Krankenhäuser

Tarifvertrag Entlastung - Beistand für Klinikbeschäftigte

»Wir lassen die Pflegekräfte und ihre Gewerkschaft ver.di in diesem Kampf nicht alleine. Solidarität ist unsere Kraft!« So heißt es in einem »Beistandspakt«, den der DGB und seine Einzelgewerkschaften am Samstag (26. November 2016) in Homburg an der Saar geschlossen haben. Noch bevor die Tarifbewegung Entlastung in Saarlands Kliniken richtig begonnen hat, machen sie klar: Die Krankenhausbeschäftigten können in der Auseinandersetzung um bessere Arbeitsbedingungen mit Unterstützung aus anderen Branchen rechnen.

»Der Beistandspakt ist ein Signal der Solidarität«, erklärt Rainer Tobae, DGB-Vorsitzender im Saarpfalz-Kreis und einer der Sprecher des »Saarbrücker Appells für mehr Pflegepersonal«. Der Erfolg von Streiks in sensiblen Bereichen wie dem Gesundheitswesen hänge zu einem großen Teil davon ab, ob sich die Menschen im Land soldarisch zeigten. Warum sie das tun sollten, erläutert die Geschäftsführerin DGB-Region Saar, Bettina Altesleben: »Der offensichtlich gewordene Pflegenotstand belastet die Beschäftigen ebenso wie Patient/innen und Bewohner/innen.« Zwar sei die öffentliche Wertschätzung für die Pflegeberufe enorm gestiegen. Doch das reiche nicht. Vorgeschobene Sparzwänge und die Privatisierung von Risiken dürften nicht darüber entscheiden, wie kranke und ältere Menschen behandelt werden. »Das ist zynisch, unsozial, unwürdig. Als Gewerkschafter/innen und als Menschen müssen wir gegen diese Fehlentwicklung ankämpfen«, appelliert Altesleben.

Quelle: Ver.di - Gesundheit/Soziales: Tarifvertrag Entlastung

Veranstaltungshinweis:

Heute in Saarbrücken: Das ganze System ist krank!

Saarbrücker Appell


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Es wird höchste Zeit - Entlastung jetzt!

Auf die Frage
"Meinen Sie, dass Sie unter den derzeitigen Anforderungen Ihre jetzige Tätigkeit bis zum Rentenalter ausüben können?"
antworteten 67 % der Befragen im Pflegedienst:
"Nein, wahrscheinlich nicht"
Quelle: Ines Roth, Input Consulting Stuttgart, "Die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern aus Sicht der Beschäftigten - Ein Branchenbericht auf Basis des DGB-Index Gute Arbeit", S. 53;

Bei dem Fachkräftemangel können wir es uns nicht leisten, unsere hochqualifizierten und bewährten Pflegekräfte zu verlieren, weil diese aufgrund der Arbeitsbedingungen selbst krank werden. Gesundheit kann man nicht kaufen - das gilt auch für diejenigen, die in Krankenhäusern selbst tätig sind.


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Prof. Stefan Sell hat in seinem unermüdlichen Blog "Aktuelle Sozialpolitik" zwei ausführliche Beiträge zur sozial- und berufspolitischen Situation  in der Pflege gewidmet. Man kann zwar nicht alles lesen, was an Artikeln, Studien, Zustandsbeschreibungen durch die Medien und das Netz geht, aber diese beiden Beiträge lohnen sich:

aktuelle-sozialpolitik - Pflegekräftemangel: Sehenden Auges weiter rein in den großen Fachkräftemangel

aktuelle-sozialpolitik - Pflege & Co. auf der Rutschbahn des Mangels: Mit Schmerzmitteln zur Arbeit. Das Blaulicht bleibt aus, bis die Kopfprämie wirkt. Über einen real existierenden Fachkräftemangel


Wahrnehmbar ist aber auch, dass den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden die Pflege ihrer arbeits- und tarifrechtlichen Sonderwege wichtiger ist, als die Bewältigung der Herausforderung, welche die Situation in der Pflege darstellt...



