Montag, 25. September 2017

Belastungscheck Kirche


Wieder aus dem Frei eingesprungen? Ständig überarbeitet und keine Zeit für PatientInnen?

Zeit für #Entlastung! Lass die Arbeitsbelastung in deinem kirchlichen Krankenhaus checken. Melde dich an auf www.belastungscheck.de



Sonntag, 24. September 2017

Sonntagsnotizen - egal wie die Wahl heute ausgeht: die wesentlichen Verbesserungen kommen nicht von selbst und nicht "von der Politik", wir Betroffene müssen uns auch selbst darum kümmern

Spiegel-Online hat sich in dieser Woche in mehreren interessanten Artikeln mit der Situation in der Altenpflege befasst.

Deutlich wird: wenn die Beschäftigten in der Altenpflege nicht auch selber aktiv werden, wird es die notwendigen Veränderungen nicht geben!

Wahlversprechen
Was sich Pfleger wirklich wünschen
Mehr Lohn, weniger Stress: Alle großen Parteien versprechen, die Situation für Pflegekräfte zu verbessern. Doch der wichtigste Punkt, sagen die Betroffenen, findet sich in keinem Wahlprogramm.

Personalmangel in der Altenpflege
"Wir laufen auf eine Katastrophe zu"
Kurz vor der Wahl wird der Pflegenotstand zum Thema. Im Interview spricht Ökonom Stefan Sell von Niedriglöhnen und Personalmangel - und erklärt, weshalb Altenpfleger in die Gewerkschaft eintreten sollten.
"Gesundheitsökonomen haben die Kosten für gleiche Löhne in Alten- und Krankenpflege mit 5,9 Milliarden Euro berechnet. Aber das Geld muss auch bei den Altenpflegern ankommen. Das wird absehbar nicht geschehen, wenn man sich darauf beschränkt, nur mehr Geld ins System zu geben."
Denn fast die Hälfte der Heime von werden von privatgewerblichen Trägern betrieben, deren wesentlicher Zweck es ist, Gewinne zu machen, die um so höher ausfallen können, je weniger man ihn mit den Beschäftigten teilt.
Und ein weiteres Zitat von Prof. Sell:
"...und zumindest in der ökonomischen Theorie müssten die Heimbetreiber ordentlich mehr Geld bieten, um überhaupt Personal zu bekommen. Allerdings besteht in der Altenpflege ein starkes Kräftegefälle zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen werden viele Heime von kirchlichen Trägern betrieben - und nach wie vor wird ihren Angestellten das fundamentale Recht zum Streik verwehrt. Und wo das nicht der Fall ist, sind zum anderen nur sehr wenige Pflegekräfte in einer Gewerkschaft, die gute Flächentarifverträge durchsetzen könnte. Man kann den Pflegekräften nur raten: Organisiert euch!"

Anders wird es nicht gehen!

Samstag, 23. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchen den Parteien sehr dankbar seien, dass diese, bis auf die notorische Ausnahme zweier Parteien, das kirchliche Arbeitsrecht im Wahlkampf nicht thematisiert haben. Das lasse hoffen, dass von Seiten der kommenden Regierung keine Gefahr drohe und die Dienstgeber mit ihren Beschäftigten weiterhin die Annehmlichkeiten der Dienstgemeinschaft genießen können.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 22. September 2017

Solidaritätserklärung aus der Fachtagung Behinderthilfe mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken

An die Kolleginnen und Kollegen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus einsetzen und sich seit Dienstag, dem 19.09.2017 im Arbeitskampf befinden

Wir, die knapp einhundert anwesenden Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen der ver.di-Fachtagung Behindertenhilfe in Dortmund, bekunden unsere Solidarität mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken in Bayern, Hessen, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin.

Zu wenig Personal, zu wenig Zeit für den Menschen und Arbeitsbedingungen, die krankmachen. Auch wir Beschäftigte in der Behindertenhilfe kennen das leider nur zu gut. Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal ist daher ein Kampf, der uns Beschäftigte in allen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens verbindet. Es ist ein wichtiges Signal, den Druck nun weiter zu erhöhen!

Wir stehen an eurer Seite und wünschen euch viel Ausdauer, Kraft und Erfolg!

Mittwoch, 20. September 2017

Was könnte man tun, um Ungleichheit zu reduzieren?

Politik und Sozialpartner können auf vielen verschiedenen Ebenen etwas bewirken.

Bildung: Der kostenlose oder staatlich gestützte Zugang zu frühkindlicher Bildung, aber auch zu höheren Bildungseinrichtungen ist ein zentrales Element, um Chancengleichheit zu gewährleisten und soziale Mobilität zu ermöglichen.

Gewerkschaftlicher Organisationsgrad: Gemäß Forscherinnen des Internationalen Währungsfonds steigt die Einkommensungleichheit mit fallendem Einfluss von Gewerkschaften an. Dies ist neben einer sinkenden Verhandlungsmacht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch darauf zurückzuführen, dass starke Gewerkschaften über ihre politische Einflussnahme einen umverteilenden Wohlfahrtstaat fördern. Eine Stärkung des gewerkschaftlichen Organisationsgrads sollte folglich eine ungleichheitsmindernde Wirkung haben.

Dienstag, 19. September 2017

Tarifvertrag Entlastung in Kliniken: ver.di zieht positive Zwischenbilanz des Streiktags

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zieht eine positive Zwischenbilanz des Streiktags für einen Tarifvertrag Entlastung. „Die Beschäftigten haben deutlich gemacht, dass sie dringend Entlastung und Hilfe benötigen. Die unternehmerische Freiheit endet dort, wo der Gesundheitsschutz der Beschäftigten beginnt“, sagte Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Dienstag. Die Arbeitsniederlegungen fanden zunächst in Kliniken in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin statt.

Klinikbeschäftigte streiken für Entlastung

Nachdem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Juli bundesweit Kliniken zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert hatte, finden heute (Dienstag, 19. September 2017) die ersten Streiks statt. „Leider zeigten einige Arbeitgeber keine Bereitschaft, Entlastung für die Beschäftigten zu schaffen, so dass sich ein Streik nicht verhindern ließ“, so Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstand. Aufgerufen zum Streik wurden Beschäftigte in Kliniken in Bayern, Hessen, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin. An anderen Kliniken sind die Arbeitgeber gesprächsbereit.

Anlass für die Tarifauseinandersetzung ist die schlechte Personalausstattung in den Krankenhäusern, die zur permanenten Überlastung der Beschäftigten führt. „Zu wenig Personal heißt zu wenig Zeit. Die ständige Zeitnot macht die Beschäftigten krank. Eine gute Versorgung der Patienten ist unter diesen Umständen oft nicht möglich. Das betrifft alle Krankenhäuser, egal ob öffentlich oder privat. Deshalb führen wir die Auseinandersetzung bundesweit und haben Kliniken verschiedenster Träger zu Verhandlungen aufgefordert“, betonte Bühler. Dass ausgerechnet in Krankenhäusern immer wieder gegen den Gesundheitsschutz verstoßen werde, der gesetzlichen Verpflichtung der Arbeitgeber zum Trotz, sei nicht länger hinnehmbar. „Da hilft den Arbeitgebern auch kein Verweis auf die unternehmerische Freiheit. Die endet dort wo der Gesundheitsschutz der Beschäftigten beginnt“, so Bühler.

