zu mehr Wertschätzung und besserer Bezahlung?

"Obwohl die Nachfrage nach sozialen Dienstleitungen stark steigt, bleiben die Löhne auf niedrigem Niveau. Offenbar funktionieren Mechanismen von Angebot und Nachfrage in diesem Bereich nicht. Um einen Hebel für zukünftige Lohnsteigerungen zu haben, muss für die sozialen Dienstleitungen ein ganz neuer Begriff von „Produktivität“ gelten. Der Wert der Arbeit von Pflegerinnen und Erzieherinnen lässt sich nicht mit dem üblichen Produktivitätsbegriff abbilden."

lautet die Diagnose im aktuellen Bericht der von der Hans-Böckler-Stiftung initiierten Kommission „Arbeit der Zukunft“:

Unsere Gesellschaft ist auf gute Kitas und professionelle Altenpflege angewiesen. Dennoch werden soziale Dienstleistungen, die zum größten Teil von Frauen ausgeübt werden, vergleichsweise schlecht bezahlt. Eine Aufwertung dieser Tätigkeiten ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben.
Um die Situation in sozialen Berufen konkret zu verbessern, schlägt die Kommission folgende Ansätze vor:
  • Die Tarifbindung erweist sich international als Schlüssel, um höhere Einkommen im sozialen Dienstleistungssektor durchzusetzen.

Sonntag, 21. Januar 2018

Sonntagsnotizen - Thema "Pflege" in den Medien

Das Thema "Pflege" war in der vergangenen Woche zentrales Thema in den Medien

Der Bayerische Rundfunk berichtet:
Pflegenotstand in München: Günstiger Wohnraum wichtigste Aufgabe
Nach dem BR-Bericht über den Pflegenotstand in Münchner Kliniken schlagen Münchens Sozialreferentin und der Sozialverband VdK Alarm. Man müsse insbesondere den Mietmarkt in den Griff bekommen:  
https://www.br.de/nachrichten/oberbayern 
 Not im Krankenhaus  - München gehen die Pfleger aus                                        Leere Betten, Patienten müssen weggeschickt werden. Münchens Krankenhäuser schlagen Alarm. Ihnen gehen die Pfleger aus. Schuld sind die steigenden Lebenshaltungskosten in München. Teilweise können die Krankenhäuser schwerkranke Patienten nicht versorgen. Selbst Krebspatienten mussten auf andere Krankenhäuser verteilt werden. Die Kliniken versuchen gegenzusteuern:
https://www.br.de/nachrichten
KNA meldet:
"Pflegekräften fehlt Wertschätzung durch Politik und Gesellschaft

Samstag, 20. Januar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass angesicht der aktuellen bundespolitischen Lage, die Vorzüge des 3. Weges besonders deutlich in Erscheinung treten:

  • er verhindere wirksam (von den Dienstgebern) ungewollte Lohnerhöhungen, für die man, anders als im 2. Weg im paritätischen Konsens Mehrheiten brauche, die auf der Dienstgeberseite nicht erzwingbar seien
  • er halte die Beschäftigten wirksam von den Gewerkschaften fern, die für die Kommissionstarife bekanntlich nicht zuständig seien und unterbinde dadurch auch die Verschwisterung von Beschäftigten in den einschlägigen beruflichen Branchen Pflege, Gesundheit, Erziehung, Soziales usw., die bekanntlich für ArbeitDienstgeber unerfreulich sein könnten
  • er verweise deutlich besser als die Systeme des 2. Weges die Verantwortlichkeit für gerechte Löhne an "die Politik", die "mehr Geld ins System" geben müssten, das dann die ArbeitDienstgeber gerecht zwischen betrieblichen Gewinnen und Lohnerhöhungen zu verteilen hätten, ohne dass man bei diesem Verteilungsrecht sich überstimmen lasssen müsste  
Vorletztes Gerücht

Freitag, 19. Januar 2018

Was hält die Gesellschaft zusammen?

...war Thema der Veranstaltung "Gewerkschaften und Kirchen im Gespräch" in der sich am 16. Januar 2018 in Frankfurt am Main Vertreter der evangelischen und katholischen Kirchen und des DGB nach einem Input des Sozialwissenschaftlers der Uni Basel Prof. Oliver Nachtwey mit den Ursachen gesellschaftlicher Verfallsphänomene und Möglichkeiten, dem gemeinsam etwas entgegenzuhalten, beschäftigten.

"WAS HÄLT DIE GESELLSCHAFT ZUSAMMEN?
In Deutschland wirken starke Fliehkräfte. Die Arbeitslosigkeit ist stark gesunken, der Niedriglohnsektor ist jedoch mit 22% vielfach prekären Beschäftigungsverhältnissen so hoch wie noch nie. Die Schere zwischen „Reich“ und „Arm“ klafft weit auseinander. Private Vermögen haben einen Höchststand erreicht, ebenso wie die Armut, besonders bei kinderreichen Familien, Alleinerziehenden und Alten. Die Mittelschicht ist verstärkt von Abstiegsängsten geprägt. Populistische Parteien sind erstarkt.
Mit Sorge nehmen Gewerkschaften und Kirchen diese Entwicklung wahr. Wir fragen nach Ursachen und danach, was die Gesellschaft zusammenhält."
...hieß es in der Einladung zu Veranstaltung, die mit gut 300 TeilnehmerInnen außerordentlich gut besucht war.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Entgelte von Pflegekräften – weiterhin große Unterschiede zwischen Berufen und Regionen .

Der Pflegebranche fehlen Fachkräfte. In der politischen Diskussion wird in diesem Zusammenhang immer wieder betont, dass gerade in der Altenpflege zu niedrige Löhne gezahlt würden. Seit dem Jahr 2012 sind die Entgelte im Pflegebereich im Großen und Ganzen entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen. Dabei ist das Lohngefälle zwischen Kranken- und Altenpflege weitgehend konstant geblieben. Auch die regionalen Entgeltunterschiede sind nach wie vor erheblich.
Das berichtet IAB-Forum aktuell zum 16. Januar und nimmt dann eine sehr ausführliche Analyse der Lohnsituation im Pflegebereich im regionalen Vergleich vor.

Solange die Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht besser werden, ist die Berufswahl für die Pflege auch nicht wirklich attraktiv. Dazu muss aber der Kostenwettbewerb in der Branche beendet werden. Wer unter diesen Bedingungen weiterhin an eigenen unabhängigen Wegen festhält, und sich der Kooperation mit Gewerkschaften verweigert, nimmt die prekäre Finanzierung der Pflege billigend in Kauf.

Montag, 15. Januar 2018

Sylvia Bühler im Interview zur Entlastungskampagne 2017 und wie es weitergeht: "Wir lassen nicht locker!"

Klinikpersonal entlasten

»Wir lassen nicht locker«

Die Aktionen für Entlastung im Krankenhaus haben 2017 einiges bewegt. ver.di will auch im neuen Jahr dran bleiben. Interview mit Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen.
[...]
Was hat die Arbeitgeber dazu gebracht, sich zu bewegen?
"Entscheidend war dafür in allen Fällen die Aktionsbereitschaft und Entschlossenheit der Beschäftigten. Hervorzuheben sind hier die Kolleginnen und Kollegen der Marienhausklinik im saarländischen Ottweiler, die im Oktober erstmals in einem katholischen Krankenhaus für Entlastung gestreikt haben. Sie haben Mut bewiesen und gezeigt: Auch in kirchlichen Einrichtungen können und dürfen Beschäftigte mit gewerkschaftlichen Mitteln für ihre Interessen eintreten. Eine Folge war, dass sich der Diözesan-Caritasverband Trier im November in einem »Mahnruf« gemeinsamen mit ver.di für eine bessere Personalausstattung in den Krankenhäusern ausgesprochen hat."
[...]
Wie soll es mit der Bewegung in den Krankenhäusern im neuen Jahr weitergehen?
"Wir werden uns auch 2018 entschlossen für mehr Personal und Entlastung einsetzen. Anfang Februar werden Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet in Kassel zu einer Konferenz zusammenkommen, um die Erfahrungen auszuwerten und über die nächsten Schritte zu beraten. Es ist beeindruckend, das neue Selbstbewusstsein der Kolleginnen und Kollegen zu erleben. Viele erkennen das erste Mal in ihrem Berufsleben, welche Macht es verleiht, wenn viele zusammenstehen. Wir überlassen das Gesundheitswesen nicht dem Markt. Es ist eine wichtige Säule der Daseinsversorge. Uns ist klar, dass wir da ein dickes Brett bohren. Wir lassen nicht locker."

Das ganze Interview gibt es hier:
 https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung "Wir lassen nicht locker"

Sonntag, 14. Januar 2018

Sonntagsnotizen - Gedanken zum Weltflüchtlingstag

Heute - am 2. Sonntag im Jahreskreis - feierte Papst Franziskus die Heilige Messe zum Welttag des Migranten und Flüchtlings in der Vatikanischen Basilika. In der aus diesem Anlass veröffentlichen Botschaft heißt es:
»Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen.

