Donnerstag, 22. Juni 2017

DGB zu sachgrundlosen Befristungen - Initiativen der Mitarbeiterseite der Zentralkoda zum Thema

Sachgrundlose Befristungen sind Thema im aktuellen arbeitsmarktaktuell des DGB: http://www.dgb.de/themen/

Die Broschüre "Sachgrundlose Befristungen - ein Massenphänomen" stellt Informationen zu Entstehung und aktuelle Situation der gesetzlichen Regelungen zur sachgrundlosen Befristung übersichtlich zusammen, analysiert die Folgen und mündet schließlich in Forderungen zur Abschaffung der sachgrundlosen Befristung und zur Eingrenzung von Befristungen mit Sachgrund.

Die Zentral-Koda hatte die Forderung nach Abschaffung der sachgrundlosen Befristung im Bereich der Katholischen Kirche Anfang März gestellt:
Mitarbeiterseite der Zentral-KODA beantragt Abschaffung der sachgrundlosen Befristung

Für November 2017 ist ein Antrag in der Zentral-KODA in Form eines mehrheitsfähigen Beschlusses ins Auge gefaßt.

Interessant wird sein, inwieweit die Zentral-KODA nach den Bundestagswahlen zur Sache dann politische offene Türen einrennen wird oder aber einen Kontrapunkt zum politischen Trend setzen muss...


Auf die Unterstützung durch die deutschen Bischöfe hatten wir bereits vor einem Jahr hingewiesen:

Mittwoch, 21. Juni 2017

Gesundheitsministerkonferenz: Beschäftigte aus Krankenhäusern und Altenpflege demonstrieren gegen Personalmangel

Beschäftigte aus Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen nehmen die heutige Konferenz der Gesundheitsminister zum Anlass, auf den Personalmangel in der Pflege aufmerksam zu machen. „Wir lassen nicht locker. Immer und immer wieder erinnern wir die politisch Verantwortlichen daran, dass eine gute Pflege und Gesundheitsversorgung genügend Personal braucht“, betont Sylvia Bühler, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Wir machen Rabatz, weil die Beschäftigten im Gesundheitswesen unter der Personalnot leiden und viele darüber krank werden. Drei Monate vor der Bundestagswahl erinnern wir die Gesundheitsminister an ihre Verantwortung.“ Bühler appelliert an die Gesundheitsministerinnen und -minister: „Schaffen Sie endlich wirkungsvolle Regelungen für die Beschäftigten in der Altenpflege und den Krankenhäusern und zeigen Sie damit, dass Sie die Alarmsignale verstanden haben.“

Im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz übergibt eine Delegation von Beschäftigten aus dem gesamten Bundesgebiet gemeinsam mit ver.di-Bundesvorstandsmitglied Bühler „Appelle für mehr Personal im Krankenhaus“, die von zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet wurden.

Bundesweit fehlen in den Krankenhäusern 162.000 Stellen, allein 70.000 in der Pflege. In der Altenpflege hat sich der Personalmangel seit Jahresbeginn verschärft, weil durch die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs mehr Menschen Anspruch auf Pflegeleistungen haben. Deshalb hätte spätestens mit dem Pflegestärkungsgesetz III gleichzeitig die Personalbemessung in der Altenpflege eingeführt werden müssen. ver.di fordert eine gesetzlich geregelte bundeseinheitliche Personalbemessung in Altenpflege und Krankenhäusern und Sofortprogramme für mehr Personal.

Dienstag, 20. Juni 2017

83 Jahre Reichskonkordat - was ist des Kaisers und was ist Gottes?

Die Glocken des Petersdoms läuteten, als am Mittag des 20. Juli 1933 unter Anwesenheit eines Fotografen die feierliche Unterzeichnung des Vertrags zwischen dem Deutschen Reich und dem Heiligen Stuhl im Vatikanpalast erfolgte.
(Zitat aus www.spiegel.de)

Mit diesem Vertragswerk wurde zwischen Deutschland und der katholischen Kirche eine Regelung gefunden, was "Gottes" und was "des Kaisers" ist.

Auch heute gibt es (wieder) Diskussionen um die Abgrenzung von Staat und Kirche.

Montag, 19. Juni 2017

Novellierung der MAVO

Heute steht eine weitere Novellierung der MAVO-Rahmenordnung auf der Tagesordnung der Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD). Die Rahmenordnung ist Grundlage für die entsprechenden (Erz-)diözesanen MAVO-Regelungen in den 27 deutschen (Erz-)Diözesen.