Montag, 18. September 2017

Bundestagswahl 2017 - am 24. September wählen gehen!

Entscheide mit über die Zukunft des Gesundheitswesens und der Pflege! Deine Stimme für eine sichere Versorgung und gute Arbeit: für eine gesetzliche Personalbemessung im Krankenhaus und für mehr Personal in der Altenpflege.
Geh zur Bundestagswahl! Wir brauchen im Deutschen Bundestag Mehrheiten für eine soziale Gesundheits- und Pflegepolitik. Wir brauchen Abgeordnete, die die Gesundheitsversorgung und die Pflege als Kernbereich öffentlicher Daseinsvorsorge verstehen und sich dafür einsetzen.

Entlastung für die Pflege

Ob in Krankenhäusern, Altenheimen oder der ambulanten Pflege – überall mangelt es an Personal, sind Beschäftigte überlastet, fehlt die Zeit für eine gute Versorgung. Eine zentrale Ursache ist, dass der Alltag in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zunehmend von betriebswirtschaftlichen Kennziffern bestimmt wird. Wie in der Industrie herrscht ein ständiger Druck, noch flexibler, noch billiger zu arbeiten. Fachkräfte werden durch weniger qualifiziertes Personal ersetzt. Pro Pflegekraft sind im Durchschnitt immer mehr Patient/innen bzw. Bewohner/innen zu versorgen. Tausende Überlastungsanzeigen dokumentieren: Die Arbeitsverdichtung, der Zeit- und Leistungsdruck machen die Beschäftigten krank.
Längst ist belegt, dass die Versorgungsqualität in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen stark davon abhängt, ob genug qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. In anderen europäischen Ländern sind rechtliche Vorgaben für die Personalausstattung durchaus verbreitet. Wird das Verhältnis Pflegekraft pro Patient/in betrachtet, ist Deutschland im internationalen Vergleich das Schlusslicht. Das muss sich ändern.

Samstag, 16. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchensteuereinnahmen der Katholischen Kirche in den vergangenen 5 Jahren mit einer deutlich besseren Performanz aufwarten können, als die AVR-Vergütungen von Fachkräften in der Pflege bei der Caritas. So hätten sich die Kirchensteuereinnahmen zwischen 2011 und 2016 von 4918 Millionen auf 6146 Millionen €, also um 24,97 % gesteigert, während die Vergütungen in der Anlage 32, 7a nur von 2801,05 auf 3220,01, also um 14,57 % gestiegen sind. Man wolle die Verhältnisse nicht weiter vertiefen (!), aber man fände es doch bemerkenswert, dass die Wirtschaftskraft von Katholiken, soweit sie im Steueraufkommen zum Ausdruck komme, deutlich besser sei als die Wirtschaftskraft von Pflegekräften, auch wenn diese als Katholiken in Caritaseinrichtungen beschäftigt sind.
Man wolle diese Umstände aber keinesfalls skandalisieren.

Vorletztes Gerücht



Donnerstag, 14. September 2017

Fast schon prophetische Worte ....

... mit dieser Überschrift würdigt "katholisch.de" am 14. September letzten Jahres die Sozialenzyklika "Laborem exercens" und führt weiter aus:
Fast schon prophetische Worte

Ob Kapitalismus- oder Flüchtlingskrise oder gerechte Familienpolitik - mit seiner am 14. September 1981 veröffentlichten Enzyklika "Laborem Exercens" legte Johannes Paul II. eine bestechende gesellschaftliche Analyse vor.
...

Dem Grundsatz "Arbeit vor Kapital" folgend, hält "Laborem Exercens" auch die Arbeiterrechte hoch. Ansprüche haben die Arbeiter sowohl gegen den "direkten Arbeitgeber", also etwa das Unternehmen, das den Arbeiter beschäftigt, wie gegen den "indirekten Arbeitgeber": die sozialen und rechtlichen Strukturen, die die Arbeit in einer Gesellschaft regeln. Dazu gehören etwa das Arbeitsrecht, Tarifverträge und nationale und internationale Institutionen, die die Rechte der Arbeitnehmer beeinflussen und gestalten.

Ein Jahr nach Gründung der polnischen oppositionellen Gewerkschaft Solidarnosc überrascht es nicht, dass Johannes Paul II. sich auch stark macht für das Recht, Gewerkschaften zu gründen, und für das Streikrecht der Arbeiter – eine Forderung, die immer wieder in der Soziallehre der Kirche erhoben wird; auch wenn die Kirche als Arbeitgeber davon nicht immer etwas wissen will.
...
Einige Jahre zuvor hat der "deutsche Papst" Benedikt, der seine deutsche Kirche wie kaum ein anderer kennt, diese Sozialenzyklika bei seiner Abschiedsrede auf dem Flughafen München seiner Heimat besonders an's Herz gelegt.

Dienstag, 12. September 2017

Bündnis für Pflege - Antworten auf Wahlprüfsteine

Die im Bundestag vertretenen Parteien haben auf die Wahlprüfsteine des Bündnisses für Gute Pflege geantwortet. Die ausführlichen Antworten finden Sie in einer Synopse zusammengestellt auf der Homepage des Bündnisses (Synopse_Wahlbausteine

Das Bündnis für Gute Pflege setzt sich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege zugunsten der pflegebedürftigen Menschen, ihrer pflegenden und begleitenden Angehörigen und der beruflich Pflegenden ein. Von den aktuell im Bundestag vertretenen politischen Parteien wollte das Bündnis wissen, was diese unternehmen, damit sich die Situation der Pflege verbessert.

Dazu wurden Positionen erfragt, zu beispielsweise den Themen: Personalausstattung, verbesserte Arbeitsbedingungen, Pflegeausbildung und der  Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Das Bündnis für Gute Pflege ist der Ansicht, dass Beschäftigte in der Pflege als auch pflegende Angehörige für ihre Tätigkeit nach wie vor nur geringe gesellschaftliche und persönliche Wertschätzung erfahren. Um dies zu ändern, fordert das Bündnis:

  •  maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige,
  • Unterstützung und Anerkennung für pflegende Angehörige,
  • bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen der Pflegeberufe und
  • eine gerechte Finanzierung der Pflege, die nicht zu einseitigen Belastungen der Betroffenen führt, sondern von der sozialen Pflegeversicherung getragen wird.