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Am 18.11.2016 fand in Nürnberg die nordbayerische Auftaktveranstaltung zur Tarifbewegung Entlastung statt. Die Veranstaltung stand unterer dem Motto: „Entlastung für uns – besser für alle!“. Die Tarifbewegung selbst wird durch drei Schwerpunkte geprägt: Verlässliche Arbeitszeiten, Belastungsausgleich und mehr Personal.
Unter den 50 TeilnehmerInnen fanden sich Betriebsräte, Personalräte und Mitarbeitervertretungen sämtlicher Träger der bayerischen Krankenhauslandschaft. Nach einer Begrüßung durch Norbert Flach (Landesbezirksleitung), die deutlich machte, dass ver.di-Bayern unser Anliegen breit unterstützt, folgte ein Vortrag von Sven Bergelin (Bundesfachbereich, Tarifpolitik) zu unserem Tarifporjekt. Nach einem  lebhaften Meinungsaustausch, der die Notwendigkeit unterstrich, tariflich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu sorgen, erläuterte Robert Hinke (Landesfachbereichleiter) die Planung zur Tarifrunde für Bayern. In der anschließenden Diskussion, welche von Kathrin Weidenfelder (Fachsekretärin für den Krankenhausbereich) souverän moderiert wurde, begrüßten die Kolleginnen und Kollegen das bayerische Arbeitsprogramm - zahlreiche VertreterInnen der anwesenden Krankenhäuser nutzten die Gelegenheit ihre konkreten betrieblichen Aktivitäten und anstehenden Planungen für die Tarifrunde mitzuteilen. Es wurde deutlich, unser Tarifvorhaben hat einen Nerv getroffen. Unsere Forderungsdiskussion ist im vollen Gange und erste betriebliche Teamdelegierte sind bereits gewonnen. Unsere bereitgestellten 24.000 Fragebögen mussten örtlich mehrfach nachgedruckt werden.

Quelle: gesundheit-soziales-bayern.verdi.de

Die nächste Veranstaltung in dieser Reihe findet in München statt: 

am 25. November 2016,

von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr, im Hansa  Haus München, Brienner  Straße  39,
80333 München
mit Sylvia Bühler
(Flyer mit Anmeldemöglichkeit München)


     




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Tarifvertrag Entlastung - der Schlüssel ist mehr Personal

Das Thema betrifft alle Träger, egal ob kommunal, privat oder kirchlich
Ver.di will in den Krankenhäusern für Entlastung sorgen. Die Arbeit aller Berufsgruppen hat die Grenzen aller Überschritten.
Es geht um Dich!

Wir wollen ein deutliches Signal setzen, dass es jetzt los geht.
Auftaktveranstaltungen in Bayern:

am 18. November 2016,
von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr,
im Gewerkschaftshaus Nürnberg, im Raum Burgblick, 7. OG, Kornmarkt 5-7,
90402 Nürnberg
mit Heike von Gradoleskwi-Ballin

und 

am 25. November 2016,
von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr, im Hansa  Haus München, Brienner  Straße  39,
80333 München
mit Sylvia Bühler


     




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Krankenhausversorgung - ist das Patientenwohl der Maßstab?

Krankenhausversorgung: Ist das Patientenwohl der Maßstab?
Ethikrat kritisiert verschlechterte Arbeitsbedingungen im Krankenhaus Veranstaltung am 27.10.2016, 17:30 Uhr im Klinikum Schwabing

Der zunehmende betriebswirtschaftliche Druck im Krankenhaussektor wirft immer mehr Fragen nach den handlungsleitenden Maßstäben in der Krankenhausversorgung auf. Der Pflegenotstand und die Ökonomisierung der Patientenversorgung stehen exemplarisch für diese kontroverse Diskussion.