Eine durch den VDD eingerichtete Arbeitsgruppe hat einen Entwurf vorgelegt, dessen letzte Fassung vom 27. März 2017 deutlich macht, dass mit keinen gravierenden Verbesserungen zu rechnen ist, schon gar nicht mit der Berücksichtigung von Forderungen seitens der Mitarbeitervertretungsorgane in der katholischen Kirche, etwa hinsichtlich des  vehement eingeforderten Themas Unternehmensmitbestimmung.

Die wesentlichen Inhaltsänderungen reduzieren sich auf die Festlegung des Einrichtungsbegriffs, die Einbeziehung von Leiharbeitnehmern, Änderungen zur Regelungen zur Gesamt-MAV sowie die Einführung der Möglichkeit eines Wirtschaftsausschusses.

Auch diese kleinen Änderungen waren Gruppen von Dienstgebern schon zu viel, sodass sie in den letzten Wochen vor dem geplanten Beschlusstermin noch vor den Folgen der MAVO-Novellierung warnen glaubten zu müssen.
Prof. Oxenknecht-Witzsch hingegen relativiert sowohl die Aufregung als auch die Erwartungen:
"Warum ein so aufwendiges Verfahren mit einem so begrenzten Regelungsauftrag versehen wurde, erschließt sich in der externen Wahrnehmung nicht." (ZMV 3/2017, S. 145)
Nachtrag 21. Juni 2017: die BAG-MAV berichtet heute, dass die Rahmenordnung vom VDD verabschiedet wurde. 

Im aktuellen Kircheninfo 30/2017 gibt es einen Beitrag unseres Kollegen Christof Mock zum Thema MAVO, den wir hier mit der freundlichen Genehmigung des Verfassers dokumentieren, er wirft einen eher unüblichen Blick auf die Szene:

Sonntag, 18. Juni 2017

Ver.di - Aktionswoche "Guter Lohn - Gute Rente" - morgen Auftaktveranstaltung München

Auftaktveranstaltungen am Montag, 19. Juni 2017


Im Rahmen einer Aktionswoche unter dem Motto „Guter Lohn – Gute Rente“ informiert die Gewerkschaft ver.di in den Betrieben und Dienststellen warum ein Kurswechsel in der gesetzlichen Rentenversicherung dringend notwendig ist.

Link zur Bundespressekonferenz vom Freitag, 16. Juni 2017, 10:00 Uhr
Renten im Sinkflug - Vorstellung neuester Daten zu den Rentenerwartungen in Deutschland
mit
• Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
• Matthias Günther, Institutsvorstand des Eduard Pestel Institutes

ver.di tv - Für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik

Auftaktveranstaltung in München:

Die Auftaktveranstaltung findet im Rahmen einer politischen Mittagspause statt:

Sonntagsnotizen: Wirtschaftspolitik und Migranten

In einem Krefelder Brief vom 13. Juni gegen uneingeschränkten Wettbewerb fordern die Europäischen Arbeiterpriester
... eine andere Wirtschaftspolitik in Europa. Notwendig sei eine Abkehr vom Prinzip des uneingeschränkten Wettbewerbs, der Arbeiter verschiedener Länder weltweit gegeneinander ausspiele, zum Niedergang ganzer Industrieregionen führe und zur fortschreitenden Zerstörung der Umwelt beitrage,

Samstag, 17. Juni 2017

Heute in Bamberg, Regensburg, Fürth und Ingolstadt: Mehr von uns ist besser für alle !

17.06.2017 Bamberg

10:30 Uhr Treffpunkt aller TeilnehmerInnen am Bahnhof
11:00 Uhr Demonstrationszug in die Innenstadt, zum Gabelmann
11:30 Uhr Kundgebung am Gabelmann
12:30 Uhr Übergabe von mehr als 50.000 Unterschriften unserer bayrischen „Appelle für mehr Krankenhauspersonal“ an
Melanie Huml, Staatsministerin für Gesundheit und Pflege (vor Ort)

Kontakt: Christian Ascherl, 0170/5749048



17.06.2017 Regensburg

14:45 Uhr Treffpunkt aller TeilnehmerInnen am Hauptbahnhof
15:00 Uhr Demonstrationszug zum Neupfarrplatz,
15:30 Uhr Kundgebung am Neupfarrplatz

Kontakt: Manuela Dietz, 0160/905 586 52
Klaus Heyert, 0170/574 90 36



17.06.2017 Fürth

11:00 Uhr Treffpunkt aller TeilnehmerInnen am Klinikum Fürth
11:15 Uhr Demonstrationszug zum Platz an der Kleinen Freiheit
12:00 Uhr Kundgebung

Kontakt: Bernhard Bytom, 0160/907 032 03



17.06.2017 Ingolstadt

10:00 Uhr Treffpunkt aller TeilnehmerInnen am Rathausplatz
10:30 Uhr Demonstrationszug zum Josef-Strobl-Platz
11:00 Uhr Kundgebung

Kontakt: Arina Wolf, 0151-53873632


Nachtrag: Bericht im BR vom 17. Juni 2017

Freitag, 16. Juni 2017

Heute in Günzburg: Mehr von uns ist besser für alle!