Montag, 11. September 2017

Altenpflege darf nicht zum Spekulationsobjekt verkommen

ver.di warnt vor Hedgefonds

Sylvia Bühler: Altenpflege darf nicht zum Spekulationsobjekt verkommen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnt davor, dass die Altenpflege zunehmend zum Spekulationsobjekt von Finanzinvestoren und Großkonzernen wird. Das belegten aktuelle Übernahmediskussionen. "Die kommende Bundesregierung muss erklären, wie sie diese für pflegebedürftige Menschen und Beschäftigte gefährliche Entwicklung unterbindet", betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.
"In der Pflege muss es um die Menschen gehen. Doch stattdessen spielen immer häufiger Profitinteressen die zentrale Rolle", kritisiert Bühler. Der Anteil privatwirtschaftlicher Betriebe stieg zwischen 1999 und 2015 von 43,7 auf 52,3 Prozent. Die Tendenz sei weiter steigend. Zuletzt hätten insbesondere Finanzinvestoren und ausländische Großkonzerne die Pflege als Profitquelle entdeckt.

Samstag, 9. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Dienstgeberseite der AK Caritas  das gewerkschaftliche Zutrittsrecht neu geregelt hat: Gewerkschaften, die über Benutzername und Passwort verfügen, haben künftig auch Zugang zum 3. Weg.

Vorletztes Gerücht


Freitag, 8. September 2017

RK Nord: wenig Konsens in der RK-Sitzung am 30. August 2017 in Hannover

Inzwischen sind sowohl der Dienstgeberbrief als auch das RK Info Nord der Mitarbeiterseite erschienen, die zur Sitzung am 30. August 2017 in Hannover den Konsens dokumentieren, dass kein Konsens besteht:

  • 6 Anträge gemäß § 14 der AK-Ordnung konnten nicht bearbeitet werden und auch die Geschäftsordnung zur Arbeit in der UK wurde nicht weiter beraten. Hintergrund sind Auseinandersetzungen über die personellen Ressourcen der Mitarbeiterseite, in denen sich die Mitarbeiterseite in ihrer Arbeitsfähigkeit behindert sieht.
  • Keine Einigung kam zustande zu der Problematik, dass in der Region Nord die Beschäftigten in der P4 (Pflegehelfer) durch die zeitliche Verschiebung der Tariferhöhung einen finanziellen Nachteil erleiden.
    Hier gab es einen Vermittlungsvorschlag des Vermittlungsausschusses, der an der Dienstgeberseite scheiterte.
    Ein Ausgleich für diese Benachteiligung der niedrigsten Lohngruppe in der Pflege wäre noch möglich noch, wenn der erweiterte Vermittlungsausschuss angerufen wird und für ein poslitives Ergebnis sorgt.
  • "Etliche Caritas-Einrichtungen betreiben eigene Servicegesellschaften. In diesen wird teilweise die AVR nicht angewendet." stellt die Mitarbeiterseite fest und startet eine Online-Umfrage zum zu ermitteln, "wie viele Einrichtungen eigene Servicegesellschaften" betreiben. 



Mittwoch, 6. September 2017

Überwachung am Arbeitsplatz

Wie gestern die größeren Medien berichtet haben, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte einem Kläger Recht gegeben, dem wegen privater Kommunikation gekündigt worden war. Die Art und Weise, wie der Mitarbeiter überwacht worden sei, habe sein Recht auf Privatleben verletzt.
Die Entscheidung der 17 Richtern der Großen Kammer des Gerichts ist rechtskräftig und dürfte die Rechtsprechung in den 47 Mitgliedsländern des Europarats maßgeblich beeinflussen.
(Fall Bogdan Barbulescu)

Quellen:
FAZ - Bericht vom 05.09.2017, 10:41 Uhr
Tagesschau, Bericht vom 05.09.2017, 12:24 Uhr
Süddeutsche Zeitung, Bericht vom 05.09.2017, 12:47 Uhr


Das deutsche Bundesarbeitsgerichts, Az: 2 AZR 681/16 (Pressemitteilung), hielt ebenso eine heimliche Überwachung nur im Ausnahmefall für erlaubt, also nur, wenn es konkreten Anlass für die Vermutung einer schweren Pflichtverletzung gibt (Entscheidung von Ende Juli d.J.).

Montag, 4. September 2017

Bedingungen und Potentiale kollektiven Handelns in der Altenpflege

...ist der Titel einer geplanten Veröffentlichung des Politologen Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, die sich auf der Grundlage einer Erhebung unter 749 Altenpflegekräften mit den Arbeitsbeziehungen in der Pflege auseinandersetzt. Wesentliche Zielsetzung der Untersuchung ist es, den Handlungsspielraum der Beschäftigten in der Altenpflege auszuloten.
In den WSI-Mitteilungen 3/2017 (Schwerpunktheft ERWERBSTÄTIGKEIT IM SOZIAL- UND GESUNDHEITSSEKTOR: AUSGEBAUT, AUFGEWERTET, AUSGEBREMST?) hat Schroeder unter dem Titel "Altenpflege zwischen Staatsorientierung, Markt und Selbstorganisation" eine erste Zusammenstellung der Ergebnisse vorgelegt.

Schroeder verweist darauf, dass der "fulminanten Aufstieg der frauendominierten Care-Arbeit in einer zunehmend wettbewerblich strukturierten Sozialwirtschaft" sich in "enormen Wachstumsraten" und einem "starken gesellschaftlichen Bedeutungs- und Reputationsgewinn der Beschäftigten" niedergeschlagen hat, dabei aber selbstbewusstes, kollektives Beschäftigtenhandeln sich nicht in dem Maße entwickelt hat, wie es angesichts des Ausbau der ökonomischen Logik auf der Arbeitgeberseite notwendig gewesen wäre.

Sonntag, 3. September 2017

Sonntagsnotiz: Wählt Menschlichkeit

Die Caritas-Kampagne „Wählt Menschlichkeit“ findet bundesweit im Aktionszeitraum vom 16. August bis 22. September 2017 statt unter www.waehltmenschlichkeit.de, #waehltmenschlichkeit, auch auf der Facebookseite des Caritasverbandes Köln: www.facebook.com/caritaskoeln werden Beiträge zur Kampagne gepostet.
Mit dieser Kampagne wollen wir unserer Gesellschaft ins Gewissen reden. Wir wollen Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile, wollen gesellschaftlichen Tendenzen zur Ausgrenzung von Gruppen entgegenwirken und an die Solidarität unserer Gesellschaft appellieren.

Es heißt "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" und nicht "frag vorher nach seinem Pass"
Quelle: Blog Caritas Köln "klick"

Samstag, 2. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Mitarbeiterseite der AK Caritas nach den kürzlich getroffenen Feststellungen der ArbeitDienstgeberseite der AK, die tariflichen Arbeitsbedingungen in Einrichtungen und Diensten der Caritas seien besser als die von der Gewerkschaft ver.di abgeschlossenen Tarifverträge, ihre wiederholte Forderung, den TVöD jeweils zeitnah zu übernehmen, auf den Prüfstand stellen wolle.

Die Mitarbeiterseite wolle mit dieser Prüfung sicherstellen, dass nicht aus Versehen schlechtere Tarife für die Caritasbeschäftigten beschlossen würden. Als Alternative würde auch überlegt, den Dienstgebern endlich mal wieder entgegenzukommen und ihnen zuzugestehen, vom Luxustarif AVR weg und hinunter zum Billigtarif TVöD zu kommen.



Vorletztes Gerücht

Freitag, 1. September 2017

Rentenniveau im sozialen Dienstleistungsbereich

Der aktuelle WSI Policy Brief Nr. 13/2017 von Florian Blank befasst sich unter dem Titel "Das Rentenniveau in der Diskussion" mit den Folgen eines sinkenden Rentenniveaus bei Mindest- und Tariflöhnen. Der Mindestlohn, der Pflegemindestlohn sowie die tarifliche (TVöD-) Vergütung werden stehen dabei im besonderen Fokus.


  • Die Berechnungen in diesem Report illustrieren den Effekt der Absenkung des Rentenniveaus anhand von Mindest-  und Tariflöhnen. Sie zeigen, wie lange bei einem gegebenen Rentenniveau gearbeitet werden muss, um die Grundsicherungs- bzw. Armutsgefährdungsschwelle zu überschreiten.  So erreicht eine Person, die als Pflegerin nach TVöD bezahlt wird (BT-B, EG 7a Stufe 6), die Grundsicherungsschwelle beim 2015 geltenden Rentenniveau nach 25,2 Jahren, bei einem geringeren Rentenniveau von 41,7 % erst nach 28,8 Jahren.
  • Unter der Annahme einer 45jährigen Erwerbsbiografie war bei Vollzeitbeschäftigung 2015 ein Stundenlohn  von 11,42 Euro notwendig, um die Grundsicherungsschwelle zu erreichen, bei einem Rentenniveau von 41,7 % wäre ein Stundenlohn von 13,06 Euro notwendig. Bei kür- zeren Erwerbsbiografien ist entsprechend  ein höherer Lohn notwendig. 

Mittwoch, 30. August 2017

Pflegetarif im Blickpunkt der Politik

Der Arbeitgeberverband der AWO Deutschland hat in einem aktuellen Newsletter die zuständigen Experten der fünf Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP zum Thema Pflegepolitik/Pflegetarif befragt.

Peter Weiß, Hilde Mattheis, Elisabeth Scharfenberg, Matthias M. Birkwald und Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann haben sich den Fragen zu den Themen

  • tariflich geregelte Arbeitsbedingungen und Fachkräftemangel in den Pflegeberufen
  • allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die Pflegebranche
  • Initiative Tarifvertrag "Pflege in Bremen"
gestellt. Die Positionen der Parteien sind im Newsletter übersichtlich dargestellt, ein ergänzendes Dokument enthält die Interviews im Wortlaut. 


Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands AWO Deutschland e.v. (AGV AWO), Rifat Fersahoglu-Weber, gibt in diesem Zusammenhang ein klares Bekenntnis zu einem "flächendeckenden Entgelttarifvertag Soziales" ab: 
„Der Bereich der Sozialen Arbeit wird auch in Zukunft von zentraler Bedeutung für unsere Gesellschaft sein. Gute Arbeitsbedingungen, eine angemessene Bezahlung und
Perspektiven für die berufl iche Weiterbildung sind wichtige Bausteine, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies gilt insbesondere auch für die Pflegeberufe.
Der neue Mindestlohn für Pflegehilfskräfte liegt deutlich unter den üblicherweise gezahlten Tariflöhnen und kann deshalb die Gesamtsituation der meisten Pflegekräfte
kaum verbessern. Der AGV AWO sieht die Lösung in der Einführung eines flächendeckenden Entgelttarifvertrags Soziales, der weit über die bisherigen gesetzlichen Regelungen hinausgeht. Bis dieses Ziel erreicht ist, soll die Tarifbindung der Beschäftigten durch regionale Tarifabschlüsse weiter ausgebaut und verbreitert werden.
Durch klare und transparente Regelungen sichern Tarifabschlüsse gute Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in allen Bereichen der Arbeiterwohlfahrt. Gleichzeitig sollten sich alle Tarifpartner regelmäßig für eine bessere Refinanzierung einsetzen, um die Attraktivität in diesen Berufsfeldern weiter zu steigern.“ 

Quellen:

Dienstag, 29. August 2017

Personalbemessung in der RK-Mitte - Sitzung vom 6. Juli

mit Ihrem neuen August - AK Info berichtete die Mitarbeiterseite gestern von der Sitzung der RK Mitte am 6.7.17:
....

Die RK Mitte hat sich über das Thema Personalbemessung in der Pflege intensiv ausgetauscht und wird dies weiter verfolgen.

Übrigens …
Zur Eingruppierung von Leitungskräften in der Pflege hat die Arbeitsgemeinschaft der caritativen Unternehmer (AcU) einen Leitfaden erstellt. Wir weisen darauf hin, dass es sich hierbei um eine unverbindliche Einschätzung handelt, die sich nicht an dem Text des AK Beschlusses zur Entgeltordnung Pflege orientiert.
in gewohnt diplomatischer Form wird also darüber informiert, dass
= hinsichtlich der Personalbemessung in der Pflege noch keinerlei Übereinstimmung ersichtlich und weitere Diskussion nötig ist
= und die AcU ohnehin ihren eigenen Stiefel macht, der mit dem AK Beschluss nichts mehr zu tun hat.

Nun ja, dass sich ver.di inzwischen um die Personalbemessung bemüht und dabei auch die kirchlichen Krankenhäuser im Blick hat, ist ja inzwischen bekannt. Und dass wir "Caritativ" (also uneigennützig) und Unternehmen (also mit Gewinnerzielungsabsicht) für einen Widerspruch in sich halten, haben wir hier schon des Öfteren deutlich gemacht.


Den "Dienstgeberbrief Nr. 2 vom Juli 2017", also die Arbeitgebersicht, kann übrigens hier eingesehen werden. Dort wird dann auch inhaltlich etwas mehr zur Diskussion ausgeführt:

Montag, 28. August 2017

Aktionstag Händedesinfektion - 12. September 2017


Beim Aktionstag Händedesinfektion, heute in 15 Tagen, am 12. September 2017  Aktionstag Händedesinfektion machen Beschäftigte in Krankenhäusern in ganz Deutschland auf das Dilemma aufmerksam:
Hände desinfizieren? Klar! Nur wann?
Wir fordern dafür Zeit und mehr Personal


Eine gute Gelegenheit auch für katholische Kliniken, sich am Kampf für Entlastung im Krankenhaus zu beteiligen!

Die Personalnot in den Krankenhäusern führt dazu, dass Beschäftigte nicht alle notwendigen Aufgaben erfüllen können. Etwas bleibt auf der Strecke. Jeden Tag.

Beispiel Hygiene.

Alle wissen, dass die Händedesinfektion das A und O bei der Vermeidung nosokomialer Infektionen ist. Alle wissen aber auch: dafür fehlt die Zeit. Insgesamt etwa zwei Stunden braucht eine Pflegekraft pro Schicht durchschnittlich für die vorgeschriebene Desinfektion. Doch wenn sie sich diese Zeit für die Desinfektion nimmt, fällt notgedrungen etwas anderes weg. Diesen Skandal machen wir sichtbar: Beim Aktionstag am 12.9.2017 werden sich Teams aus Krankenhäusern in ganz Deutschland ordnungsgemäß die Hände desinfizieren und die Zeit dafür einfordern.

Ist euer Team dabei?

Diese Aktion braucht das gesamte Team. Der erste Schritt ist deshalb, euch im Team zu verabreden: Sind wir dabei? Was können wir uns vorstellen? Von ver.di erhaltet ihr detaillierte Informationen zu Ablauf und Handlungsschritten. Kontaktiert eure Betriebsgruppe oder eure/n ver.di-Sekretär/in. Wer nicht weiß, wer das ist, schreibt eine Mail an gesundheit-soziales@verdi.de.

Quelle (und mehr): https://gesundheit-soziales.verdi.de/tarifvertrag-entlastung

Flugblatt als pdf

Sonntag, 27. August 2017

Sonntagsnotiz - in einem Monat startet der Vatikan die Spenden- und Solidaritäts-Kampagne „Share the Journey“, „Teile die Reise“.

Bei der Initiative gehe es darum „eine Menschenkette aus Liebe und Barmherzigkeit“ zu bilden, formuliert der Präsident des Caritas-Dachverbandes Caritas Internationalis in einem Brief, der in den vergangenen Tagen an die insgesamt 165 Mitgliedsverbände der weltweiten Caritas ging.

Freitag, 25. August 2017

Klinikpersonal entlasten: Das Soll ist voll!

Teams diskutieren notwendige Mindestbesetzungen

 Am Ende des Personals ist noch viel Monat übrig. Soll-ist-voll-Aktion in Heilbronn
Arne GailingAm Ende des Personals ist noch viel Monat übrig. Soll-ist-voll-Aktion in Crailsheim
„Das Soll ist voll! Und zwar am 27. des Monats“. So oder ähnlich könnte ein Ergebnis des neuen „Soll-ist-Voll-Rechners“ von ver.di aussehen. Dieser wird seit einigen Wochen in Baden-Württemberg erprobt. Sinn ist, dass Pflegeteams sich Gedanken darüber machen, wie viel Personal sie eigentlich haben müssten, um alle erforderlichen Aufgaben unter Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften durchzuführen – also um ganz normal zu arbeiten. Denn klar ist: mit den vorhandenen Personalressourcen können auf den meisten Stationen wichtige, zum Teil lebenswichtige Aufgaben entweder nicht vollständig abgedeckt werden, oder die Kolleg/innen gehen ständig über ihre Grenzen und verletzen gesetzliche Arbeitsschutzregeln. Der Rechner macht die Rahmenbedingungen sichtbar, die zu dieser Zwickmühle führen. Er errechnet aus den von den Kolleg/innen gemeinsam definierten Mindestbesetzungen pro Schicht, mit denen alle Aufgaben gut erledigt werden können, die Anzahl notwendiger Vollkräfte für die Station. Und er rechnet aus, wie viele Tage pro Monat mit dem vorhandenen Personal eigentlich  abgedeckt werden könnten, wenn pro Schicht ausreichend Personal geplant wird. Dabei könnte z.B. die eingangs erwähnte 27 herauskommen. Das bedeutet: Eigentlich reicht das Personal nur bis zum 27. des Monats – danach wären eigentlich keine Kolleg/innen mehr da.

Erste Erfahrungen in Baden-Württemberg zeigen, dass die Kolleg/innen die Diskussion sehr engagiert führen und im Anschluss mit neuen Argumenten in Aktionen und Aktivitäten für eine bedarfsgerechte gesetzliche Personalbemessung gehen.

[Quelle und mehr: https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung]

Donnerstag, 24. August 2017

Wünsch dir was in Weimar - Spielarten des Dritten Wegs in der Diakonie

Altenhilfe Sophienhaus setzt weiter auf Niedriglöhne und »Ersten Weg«. Erst mit »Gastmitgliedschaft« im Diakonischen Werk, jetzt durch Fusion mit Schwestergesellschaft.


Auf der Internetseite der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gibt es eine eigene Rubrik zum sogenannten Dritten Weg kircheninterner Lohnfindung. »Zweiter oder Dritter Weg – welcher Weg führt zum Ziel?«, so der Titel einer der dort präsentierten Publikationen. Doch in Teilen des diakonischen Trägers müsste es heißen: weder noch. So werden die Arbeitsbedingungen der rund 600 Beschäftigten in der Altenhilfe Sophienhaus gGmbH überhaupt nicht kollektivrechtlich festgelegt, sondern auf dem »Ersten Weg« des Arbeitgeberdiktats.

...


[Quelle (und mehr): https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/kirchen-und-arbeitsrecht]

Hochmut ist seitens der Caritas eher nicht angebracht: bei den Abwegen des Dritten Wegs bereichern sich die Phantasien der beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände gegenseitig.

Mittwoch, 23. August 2017

Da ist Musik drin - ver.di-Info-Post Altenpflege

Da ist Musik drin!

300 Kolleginnen und Kollegen demonstrieren in Bremen laut- stark für mehr Personal und Entlastung in den Kranken- häusern und in der Altenpflege....

Kommentar
Großartiger Beruf mit schlimmen Bedingungen...

Bundestagswahl
Entscheidend
  • Mehr Personal
  • Einheitliche Personalbemessung
  • Gute Pflege für Zuhause
  • Attraktive Ausbildung
  • Solidarische Bürgerversicherung
  • Pflegevollversicherung - das Zukunftsmodell
Interview
"Die Aussicht ist nicht vielversprechend"


Dienstag, 22. August 2017

ver.di-Wahlprüfsteine für den Sozial- und Erziehungsdienst

 ver.di setzt sich für bessere Lohn – und Arbeitsbedingungen und mehr Gerechtigkeit ein. Das bedeutet: Der Fachbereich Gemeinden hat klare Anforderungen an eine fortschrittliche und arbeitnehmer/-innenfreundliche Politik in den Sozial- und Erziehungsdienstes. In zwei Flyern wurden nun diese Anforderungen zusammengefasst.

Unter andrem dringt ver.di darauf, dass der Ausbau der Kindertagesbetreuung fortgesetzt wird, dass die Arbeitsbedingungen in Kitas und den sozialen Diensten verbessert werden, dass die Tarifbindung und die Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte zur Beschäftigungssicherung und Qualifizierung gestärkt werden.

Und was wollen die Parteien? Der Fachbereich Gemeinden hat ausgewählte Aussagen der Parteien ver.dis-Forderungen gegenübergestellt. Wobei ein Flyer die Kindertagesbetreuung in den Mittelpunkt stellt, ein zweiter die Kinder- und Jugendhilfe.