Auch der Deutsche Ethikrat hat sich in diese Diskussion eingeschaltet. Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Heinemann, der Autor der Stellungnahme, wird diese

am Donnerstag, den 27. Oktober 2016, um 17:30 Uhr
im Klinikum Schwabing, Kölner Platz, Ärztecasino, 1. Stock im Haus 20,

vorstellen. Mit ihm diskutieren Nico Stumpfögger, Branchenleiter Gesundheit in der ver.di Bundesverwaltung, der die ver.di-Forderung nach einer gesetzlichen Stellenbemessung erläutern wird, und Mario Ranieri, Leiter Krankenhäuser/Reha der AOK Bayern.

Beschäftigte aus dem Gesundheitsbereich, Patienten und andere Interessierte haben die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, die unterschiedlichen Positionen kritisch zu beleuchten, Perspektiven aufzuzeigen und Forderungen an den Gesetzgeber zu formulieren. Diese Veranstaltung ist Teil der ver.di-Kampagne ‚Entlastung durch Tarifvertrag‘ die vom KAB Bezirksverband München e. V. unterstützt wird.

Hier ist der Link zur Stellungnahme des Ethikrates:
http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-patientenwohl-als-ethischer-massstab-fuer-das-krankenhaus.pdf


Und hier der Link zur ver.di-Kampagne ‚Entlastung durch Tarifvertrag‘:  https://gesundheit-soziales.verdi.de/tarifvertrag-entlastung




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"Maßstab muss der Mensch sein":
Mit der Medieninformation vom 06.04.2016 teilt ver.di mit:
ver.di begrüßt Stellungnahme des Ethikrats zur Krankenhausversorgung
Weitere Informationen zum Thema findet ihr unter folgenden Links:

Pressemitteilung: http://www.ethikrat.org/presse/pressemitteilungen/2016/pressemitteilung-03-2016

und Stellungnahme: http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-patientenwohl-als-ethischer-massstab-fuer-das-krankenhaus.pdf


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Kurswechsel in Krankenhausversorgung | Ethikrat
 
 
 

Ethikrat

Gremium fordert Kurswechsel in Krankenhausversorgung

Die Krankenhausversorgung ist seit Jahrzehnten Gegenstand kontroverser politischer Debatten. Sie entzünden sich beispielsweise an der allgemeinen Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und den zunehmenden ökonomischen Druck, insbesondere auch auf den Krankenhaussektor. In einer aktuellen Stellungnahme legt der Deutsche Ethikrat nun 29 Empfehlungen für eine am Patientenwohl orientierte Ausgestaltung der Krankenhausversorgung vor.

 

Das Wohl der Patienten steht im Mittelpunkt der Empfehlungen des Ethikrates.

Die Gesundheitspolitik und die Krankenhäuser sollen mehr für das Patientenwohl in den deutschen Kliniken tun. Das fordert der Deutsche Ethikrat, der die Politik in ethischen, medizinischen, rechtlichen und sozialen Fragen berät, in einer aktuellen Stellungnahme. Das Beratungsgremium empfiehlt, die Krankenpflege durch Mindestquoten für Pflegekräfte zu verbessern. Die Krankenhäuser sollten die Behandlungen von Patienten mit mehreren Krankheiten besser abrechnen können. Durch bessere Kommunikationsabläufe sollen den Patienten mehr Informationen zugänglich werden.

Als maßgebliches ethisches Leitprinzip stellt der Ethikrat das Patientenwohl in den Mittelpunkt seiner Stellungnahme. Drei Kriterien bestimmen das Patientenwohl: die selbstbestimmungsermöglichende Sorge für den Patienten, die gute Behandlungsqualität sowie Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit.

Bessere Kommunikation
Zunächst empfiehlt der Ethikrat, eine bessere Kommunikation im Krankenhaus sicherzustellen. Dazu gehört die Förderung der kommunikativen und interkulturellen Kompetenz aller im Krankenhaus Tätigen. Diesbezüglich sollten Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote entwickelt werden. Zudem sollte der zeitliche und organisatorische Aufwand bei den Vorgaben für die Vergütung innerhalb des DRG-Systems berücksichtigt werden. Dies betrifft sowohl die Kommunikation mit Patienten als auch die interprofessionelle Kommunikation.

Des Weiteren sollte die Situation der Pflege im Krankenhaus nachhaltig verbessert werden. Unter anderem sollten Pflegepersonalschlüssel in Abhängigkeit von Stations- und Bereichsgrößen für Krankenhäuser entwickelt und die Voraussetzungen für eine personale Kontinuität in der Pflege der Patienten geschaffen werden.

Zur Weiterentwicklung des DRG-Systems empfiehlt der Ethikrat, Fehlanreizen entgegenzuwirken, die dem Patientenwohl entgegenstehen, beispielsweise indem sie eine vorzeitige oder verzögerte Entlassung oder Verlegung eines Patienten nahelegen. So sollte bei multimorbiden Patienten die Abrechnung von zwei und mehr DRGs für einen Krankenhausaufenthalt ermöglicht werden. Für hochaltrige Patienten, Patienten mit seltenen Erkrankungen oder Patienten mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten sollten neue Vereinbarungsmöglichkeiten für Zusatzentgelte geschaffen werden. Zur Vermeidung unnötiger Eingriffe und Prozeduren sollten Vergütungsmodelle entwickelt und geprüft werden, in denen auch die begründete Unterlassung etwaiger Maßnahmen ihren Niederschlag findet.

Einrichtung multidisziplinärer Zentren
Zum Ausbau qualitätssichernder Strukturen sollte ein Programm des Bundes die Einrichtung multidisziplinärer Zentren fördern, die sich an bestimmten Krankheitsbildern orientieren.

Die Dokumentationspflichten sollten vereinfacht werden, um mehr Zeit für die Patientenversorgung zu gewinnen. Hierzu sollten unter anderem Modelle mit digitaler Unterstützung entwickelt und erprobt werden.

Zur besseren Krankenhausversorgung für Patientengruppen mit besonderen Bedarfen empfiehlt der Ethikrat unter anderem, kinderspezifische DRGs einzuführen bzw. die Kindermedizin vom DRG-Abrechnungssystem zu entkoppeln. Für Menschen mit Behinderung sollten im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention Krankenhäuser barrierefrei gestaltet und Bedingungen geschaffen werden, die ihren besonderen Belangen gerecht werden. Außerdem sollte allen Menschen mit Behinderung der Zugang zur Leistung zusätzlicher Assistenzpflege im Krankenhaus ermöglicht werden. Für Patienten mit Demenz sollten demenzsensible Versorgungsstrukturen gefördert werden.

Bundeseinheitliche Standards für Krankenhausplanung
Darüber hinaus schlägt der Deutsche Ethikrat vor, transparente Kriterien für eine primär am Patientenwohl ausgerichtete Krankenhausplanung zu entwickeln. Auch wird empfohlen, bundeseinheitliche Standards für die Krankenhausplanung einzuführen und die Schnittstellenproblematik zwischen stationärem und ambulantem Sektor erneut unter dem besonderen Aspekt des Patientenwohls systematisch zu analysieren und zu evaluieren.

Die Empfehlungen des Ethikrates zum Nachlesen.

Deutscher Ethikrat, dpa

 

 

 




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Flugblatt "Das zersplitterte Krankenhaus" als pdf







Flugblatt "gut zu wissen: Werkvertrag und Leiharbeit" als pdf



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Mit der bislang größten Protestaktion im deutschen Gesundheitswesen hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf den dramatischen Personalmangel in Kliniken aufmerksam gemacht und die Politik dringend zum Handeln aufgefordert. Nach Berechnungen von ver.di fehlen in Krankenhäusern bundesweit 162.000 Stellen, darunter 70.000 Pflegerinnen und Pfleger. Bislang hätten die Gesundheitspolitiker nicht erkennen lassen, dass sie die Personalengpässe tatsächlich ernst nehmen würden. „Wer den Personalmangel kennt und nichts dagegen tut, nimmt die Gefährdung von Patienten wissentlich in Kauf“, warnte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler anlässlich der Tagung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch in Bad Dürkheim.

„Alle reden von Qualität. Für gute Qualität braucht man aber ausreichend Personal. Wir brauchen jetzt endlich ein brauchbares Gesetz für eine verbindliche Personalvorgabe mit entsprechender Finanzierung, um eine gute Patientenversorgung dauerhaft sicherzustellen“, stellte Bühler klar. Das geplante Krankenhausstrukturgesetz reiche nicht ansatzweise aus, um für eine ausreichende Versorgung im Sinne der Patienten und der Beschäftigten zu sorgen.

Am Mittwochmittag um 13 Uhr hatten Beschäftigte aus mehr als 1.300 Kliniken bundesweit mit einer symbolischen Aktion unter dem Motto „162.000 für 162.000“ jede einzelne fehlende Stelle mit einer Ziffer kenntlich gemacht und vor ihren Krankenhäusern demonstriert. Die Proteste gegen den Stellenmangel reichen von der Nordsee bis zum Alpenrand, von Saarbrücken bis Görlitz, und machen deutlich, dass praktisch alle Krankenhäuser aller Träger – öffentliche, private und kirchliche – von diesem Problem erfasst werden. Die bundesweite Protestaktion wird auch von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) unterstützt.

Am Nachmittag sollte anlässlich der Tagung der Gesundheitsminister der „Bad Dürkheimer Appell“ durch ver.di-Bundesvorstandsmitglied Bühler an die Politik übergeben werden. „Wir sind von der großen Beteiligung der Krankenhausbelegschaften überwältigt. Das zeigt, wie den Beschäftigten der Personalmangel unter den Nägeln brennt“, betonte Bühler.




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Unterstützungsschreiben der DKG liegt vor

Nun ist es in Form eines internen DKG-Rundschreibens offiziell. Die DKG ruft dazu auf unsere Aktion proaktiv zu unterstützen. Im Rundschreiben wird festgestellt, dass es grundsätzliche Übereinstimmung zwischen ver.di und der DKG gibt, „dass die Krankenhäuser eine bessere Personalausstattung und die dazu notwendigen finanziellen Mittel dringend benötigen.“ Wir können dieses Schreiben dazu nutzen, vor Ort auf unwillige Geschäftsführer einzuwirken, die unsere Aktion behindern wollen. Bisher haben wir dazu z.B. aus mehreren Helios-Betrieben Meldungen bekommen. Wir sind gespannt, wie die Geschäftsführungen ihre Ablehnung weiter begründen wollen, wenn sogar die DKG uns unterstützt.

Wir freuen uns, dass uns auch die Bayerische Krankenhausgesellschaft ihre Unterstützung angeboten hat. Sie teilt unsere Kernaussage: Das Personal ist überlastet und zu wenig. Vorstände und Geschäftsführer wollen sich daher an unserer Aktion beteiligen. Ein solcher Protest kann nicht überhört werden!

Unterstützungssschreiben DKF als pdf


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der Countdown geht weiter! Aktuelle Einblicke zur Vielfalt an vorbereitenden Aktivitäten…


Deutsche Krankenhausgesellschaft stimmt ver.di zu: Pflegeförderprogramm ist Symbolpolitik

In ihrer Pressemitteilung zum Gesetzentwurf für das Krankenhausstrukturgesetz rechnet die Deutsche Krankenhausgesellschaft vor, dass die Krankenhäuser mit dem Wegfall des Versorgungszuschlags so viel Geld verlieren, wie der Finanzierung von 10.000 Stellen entspricht. Die DKG gibt also ver.di recht: das Pflegeförderprogramm ist Symbolpolitik.



Der Saarländische Rundfunk berichtete am 14.06.2015:  Saarbrücken: Größte Demo im Gesundheitswesen

Am 24. Juni werden sich im Saarland insgesamt 2454 Krankenhausbeschäftigte an einer bundesweiten Aktion der Gewerkschaft ver.di beteiligen. Sie soll auf den Pflegenotstand aufmerksam machen. An der bislang größten Demonstration im Gesundheitswesen werden nach Angaben von Verdi bundesweit 162 000 Beschäftigte teilnehmen. Die Aktion findet um 13.00 Uhr statt. Nach einem von ver.di durchgeführten Personalcheck fehlen in den Kliniken 162 000 Beschäftigte. Dieser Fehlbedarf werde bei der Demo durch Hochhalten aller 162 000 Einzelnummern symbolisiert.

 Rheinische Post berichtet: Klinikum Leverkusen: Gröhes Krankenhausreform „ist noch nicht rund“

Auch die Kolleginnen am Klinikum in Leverkusen beteiligen sich an unserer Aktion. Im heutigen Artikel heißt es: „Am 24. Juni, dem Tag der Gesundheitsministerkonferenz – Minister von Bund und Land beraten den Reformentwurf –, wollen bundesweit mehr als 162 000 Mitarbeiter „an den Krankenhäusern deutlich machen, dass das Problem des Personalmangels in den Kliniken durch den Gesetzgeber weiterhin ignoriert wird. 162 000 Stellen fehlen nach Angaben der Gewerkschaft in den Kliniken“, schreibt Stückle. Am Klinikum findet die Aktion von 13 bis 13.10 Uhr am Haupteingang,
bei schlechtem Wetter in der Eingangshalle statt.

 Und noch eine Aktionsseite auf facebook: Auch die Kolleginnen und Kollegen in Leipzig/Nordsachsen machen mit!

Inzwischen wurden bei facebook diverse regionale Aktionsseiten angelegt. Auch für den Raum Leipzig/Nordsachsen gibt es jetzt einen Aufruf zur Aktion am 24.06.2015. Bitte weitersagen, teilen und liken: https://www.facebook.com/events/838433789583804/



Tolle Aktion in Münster geplant: Presse macht ein Foto von Oben!

Bei den drei sehr nah beieinander liegenden kirchlichen Häusern in Münster plant die Lokalpresse mit einer Drohne ein schönes Bild der aktiven KollegInnen aus luftiger Höhe zu machen. Diese Aktion darf gerne bundesweit nachgemacht werden!


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Bundesweit große Aufmerksamt erregte ver.di mit dem Nachtdienstcheck in Krankenhäusern in der Nacht vom 5. zum 5. März 2015. ver.di hat in dieser Nacht mit 700 Haupt- und Ehrenamtlichen 237 Krankenhäuser besucht. Dabei wurden Kolleginnen und Kollegen auf rund 3.800 Stationen und Bereichen, darunter mehr als 550 Intensivstationen, befragt. Auf den befragten Stationen wurden in dieser Nacht 81.0000 Patientinnen und Patienten versorgt. Die erreichten Krankenhäuser behandelten 27 % aller Patientinnen und Patienten in Deutschland und reichten vom kleinen Krankenhaus bis zur Uniklinik.

...
Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache und belegen eindrucksvoll, dass die ver.di Forderungen nach gesetzlicher Personalbemessung richtig und auch im Interesse der Patientinnen und Patienten notwendig ist. 56 % der befragten Pflegefachkräfte sind auf den Stationen nachts allein und versorgen durchschnittlich 25 Patientinnen und Patienten. Im Bereich der Intensivstationen halten nur 7,9 % der Stationen den Fachstandard ein. Die Deutsche Interdisziplinare Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin empfiehlt für Intensivstationen für zwei Patienten pro Schicht eine Pflegekraft. Auf einem Drittel der Intensivstationen liegen doppelt so viele Patientinnen und Patienten oder noch mehr als von der Fachgesellschaft empfohlen (4 Patientinnen und Patienten und mehr pro Intensivfachpflegekraft).
Aufgrund des Personalmangels sagen 55 % der Beschäftigten, dass sie erforderliche Leistungen nicht erbringen können. 60 % der Befragten geben an, dass gefährliche Situationen in den vergangenen vier Wochen durch mehr Personal hätten verhindert werden können. Die Hygienemaßnahmen können unter dem Arbeitsdruck schwer eingehalten werden; 28 % stimmten der Aussage eher oder voll zu, dass die Händedesinfektion vernachlässigt werde. Um des Gesundheitsschutz der Beschäftigen seht es unter solchen Umständen schlecht. 75 % aller befragten Beschäftigten konnten in der letzten Nachtschicht keine Pause nehmen. ....
Quelle: Bericht des Bundesvorstandes an den Gewerkschaftsrat (Sitzung vom 11. - 13. Mai 2015)

Personalnotstand - jede fehlende Pflegekraft bedeutet auch: weniger optimale Versorgung, und damit auch zusätzliche Gesundheitsgefährdung für die Patienten, die ohnehin schon erkrankt sind.


Krankenhausreform 2015 - Vorankündigung:

Am 24. Juni werden Krankenhausbeschäftigte die Personalnot überall in Deutschland sichtbar machen. Vom Nordseestrand bis in die bayerischen Berge, von Görlitz bis Saarbrücken: Beschäftigte der Krankenhäuser machen für zehn Minuten den Personalnotstand sichtbar. 162.000 Kolleginnen und Kollegen halten um 13 Uhr 162.000 Nummern in die Höhe. Überall.

Aktionsleitfaden

Alle Krankenhäuser machen mit! Was muss ich in meinem Haus tun?

1.Suche dir einen oder mehrere Kolleg/innen, die mitmachen. Gemeinsam geht besser. Bilde ein Aktionsteam.

2. Wir schicken euch ein Paket mit euren Nummern per Post ab 4. Mai 2015 ins Krankenhaus an die Adresse des BR/MAV/PR. Das Paket enthält für jede Nummer einen DIN A4-Bogen.

3.Mache die Aktion mit eigenen Mitteln im Krankenhaus bekannt und natürlich auch unter den Kolleg/innen der ausgelagerten Betriebe. Das geht per E-Mail oder Aushang an bekannten oder ungewöhnlichen Orten (z.B. „stilles Örtchen“). Der örtliche ver.di-Bezirk kann beim Flugblattdruck unterstützen.

4.Bitte informiere deinen ver.di-Bezirk, was bei euch geplant ist.

Kontakt zu ver.di-Bund: gesundheit-soziales@verdi.de und info@der-druck-muss-raus.de

Kontakt zu ver.di-vor-Ort: https://www.verdi.de/wegweiser


DER DRUCK MUSS RAUS!
NICHT VERPASSEN : 162.000 für 162.000!

Aktionstag am 24. Juni 2015 um 13 Uhr



Mehr Infos auch unter
http://www.der-druck-muss-raus.de/


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Im Auftrag von ver.di hat der sehr angesehene Gesundheitsökonom Prof. Jürgen Wasem eine Analyse "Instrumente zur Personalbemessung und Finanzierung in der Krankenhauspflege in Deutschland" erstellt. Prof. Wasem hat aus ökonomischer Sicht unser Vorhaben zur gesetzlichen Personalbemessung unterstützt und anhand von Kriterien unterschiedliche Verfahren aus dem In- und Ausland bewertet.
Mehr auf der Homepage https://gesundheitspolitik.verdi.de/.
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Boeckler-Studie: Neue Arbeitsteilung im Krankenhaus - oft kein Fortschritt für Beschäftigte und Patienten


Pressemitteilung zur Studie:
- Weniger Stellen, mehr Arbeit
- Zu wenig Zeit für das Wesentliche
- Verschiebung von Aufgaben, aber keine echte Reorganisation
- Viele machen sich Sorgen um die Rente

Hier gibt es die vollständige Studie:
Arbeitsreport Krankenhaus/Arbeitspapier der Hans-Boeckler-Stiftung Nr. 306 vom August 2014
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Komplettes Flugblatt Personalbemessung als pdf

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Tarifinfo für die Beschäftigten in Krankenhäusern im Bereich des TVöD:




Flugblatt als pdf ____________________________________________________________________________________________________________________
Mit dem Hinweis auf die Broschüre "Gegendruck" eröffnen wir die Caritas-Verdi-Blog-Unterseite "Krankenhäuser"

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