Samstag, 13. Januar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Dienstgeberseite der Caritas die Ergebnisse der Sondierungsgespräche der kommenden großen Koalition mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen habe. In ihrem Widerstand in Zentralkoda und AK gegen die Begrenzung bzw. Abschaffung der sachgrundlosen Befristung sieht sie sich dadurch bestätigt, dass auch die Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD diesem Thema keine Bedeutung beigemessen hätten. Auch das Thema der befristeten Teilzeit ist in den Sondierungsgesprächen vernünftigerweise so geregelt, dass es für Beschäftigte ohne juristisches Examen kaum durchsetzbar sein dürfte. Die bestehenden Regelungen in den AVR zu diesem Sachverhalt könne man, im Falle entsprechender gesetzlicher Regelungen auch mit der Beschränkung auf große Einrichtungen usw. noch nachbessern.
Insgesamt stelle man mit Genugtuung gemeinsam mit den anderen Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden  fest, dass von der kommenden großen Koalition keine nennenswerten unerfreulichen arbeitsrechtlichen Neuerungen zu befürchten sind.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 12. Januar 2018

Ein Beitrag zur aktuellen Diskussion?

Asyl, "Dreamers" in den USA, Familiennachzug und Obergrenze in Deutschland, EG 1 und Rente, sachgrundlose Befristung ...
Wer nicht mit dem leidenden Bruder fühlt, auch wenn er einer anderen Religion und Kultur angehört, muss seine Menschlichkeit hinterfragen.
Papst Franziskus‏@Pontifex_de gestern https://twitter.com/Pontifex_de/status/951431003494641667

Mittwoch, 10. Januar 2018

„Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon." (Mt. 6,24).

Mit diesem einleitenden Zitat fordert die KAB im Bistum Trier "Kapitalismuskritik" ein.
Quelle: KAB Trier, Internet

Die KAB bezieht sich bei ihrer Forderung auf das Schreiben „Evangelii Gaudium" von Papst Franziskus.

In seiner aktuellen Predigt zur Frühmesse hat Papst Franziskus anlässlich des Tagesevangeliums nach Markus (Mk 1, 21-28) das Problem der Glaubwürdigkeit kirchlicher Amtsträger angesprochen.

Montag, 8. Januar 2018

"Dienen, nicht fordern"?

"Vor zehn Jahren löste die Krankenpfleger-Gewerkschaft Tehy in Finnland fast eine Staatskrise aus: 40 Prozent aller Pflegekräfte des Landes drohten, geschlossen zu kündigen. Erst am Morgen des Stichtags knickten die Arbeitgeber ein - die Gehälter in der Pflege stiegen um eindrucksvolle 20 Prozent."
Mit dieser Notiz beginnt der Artikel "Dienen, nicht fordern" der sich am 23.12.2017 in der Süddeutschen Zeitung

mit den Gründen für die hohe Unzufriedenheit in den sozialen und pflegerischen Berufen auseiandersetzt und die Frage stellt, warum sich die Beschäftigten in diesen Berufen so wenig in den Gewerkschaften organisieren. 

In der Printausgabe wird der Artikel noch ergänzt durch ein Interview mit dem Politologen Prof. Wolfgang Schröder, der sich im vergangenen Jahr intensiv wissenschaftlich mit dieser Frage insbesondere im Bereich der Altenpflege auseinandergesetzt  hat. (Wolfgang Schröder, Interessenvertretung in der Altenpflege. Zwischen Staatszentrierung und Selbstorganisation). 

Im kirchlichen Bereich vielleicht ein sperriger Gedanke, aber wohl fundiert in der katholischen Soziallehre, zu deren Geschichte Prof. Schröder intensiv geforscht hat:
"...Es gibt aber auch Unternehmen, denen es wichtig ist, dass die Gewerkschaften weiter viele Mitglieder haben und ein starker Partner bleiben. Denn im deutschen System der Sozialpartnerschaft gestalten beide Seiten gemeinsam die Strukturen, keine Seite muss beispielsweise neue Normen allein entwickeln. Darum sind starke Gewerkschaften für die Arbeitgeber auch eine Entlastung."  
(Wolfgang Schröder in der Süddeutschen Zeitung vom 23.12.2017, S. 61) 

Wenn das nicht auch ein Grund ist, die Entlastungskampagne im Bereich Gesundheit/Soziales/Pflege intensiv fortzusetzen?!!!


Weiterführender Lektürehinweis:
Aktuelle Sozialpolitik: Dienstag, 10. Oktober 2017 Druck im Kessel. Die Pflegekräfte und das Herantasten an den großen Pflegestreik. Oder doch nur ein Sturm im Wasserglas?