Die Flyer Wahlprüfsteine als pdf:


Montag, 21. August 2017

Wählt Menschlichkeit Kampagne des Deutschen Caritasverbandes

Eine tolle Aktion des Deutschen Caritasverbandes; die Kampagne zur Bundestagswahl 2017:

WÄHLT MENSCHLICHKEIT

Die Kampagne bietet vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren und sich aktiv zu beteiligen!


Sonntag, 20. August 2017

Sonntagsnotizen: Gestaltung der Pflege in anderen europäischen Ländern

Die Facebookseite "Aktuelle Sozialpolitik" weist auf einige interessante Beiträge zum Pflegethema im Inforadio des rbb hin:
Pflegenotstand: Wer kümmert sich um die Kümmerer? "Macht endlich Politik".
Unter dieser Überschrift finden sich mehrere Beiträge des Inforadio robb: https://www.inforadio.de/…/schwerpunkt-pflege-in-der-krise.…
»Die Pflege ist in der Krise. Das weiß jeder, der ältere Angehörige hat. Es gibt zu wenige Pflegekräfte: Bereits heute fehlen rund 25.000, bis zum Jahr 2025 könnten es bis zu 200.000 werden. Die, die da sind, werden zu schlecht bezahlt - oder sind zu schlecht ausgebildet. Wer möchte unter diesen Umständen diesen Beruf ergreifen? Unsere Reporter haben sich angeschaut, welche Probleme es hier in Deutschland gibt und was im Ausland möglicherweise besser läuft. Außerdem sprechen wir mit Betroffenen und Experten.«
Neben anderen Beiträgen sei hier hier auf diesen verweisen:
Pflege in Dänemark: Eine andere Welt
Die Gesellschaft altert - nicht nur in Deutschland, in ganz Europa. Anlass für uns, genauer hinzuschauen, wie es die Nachbarn machen - zum Beispiel Dänemark. Dort wurde das Pflegesystem Ende der 80er-Jahre radikal umgebaut. Das Ziel damals wie heute: den Menschen möglichst viel Privatsphäre und eigene Entscheidungsfreiheit zu lassen. Gleichzeitig tut man viel dafür, den Beruf attraktiv zu machen. Carsten Schmiester berichtet über den dänischen Weg: https://www.inforadio.de/…/sendun…/bme/201708/17/154232.html

 Auch im Blog hatten wir das Thema schon und zwar vor fast drei Jahren:

Wir hatten damals auf einen Beitrag in der Neuen Caritas hingewiesen und auf eine Broschüre von WISO-Diskurs zum Thema.
Ein Diskussionsanstoß waren Aufsatz und Studie dann doch nicht.

Freitag, 18. August 2017

Auszubildende in den schulischen Gesundheitsberufen fordern Bezahlung: Tarifvertraglich vereinbarte Ausbildungsvergütungen sind zu finanzieren


Ministerium: Kassen müssen zahlen


Seit April verhandeln ver.di und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Einbeziehungen betrieblich-schulischer Auszubildender und angehender Notfallsanitäter/innen an Unikliniken in die Tarifverträge. Auf Initiative der Auszubildenden hat ver.di die Forderung aufgestellt, dass auch Medizinisch-Technische Assistent/innen, Physiotherapeut/innen, Diätassistent/innen, Orthoptist/innen, Logopäd/innen und Ergotherapeut/innen eine Vergütung auf dem Niveau der Auszubildenden in der Krankenpflege erhalten. Das heißt: 1.025,70 Euro im ersten, 1.091,70 Euro im zweiten und 1.198,00 Euro im dritten Ausbildungsjahr.

Bei früheren Gesprächen haben Unikliniken und Länder stets bezweifelt, ob die Krankenkassen die Ausbildungsvergütung für betrieblich-schulische Ausbildungsgänge refinanzieren würden. Bezahlt werde nur, wenn die Kliniken nicht anschließend auf den Kosten hängen blieben, so die Arbeitgeber. Seit dem 9. August ist diese Frage wohl geklärt. Bei einem Gespräch mit den Tarifvertragsparteien, dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen und dem Verband der Privaten Krankenversicherungen sowie der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat das Bundesgesundheitsministerium erklärt: Eine tarifvertragliche Regelung zur Ausbildungsvergütung für die betrieblich-schulischen Ausbildungsgänge an Unikliniken ist – sofern sie vereinbart wird – von den Kassen zu erstatten. Der Gesetzestext sei hier eindeutig. Komme ein Tarifvertrag zustande, so hätten die Kassen das mit den Krankenhausträgern entsprechend nachzuvollziehen.

Frank Bsirske:
»Das Bundesgesundheitsministerium hat klargestellt: Die tarifvertraglich vereinbarte Ausbildungsvergütung für Auszubildende in betrieblich-schulischen Gesundheitsberufen an Unikliniken ist von den Krankenkassen zu erstatten. Die Länder wollen jetzt diese klare Position bewerten und in der zweiten Oktoberhälfte die Verhandlungen mit ver.di fortsetzen. Je mehr Auszubildende jetzt aktiv werden und uns unterstützen, umso besser. Wir sind nah dran.«

Donnerstag, 17. August 2017

Seminar: Alter(n)sgerechte Arbeitsgerstaltung in der Altenpflege

Das DGB-Bildungswerk Bayern bietet unter dem Titel
"Alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung in der Altenpflege"
vom  10.10.2017 - 11.10.2017
ein Seminar im Auftrag von Verdi FB 3 Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen an:

Seminar-Nr: 834-204-2017/2TD

Das Seminar findet in der
KurOase im Kloster
Klosterhof 1
86825 Bad Wörishofen
statt.

Als Folge der Ökonomisierung in der Altenpflege bilden Zeitnot, Kostendruck und Arbeitsverdichtung die Rahmenbedingungen innerhalb derer die Pflegekräfte ihre Tätigkeit verrichten. Die hohe Effizienzorientierung in der Versorgung der Pflegebedürftigen führte zu einer Standardisierung und Technisierung in der Pflegetätigkeit. Die alternskritischen Arbeitsbedingungen führen dazu, dass viele Pflegekräfte nach nur kurzer Verweildauer im Beruf wieder aussteigen. Die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege sind durch hohe körperliche und psychische Belastungen geprägt. Um den Verschleiß der Gesundheit jüngerer Beschäftigter zu verhindern und Älteren die Bewältigung der Pflegetätigkeit überhaupt noch zu ermöglichen, stellt sich die Frage, wie die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege alters- und alternsgerecht(er) gestaltet werden können?

Mittwoch, 16. August 2017

Veranstaltungshinweis: Fachtagung Behindertenhilfe 19. - 20. September 2017 in Dortmund

Vom 19.09.2017, 09:00 – 20.09.2017, 13:00 findet in Dortmund die diesjährige Fachtagung Behindertenhilfe für betriebliche Interessenvertretungen aus der Behindertenhilfe

Thema der Tagung: "Krank durch Arbeit?! Das Bundesteilhabegesetz - und nun?!"

Im Mittelpunkt dieser Tagung stehen die Arbeitssituationen von Beschäftigten in der Behindertenhilfe und das Bundesteilhabegesetz mit wesentliche Inhalten und die für die Betrieblichen Interessenvertretungen der Behindertenhilfe damit verbundenen Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten.

Mit der Kombination aus Experteninput und Erfahrungsaustausch besteht die Gelegenheit, Anregungen für das eigene Handeln zu entdecken und Ansätze zur Umsetzung mitzunehmen.

Weitere Informationen/Anmeldemöglichkeiten: https://gesundheit-soziales.verdi.de

Es besteht noch bis 25. August 2017 die Möglichkeit, sich anzumelden.

Montag, 14. August 2017

Klinikpersonal entlasten: Arbeitgeber in der Pflicht!

Die Gewerkschaft ver.di hat ausgewählte Krankenhäuser in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. »Die Arbeitgeber müssen endlich Verantwortung übernehmen«, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Doch die Klinikbetreiber reagieren ängstlich und empfindlich – statt die Chance zu nutzen, gemeinsam mit ver.di für bessere Bedingungen zu sorgen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die Forderung nach einem Tarifvertrag Entlastung mit Verweis auf den »leergefegten Arbeitsmarkt« als »absolut inakzeptabel« bezeichnet. Doch ver.di lässt den Fachkräftemangel als Ausrede nicht gelten. Laut einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts von 2016 sind weniger als zwei Prozent der Pflegestellen auf Normalstationen unbesetzt. Vor allem aber sind die Probleme hausgemacht: Die schlechten Arbeitsbedingungen führen dazu, dass der Krankenstand höher, die Verweildauer im Beruf geringer, der Anteil an Teilzeitkräften und Frühverrentungen größer ist als in anderen Berufen. Der Fachkräftebedarf ist also ein Argument für, nicht gegen verbindliche Personalvorgaben und Tarifregelungen zur Entlastung.

Baden-Württemberg: Uniklinik-Arbeitgeberverband zu Verhandlungen aufgefordert



Sonntag, 13. August 2017

Sonntagsnotizen - Die zwei Martyrien des Oscar Romero

Am Freitag hat Radio Vatikan an Oscar Romero erinnert
Er steht für die Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils und den Einsatz für Arme und Leidende aus dem Geist des Evangeliums. Und genau deswegen wurde er ermordet: Vor genau 100 Jahren wurde Oscar Arnulfo Romero geboren, der 1980 während der Feier einer Messe von einem Soldaten erschossen wurde.
in seiner Predigt hatte er noch kurz vor seiner Ermordung gesagt:
„Wer sich davor hütet, die Gefahren des Lebens auf sich zu nehmen, so wie es die Geschichte von uns verlangt, der wird sein Leben verlieren. Wer sich hingegen aus Liebe zu Christus in den Dienst der anderen stellt, der wird wie das Samenkorn, das stirbt, aber in Wirklichkeit lebt."
Quelle: Radio Vatikan

Im Verteilungskampf zwischen Arm und Reich, in der Rivaltität zwischen Schwachen und Mächtigen kann es für Beteiligte keine "Neutralität" geben. Wer beteiligt ist, wer etwas ändern kann, das aber nicht wenigstens beständig versucht, stellt sich auf die Seite der Mächtigen. Er sündigt durch Unterlassen.

Samstag, 12. August 2017

Kein Gerücht: Katholische Kliniken brechen Gespräche mit Ver.di ab, weil Ver.di Briefe von Mitarbeitern an den Bischof weitergeleitet hat

"Die Marienhauskliniken im Saarland und das Caritaskrankenhaus in Saarbrücken haben die Gespräche mit der Gewerkschaft Verdi über eine Entlastung des Klinikpersonals offenbar einseitig für beendet erklärt. Das teilte Verdi am Freitag mit. Als Begründung hätten die katholischen Krankenhäuser der Gewerkschaft Vertrauensbruch vorgeworfen, weil diese 14 Briefe von Beschäftigten an den Trierer Bischof Stephan Ackermann weitergeleitet habe, heißt es in der Mitteilung..." 

Auch die Junge Welt berichtet über denselben Konflikt: Junge Welt: "Christliche Nächstenliebe
Katholische Kliniken im Saarland wollen nicht mehr mit Verdi über Entlastung der Beschäftigten reden. Kommunale Häuser hingegen schon"

Freitag, 11. August 2017

Sozialpolitik im Parteiprogramm

Die Parteien, die voraussichtlich im nächsten Bundestag vertreten sein werden, haben ihre Wahlprogramme beschlossen und veröffentlicht. Der Bereich Sozialpolitik im Ressort 5 hat eine Synopse zu den Aussagen der CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, der FDP und der AfD über die Themen Rentenpolitik, Krankenversicherung bzw. Bürgerversicherung, Arbeitsschutz und Pflege erstellt.

Zusammenfassend ist festzuhalten:

Donnerstag, 10. August 2017

Alle reden vom Fachkräftemangel in der Pflege

Vorgestern hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine Pressemitteilung gegen ver.di verbreitet. Am meisten stört sie, "dass ver.di in einer bundesweiten Aktion Krankenhäuser unter Druck setzt und zu Verhandlungen über Personalbesetzungen auffordert". Mehr Personal in Krankenhäusern zu fordern, wo gar keine Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt verfügbar seien, damit mache ver.di es sich zu leicht, sagt die DKG.

Ver.di zum Thema:

Alle reden vom Fachkräftemangel

Alle reden vom Fachkräftemangel in der Pflege. Wie groß ist das Problem?

Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) hat 2016 für den Pflegedienst auf Normalstationen in Krankenhäusern festgestellt, dass bundesweit knapp 3.900 Vollzeitstellen unbesetzt waren. Das entspricht weniger als zwei Prozent aller Stellen. Im OP- und Anästhesiedienst lag der Anteil mit rund drei Prozent etwas höher. Bei den Medizinisch-Technischen Assistent/innen blieben bundesweit 470 von etwa 27.000 Stellen unbesetzt. In den Intensivstationen sind nach einer Erhebung des DKI 2017 3.150 Stellen vakant, das sind (unter Berücksichtigung der Teilzeitquote) 4,7 %, bei den Hebammen lag der Anteil der offenen Stellen mit rund sechs Prozent am höchsten. Fazit: Von einem flächendeckenden Mangel an Fachkräften kann bislang keine Rede sein, auch wenn es regionale Unterschiede gibt.

Welche Interessen verfolgen die Krankenhausbetreiber in der derzeitigen Debatte?

Mittwoch, 9. August 2017

Heute 10:10 Uhr: Deutschlandfunk/Länderzeit: "Shopping als sonntägliches Freizeitangebot"

In der Sendung des DLF "Länderzeit" diskutieren heute um 10:10 Uhr
  • Dr.Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen
  • Christoph Dammermann (FDP), Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp, Erzbistum Köln
  • Georg Wäsler, Ver.di-Gewerkschaftssekretär für den Handel in Bayern
Die Sendung "Shopping als sonntägliches Freizeitangebot" befasst sich mit der von Handelskonzernen geforderten Erweiterung der Öffnungszeiten. 
Aus dem Sendungsinfo des DLF:

Den Pulli für kühle Abendstunden, das neue Smartphone, das man sich mal gönnen möchte, die Freizeitlektüre für den Urlaub – längst ist das sonntägliche Einkaufsvergnügen auch bei uns Realität. Nur dass davon nicht der Einzelhandel in den Innenstädten profitiert, sondern Amazon & Co, denn geshoppt wird sonntags online – oder zum Beispiel in Maastricht. Die kleine niederländische Grenzstadt wirbt mit ihrem breiten Kaufangebot unweit der deutschen Grenze, auch an Sonn- und Feiertagen. Und die deutschen Innenstädte sind leer.

Dienstag, 8. August 2017

ver.di-Aktionsstreik heute an der Berliner Charité

Unter dem Motto „Wir setzen die Rosarote Brille auf“ ruft ver.di für den 8. August 2017 zum Aktionsstreik an der Charité auf. Hintergrund sind die stockenden Verhandlungen zur Weiterentwicklung des Tarifvertrags Gesundheitsschutz.

„Laut Aussagen des Vorstandes verbessert sich die Arbeitssituation an der Charité kontinuierlich. Die Beschäftigten erleben aber Personalmangel und ständige Arbeit in Unterbesetzung. Deshalb setzen wir an diesem Aktionsstreik die Rosarote Brille auf, um die Perspektive des Vorstandes besser nachvollziehen zu können“, erklärt Dana Lützkendorf von der ver.di Tarifkommission.

Quelle und mehr:  https://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/branchen-berufe/krankenhaeuser/charite

siehe auch
Tagesspiegel: Streik für Personal - und Kritik an der Bundespolitik


Montag, 7. August 2017

Du hast die Wahl: Ein gutes Gesundheitswesen für alle

 Das Gesundheitswesen ist für die Menschen da. Kranke, pflege- und hilfebedürftigen Menschen müssen unabhängig von ihrem Einkommen und sozialem Status gut und sicher behandelt, versorgt und gepflegt werden. Doch immer mehr wird die Gesundheitsversorgung zum großen Geschäft. Das muss aufhören. Und dafür ist es nicht egal, wer in der Regierung sitzt.
Der ehemalige Bundesgesundheitsminster Daniel Bahr (FDP) hat mit der Einführung des Pflege-Bahr offensichtlich Klientelpolitik betrieben. Statt die Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung auszubauen, die das Pflegerisiko abdeckt, hat er Zuschüsse für eine zusätzliche private Versicherung eingeführt. Ein gutes Geschäft für die Versicherungskonzerne. Und sicher kein Zufall, dass Bahr heute im Vorstand der Allianz Private Krankenversicherung sitzt.
Ob bei niedergelassenen Ärzten, im Krankenhaus oder in der Altenpflege: Die Versorgung muss aus Sicht der Patienten und pflegebedürftigen Menschen organisiert werden. Die Beschäf- tigten im Gesundheitswesen haben gute Arbeitsbedingungen verdient. Stattdessen: Steigende Zuzahlungen für Medikamente, lange Wartezeiten für einen Termin beim Facharzt und gestresste Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Der Markt richtet es eben nicht. Die Politik muss umsteuern.














Wir wollen eine gerechte und solidarisch finanzierte Gesund- heitsversorgung. Die Gesetzliche Krankenversicherung muss umgehend wieder paritätisch finanziert werden, zu gleichen Teilen von  Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Unser gewerkschaftliches Ziel ist die solidarische Bürgerversicherung. Sie sorgt dafür, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit ihren unterschiedlichen Einkommen einbezogen und Menschen mit höheren Einkommen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden. Starke Schultern dürfen mehr tragen!

Samstag, 5. August 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die deutschen Bischöfe bei der Umsetzung der gemeinsam beschlossenen Rahmen-MAVO in den einzelnen Diözesen eine große Vielfalt walten lassen wollten. Besorgte Dienstgeber könnten aber beruhigt sein: es sei nicht geplant, krichliche und caritative Dienstgeber zu enttäuschen. Wenn man lange Gesichter produzieren wolle, werde man in bewährter Manier schließlich auf die der Beschäftigten zurückgreifen.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 4. August 2017

DGB-Streitzeit Bayern: Arbeitzeit - Flexibel und ohne Grenzen

Die aktuelle Streitzeit befaßt sich mit dem Thema Arbeitszeit:

Streitzeit - Arbeitszeit: Flexibel und ohne Grenzen?
Die Arbeitszeit ist wieder Gegenstand politischer Kontroversen. Bereits vor einigen Jahren hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) die anstehenden Veränderungen in der Arbeitswelt (zusammengefasst unter dem Stichwort „Digitalisierung“) genutzt, um tabula rasa bei Arbeitszeiten zu fordern: Wegfall von Schutzrechten, keine Höchstarbeitszeiten, usw., das altbekannte Lied der Arbeitgeber.
Flexibel für wen?
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) setzt nun mit ihrer Öffentlichkeitskampagne noch einen drauf, kleistert zahlreiche Orte mit ihren Forderungen voll und verspricht dabei „Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit“.
Wenn die Arbeitgeber „Flexibilisierung“ fordern, geht es immer um Flexibilisierung in ihrem Sinne. Flexibel sollen Arbeitnehmer immer dann sein, wenn es den Interessen der Arbeitgeber und Betriebe zupass kommt. 
[...]
[Quelle und mehr:  http://bayern.dgb.de/themen

Arbeitszeit auf dem Prüfstand

Donnerstag, 3. August 2017

Mythos Pflegekammer - umfassende Auseinandersetzung und Willensbildung zum Thema in Ver.di

Die Ver.di-Themenseite "Pflegekammer" informiert umfassend und kritisch über das Thema "Pflegekammer", das in regelmäßigen Abständen in der öffentlichen Debatte auftaucht.




Interessant ist übrigens ein Blick in die Vorstandsriege der aktuellen Landespflegekammer Rheinland-Pfalz: der Umstand, dass die Mitglieder mehrheitlich aus katholischen Einrichtungen kommen, heißt auch, dass Wert und Bedeutung von Tarifverträgen nicht unbedingt den höchsten Stellenwert hat. Wenn man sich den beruflichen Hintergrund der Vorstandsmitglieder betrachtet, muss man feststellen, dass der berufliche Pflegealltag nur noch sehr indirekt vertreten ist: Pflegedirektion, Qualitätsmanagement, Beratung und Geschäftsführung sind die genannten Professionen aller (!) Vorstandsmitglieder.