16.06.2017 Günzburg
15:00 Uhr
Kundgebung Schnöllerplatz (unterhalb vom Stadttor) mit Übergabe der Unterschriften des „Schwäbischen Appells für mehr Krankenhauspersonal“ an Dr. Georg Nüßlein (stv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Mitglied der Expertenkommission Pflege).


Kontakt: Stefan Jagel, 0175-433 95 57

Donnerstag, 15. Juni 2017

Bayerischer Aktionstag: "Mehr von uns ist besser für alle"

ver.di fordert mehr Krankenhauspersonal

ver.di Bayern macht zwölf Wochen vor der Bundestagswahl mobil. Mit lokalen Kundgebungen in Bamberg, Günzburg, Ingolstadt, Fürth und Regensburg am 16./17. Juni wird auf die dramatische Personalsituation in den Krankenhäusern aufmerksam gemacht. In Bamberg werden Staatsministerin Melanie Huml über 50.000 Unterschriften „Für mehr Krankenhauspersonal“ überreicht. „Arbeiten im Krankenhaus macht krank. Beschäftigte werden zur chronischen Überschreitung ihrer Belastungsgrenzen genötigt, die Versorgung der Patienten leidet. Damit muss Schluss sein“, betonte Robert Hinke, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Soziales bei ver.di Bayern. „Patienten erwarten eine angemessene Versorgung, die Beschäftigten Entlastung. Mehr Personal ist besser für alle!“


Seit Jahren macht die Gewerkschaft ver.di auf den Personalmangel in den Krankenhäusern aufmerksam. Bundesweit fehlen etwa 162.000 Stellen. Allein in bayerischen Kliniken beläuft sich der Personalbedarf auf 21.000 zusätzliche Stellen, davon allein 10.000 in der Pflege. Deutschland spart am Krankenhauspersonal und gehört im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern in wichtigen Kennzahlen: Während in Dänemark auf 1.000 Einwohner 124 Beschäftigte kommen, in der Schweiz 108 oder Österreich immerhin noch 60, sind es in deutschen Kliniken nur 47 Personen. Besonders bedenklich sind die Verhältnisse in der Pflege. Hier kommen auf 1.000 Behandlungsfälle in Deutschland etwa 18 Pflegefachkräfte zum Einsatz, in Dänemark über 43, in der Schweiz 33 und in Österreich 22.

ver.di hat in den letzten zwei Monaten in Bayern über 50.000 Unterschriften gesammelt. „Kein Bundestagskandidat, kein Gesundheitspolitiker und kein Krankenhausgeschäftsführer wird im Bundestagswahljahr an den Forderungen der Beschäftigten vorbeikommen“, so Hinke. Die Gewerkschafter fordern eine gesetzliche Personalbemessung, kurzfristig 20.000 zusätzliche Vollzeitstellen in der Pflege. Sollten sich Politik und Arbeitgeber ihrer Verantwortung entziehen, müsse man auf tariflichem Wege Lösungen anstreben.

Weitere Informationen:

ver.di Bayern, Landesfachbereich Gesundheit und Soziales


Mittwoch, 14. Juni 2017

ver.di-Studie zu Digitalisierung und Arbeitsqualität im Dienstleistungssektor

Die vom ver.di-Bereich Innovation und Gute Arbeit herausgegebene Studie " Digitalisierung und
Arbeitsqualität" basiert auf den Daten des DGB-Index Gute Arbeit 2016 und beleuchtet unter anderem Fragen zu Arbeitsbelastung, -menge, Multitasking, mobile Arbeit, Work-Life-Balance, Veränderung von Entscheidungsspielräumen, Überwachung/Kontrolle durch digitale Technik, Beteiligung bei Technikeinführung und Qualifizierung.

Unterschiede zwischen den Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern sowie die Branchen IKT, Banken, Öffentliche Verwaltungen, Verkehr, Einzelhandel, Krankenhaus und Energieversorgung sind gesondert betrachtet worden. Die Branchenauswertungen werden von den jeweiligen ver.di-Bundesfachbereichsleitungen kommentiert.

Darüber hinaus gibt der Anhang zur Sonderauswertung einen Überblick über Studien zur Digitalisierung in den Branchen, greift das Thema Geschlechter(un)gerechtigkeit auf und stellt derzeitige ver.di-Aktivitäten für Gute Digitale Arbeit vor.

Die Ergebnisse zeigen u.a.: