Sozial- und Erziehungsdienste, Behindertenhilfe und Kitas - Kindertagesstätten

Auf der fachbereichsübergreifenden Konferenz für die Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe am 18./19. November 2016 wurde nach intensivem Austausch und informativer Diskussion u.a. die Kasseler Erklärung verabschiedet.
Die Kasseler Erklärung greift die Thematik Novellierung des KJHG (SGB VIII) auf und wendet sich u.a. massiv gegen eine Regionalisierung und Öffnung der Leistungsgewährung nach Kassenlage.



Kasseler Erklärung als pdf


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Gerade rechtzeitig vor Weihnachten gibt es neue Beiträge / Dateien in der Gruppe "Soziale Berufe aufwerten":


22.12.15
Ufassung ÄVereinbarung 7 TVöD-B.pdf
https://mitgliedernetz.verdi.de/gruppen/wsp/278/areas/1242/fileboxes/7689/files/#file-8299

22.12.15
Antrag Überleitung S-Tabelle SuE 2015.doc
https://mitgliedernetz.verdi.de/gruppen/wsp/278/areas/1242/fileboxes/7689/files/#file-8298

22.12.15
Flugblatt SuE Dezember 2015 Redaktion abgeschlossen.pdf
https://mitgliedernetz.verdi.de/gruppen/wsp/278/areas/1242/fileboxes/7689/files/#file-8300

22.12.15
Ufassung ÄVereinbarung 7 TVöD-B.pdf
https://mitgliedernetz.verdi.de/gruppen/wsp/278/areas/1242/fileboxes/7689/files/#file-8301


Eure Mitgliedernetzredaktion
https://mitgliedernetz.verdi.de



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Jetzt Aufwertung auch für Caritas-Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst
Im aktuellen Info der AK-Mitarbeiterseite informiert diese über den Stand der Aufwertungskampagne Sozial- und Erziehungsdienst bei der Caritas.

Die ak.mas fordert einen raschen Abschluss für die gesamte Caritas. Im verfaßten Bereich der katholischen Kirche erfolgt die Übernahme des Tarifergebnisses des Öffentlichen Dienstes durch eine sogenannte "Tarifautomatik". (Diese greift übrigens auch dort, wo die TVöD-Tarifauseinandersetzung nicht von Beschäftigten begleitet und unterstützt wurde. Und auch in der katholischen Kirche gibt es darüber hinaus eine Spaltung zwischen denjenigen, die - vgl. Matthäus 6,26 - die Früchte des 2. Weges ernten und jenen die dies noch nicht tun.)

Für den Caritasbereich ist der "erste Schritt", von dem das akmas-Tarifinfo redet, noch nicht vollendet und ein Stolpern nicht ausgeschlossen. Die Mitarbeiterseite der AK tagt diese Woche und wird die Lage wohl thematisieren und am 10. Dezember tagt die Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission. Im günstigsten Fall wird es am 10. Dezember zu einem Bundesbeschluss kommen, der aber zur Wirksamkeit noch seiner regionalen Umsetzung bedarf, für die in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist.

SuE-Tarif-Info 10 als pdf

PS. Die Zentralkoda hat kürzlich (16.11.) gemeldet:
Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst
Die Mitarbeiterseite der Zentral-KODA geht davon aus, dass die Ergebnisse der SuE-Aufwertungskampagne im öffentlichen Dienst unmittelbar auch für die Kolleginnen und Kollegen in der katholischen Kirche und ihrer Caritas übernommen werden. Die Dienstgeberseite widersprach dem nicht.



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Urabstimmung im Sozial- und Erziehungsdienst:

In der Urabstimmung zum Tarifergebnis vom 30. September 2015 haben sich 57,2 Prozent der ver.di-Mitglieder für die Annahme ausgesprochen. „Damit wird ein erster Schritt in Richtung Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe erzielt, und die Entgelte werden rückwirkend zum 1. Juli 2015 angehoben“, erklärt Wolfgang Pieper, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).


Mit dem Tarifergebnis werden vor allem jüngere Erzieherinnen und Erzieher in den unteren Erfahrungsstufen besser gestellt als zuvor. In der erzieherischen Regeltätigkeit erhalten Vollzeitbeschäftigte zwischen 93 und 138 Euro mehr pro Monat. Zusätzlich gibt es nun auch Verbesserungen für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Allgemeinen Sozialdienst (S 14), die vom Schlichtungsergebnis nicht profitiert hätten. Sie erhalten nun zwischen 30 und 80 Euro monatlich mehr. Wie in der Schlichtungsempfehlung vorgesehen, profitieren auch die Leitungen von Kindertagesstätten und Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Kinderpflegerinnen.

Zur Aufwertung gehörten nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch gute Bedingungen, um die Qualität der frühkindlichen Bildung zu verbessern. „Die Politik ist jetzt aufgefordert, nicht nur von der Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes zu reden, sondern auch die Verbesserungen zu schaffen, mit denen die Bedingungen in den Einrichtungen verbessert werden“, betonte Pieper. Das sei auch insbesondere im Hinblick auf Flüchtlingskinder und Jugendliche dringend notwendig. Dazu gehörten vor allem zusätzliche Investitionen in Personal- und Sachmittel.

Quelle: Pressemeldung ver.di vom 29.10.2015


(Bei der GEW liegt die Zustimmungsquote bei 72,06 %)


Aufgrund der "Vergütungsautomatik" im Bereich der bayer. Regional-KODA und im Bistum Speyer wird die Tariferhöhung zum gleichen Zeitpunkt wie bei den Kommunen auch bei den Beschäftigten der katholischen Pfarrkindergärten wirksam.



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Aus dem Bundeskongress - Diskussion zum Sozial- und Erziehungsdienst:
Zu einem Inititiativantrag "Solidarität mit dem Kampf um Aufwertung bei den Sozial- und Erziehungsdiensten" gab es eine bemerkenswerte Diskussion, die wir hier in Auszügen aus dem Tagesprotokoll wiedergeben wollen (kursive Hervorhebungen durch den Autor):
Delegierter Clemens Selzer: ...
Seit heute Morgen sehen unsere Arbeitgeber rot. Die Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst sind heute aufgefordert, in roter Kleidung zum Dienst zu kommen und ihren Arbeitgebern zu signalisieren: Leute, legt am Montag, legt bei den nächsten Tarifverhandlungen ein ordentliches Angebot auf den Tisch! (Beifall)
...
erhebt euch doch einfach mal, wenn ihr schon reit seit (Beifall - Zahlreiche Delegiere mit roten T-Shirts erheben sich von ihren Plätzen - Einige Delegierte schwenken rote Papierblätter)
...
Delegierter Hans-Jürgen Schneider: ...
Es geht um eine gesellschaftliche Auseinandersetzung. Wir wollen, dass in den Bereichen Sozial- und Erziehungsdienste und Pflege klassische Frauenberufe endlich aufgewertet werden. Die gesellschaftliche Arbeit, die Kolleginnen und Kollegen dort leisten, ist scheiße bezahlt.
...
Dann rufen wir eben nicht nur die Kolleginnen und Kollegen der kommunalen Arbeitgeber raus, sondern wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst und in der Pflege an einem Tag zu einem Streik auf, der sagt: Wir wollen endlich die Bezahlung haben, die den Kolleginnen und Kollegen zusteht. (Beifall)
...
Delgierter Helmut Born: ...
Gerade in dieser Aufwertungskampagne ist es wichtig, dafür einzutreten, dass diese Berufe auch entsprechend bezahlt werden, was absolut möglich und notwendig ist. Und dann ist es eben Aufgabe der Gesamtorganisation, dafür zu sorgen, dass wir diese Tarifrunde erfolgreich beenden. Deswegen ist es natürlich auch so besonders wichtig, dass alle Fachbereiche sich daran beteiligen. Aber ich gehe auch noch darüber hinaus. Der DGB hat ja auch schon Sachen organisiert wie diese Demonstration kurz vor der Schlichtungsempfehlung. Es ist eben Aufgabe der gesamten Gewerkschaftsbewegung, dass wir in dieser Tarifrunde zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen.
...
....
Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender ...
Der Antrag in der Ursprungsfassung .... orientiert die Organisation darauf, für den Fall, dass ein Streik notwendig und unausweichlich ist, die Streikenden massiv zu unterstützen. Das werden sie brauchen, weil diese Auseinandersetzung in hohem Maß in der Öffentlichkeit entschieden werden wird.

Die Kolleginnen und Kollegen, die diesen Streik getragen haben, haben in einer Mitgliederbefragung das Schlichtungsergebnis mit 70 Prozent abgelehnt. Deswegen ist völlig klar, dass die Verhandlungen am Montag und Dienstag in der nächsten Woche eine Verbesserung bringen müssen. Andernfalls droht unausweichlich die Eskalation dieses Konflikts. Ihn dann als eine Angelegenheit der gesamten Organisation anzugehen und zu überlegen, wie wir dann die Streikenden aus der Organisation heraus unterstützen können, das ist das Anliegen dieses Antrags. Und das ist aus meiner Sicht auch zutiefst berechtigt. (Beifall)
Wir sollten allerdings darauf achten, dass wir das, was diese Kolleginnen und Kollegen insgesamt zu bewältigen haben, nicht überfrachten. Wir werden nicht die Schuldenbremse weggestreikt kriegen.
Was wir auch nicht machen werden, Kolleginnen und Kollegen, ist dieses: Wir werden hier nicht vor der Presse Fragen der Streiktaktik und der Streikform im Einzelnen diskutieren. (Beifall)
Ich habe mich sowohl in meinem mündlichen Geschäftsbericht als auch in meiner Grundsatzrede zweimal zur Frage der Fortsetzung dieser Auseinandersetzung eingelassen, ich glaube, auf eine sehr klare und eindeutige Weise. Wir gehen am Montag und Dienstag nächster Woche in die Verhandlungen mit der klaren Erwartung, dass ein Verbesserungen gegenüber der Schlichtungsempfehlung geben muss. Das wird zu würdigen sein. Diese Würdigung wird, wenn es zu Verbesserungen kommt, mit den Streikdelegierten zu diskutieren sein und anschließend auch einer Bewertung durch das zuständige satzungsmäßige Gremium der Bundestarifkommission zu unterziehen sein. Je nachdem, wie das Ergebnis am Dienstag dann auch ausgefallen sein wird, haben wir eine Grundlage, die wir entweder einer Urabstimmung zuführen, oder wir haben eine klare Ausgangslage in Richtung Streik. Dann werden wir diesen Streik mit aller Konsequenz und in aller Härte organisieren mit dem Ziel, ihn zu gewinnen, Kolleginnen und Kollegen. Das ist unsere Orientierung. Und die verdient die Unterstützung der gesamten Organisation. (Beifall)





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Unser Protest hat eine Farbe! Wer Aufwertung will trägt rot!!! T-Shirts, Pullis, Halstücher, alles in sehen wir rot! 
Aufwertungsfarbe. Vor allem bei der Arbeitgeber. Weil die Arbeitgeber sich nicht bewegen, Die nächsten Termine:
24. September
Bundesweiter Aktionstag in der Behindertenhilfe
28.-29. September
Verhandlungen mit dem VKA
Ab 30. September
...das liegt an den Arbeitgebern! Aufwertung oder...








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Alles ruhig?

Noch!
Immerhin wird der Sommer von den Medien gut genutzt, um die Thematik zu vertiefen. Eine Reihe von Beiträgen fanden wir besonders bemerkenswert:

  • Montag: "Ohne Umverteilung wird das Soziale zum Luxus" erklärt Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann in einem Gespräch mit heute.de: "Ohne Regulierung, die auch Momente der Umverteilung einschließt, droht eine Rückkehr zu überwunden geglaubten Zeiten einer Schicht von Superreichen, die nicht wissen, wohin mit all den Überschüssen, die ihnen zufließen, und den vielen anderen, deren Einkommen bestenfalls stagnieren, die Angst vor dem Absturz haben und deren Jobs immer stressiger werden."
    Der Beitrag ist mit einer Reihe weiterer Artikel und Videos zum Thema verlinkt.
  • Dienstag: Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht ihre Studie "Ländermonitorung Frühkindliche Bildungssysteme":
    Ergebnis:
    "Trotz positivem Trend: zu wenig Personal in Kitas. Drei Kinder oder sechs? Das Betreuungsverhältnis in einer Kita sagt viel über deren pädagogische Qualität – und über die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen und Erzieher. Diese sind vielfach belastet durch ungünstige Personalschlüssel, befristete Arbeitsverträge und besonderen Zeitdruck für Teilzeitkräfte."
    Als Symptom der vielbeschworenen angeblichen Wertschätzung darf man wohl den Gegenstand folgender Feststellung betrachten:
    "Für eine Branche, die über hohen Fachkräftemangel klagt, ist zudem der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse erstaunlich hoch. Obwohl unbefristete Arbeitsverhältnisse gemeinhin die Bindung an einen Arbeitgeber stärken, haben 41 Prozent der ausgebildeten Fachkräfte unter 25 Jahren ein befristetes Arbeitsverhältnis. Auch unter den Inklusionsfachkräften ist jede Dritte nur mit einem Zeitvertrag ausgestattet. Lediglich die Kita- und Gruppenleitungen werden als Stammpersonal fast durchgängig unbefristet beschäftigt."
  • Mittwoch: die Süddeutsche Zeitung kommentiert das Ergebnis der Bertelsmann-Studie ("So unterschiedlich werden Kinder betreut." in einem anregenden Kommentar:
    Kinderbetreuung - es gäbe jetzt Geld dafür:
    "Wer nicht will, dass Kinder um frühe Bildung gebracht werden und Ostdeutsche um Gerechtigkeit, muss erheblich mehr in Kitas investieren. Die Mittel aus dem gekippten Betreuungsgeld kommen da gerade recht. Die Familienministerin aber muss kämpfen, will sie das Geld in Kitas stecken. Der Finanzminister erwägt, damit andere Finanzlöcher zu stopfen. Das wäre bequem, aber verkehrt. Union und SPD haben vereinbart, die Qualität von Kitas und Ganztagsschulen zu verbessern. So steht es im Koalitionsvertrag. Und versprochen wird nicht gebrochen.
Die verlinkten Beiträge sind alle natürlich auch in der erweiterten Originalfassung lesenswert; zudem sind sie alle auch mit weiterführenden Materialien und Infos verlinkt.



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Das aktuelle Tarifinfo informiert über die Verhandlungen am 13. August 2015 für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Es hat kein verbessertes Angebot der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gegeben, sodass ver.di die Verhandlungen erneut für gescheitert erklärt hat.

Tarifinfo als pdf

Auch wir bei der Caritas haben allen Grund, uns auf die Wiederaufnahme der Streiks
für Anfang Oktober mit veränderten Streikformen einzustellen und unsere Unterstützung in der fortzusetzenden Aufwertungskampagne vorzubereiten!







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Der Einsatz geht weiter - gemeinsam für angemessene und faire Arbeitsbedingungen, angemessene und faire Löhne
- und eine dementsprechend hohe Refinanzierung durch den Staat!
Seitens der Gewerkschaften war die Schlichtungsempfehlung für den Sozial- und Erziehungsdienst aus mehreren Gründen abgelehnt worden:
  • Die Empfehlung hätte für Berufsanfänger als Erzieherinnen auf einer Vollzeitstelle nur eine Gehaltsanhebung um ca. 30,- € brutto gebracht. Und das, obwohl über 60 % der Betroffenen nur in Teilzeit tätig sind. Eine Aufwertung, um den Beruf attraktiver zu machen, sieht anders aus.
  • Bei einem Wechsel - viele der Stellen für Berufsanfänger sind wegen der wechselnden Buchungszeiten der Kinder nur befristet - werden die Beschäftigungszeiten in früheren Arbeitsverhältnissen nicht ausreichend berücksichtigt (fehlende Anerkennung von Stufenlaufzeiten).
  • Die Tätigkeiten von Sozialarbeitern sind im Schlichterspruch kaum und teilweise gar nicht berücksichtigt worden. Dabei ist das gerade die Berufsgruppe, die z.B. mit zerrütteten Familienverhältnissen, traumatisierten minderjährigen Flüchtlingen u.a. "Problemfällen" konfrontiert wird.
  • Die lange Laufzeit von 5 Jahren verwehrt es den Beschäftigten, vorher erneut eine Aufwertung ihrer Tätigkeiten geltend zu machen.
(die Gründe der Ablehnung sind u.a. im Flugblatt von ver.di - hier als pdf - dargelegt). Die nun angesetzte 8. Verhandlungsrunde blieb ohne Ergebnis.

Die kommunalen Arbeitgeber verweigern jede Nachbesserung mit dem Argument, die kommunalen Kassen seien nicht weiter strapazierbar.
Eine kurze Gegenüberstellung der Argumente ist u.a. hier von der Initiative der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See erstellt.

Tatsächlich erwartet heute kaum eine Erzieherin  dass sie in diesem Beruf das Rentenalter erreichen kann. Auch der VdK bestätigt, dass "dass zum Beispiel Erzieherinnen oder Krankenpfleger ihre Tätigkeit nicht bis 65 ausüben können". Dies liegt vor allem auch an der gesundheitlichen Belastung des Berufs. "Nach Daten unterschiedlicher Krankenkassen sind die Arbeitsunfähigkeitstage dieser Berufsgruppe in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und liegen stark über dem Bundesdurchschnitt." (Quelle mit weiteren Ausführungen). Im Rentenalter droht dann wegen der geringen Verdienste die "Altersarmut":
"Die meisten Erzieher erreichen die Grundrente nicht.
Viele benötigen Zweitjob, um über die Runden zu kommen – „Wir verdienen weniger als Maschinisten, obwohl wir mit der Zukunft arbeiten“
(Quelle).
Gleichzeitig steigen die Anforderungen immer weiter. In Bayern gehören Kindertagesstätten zu den Bildungseinrichtungen, für die mit dem bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) ein Lehrplan geschaffen wurde, der mit dem Lehrplan für Grundschulen vergleichbar ist. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber erst vor zwei Jahren das schöne Wort "Integration" im Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG)  durch das noch schönere Wort "Inklusion" ersetzt. Von den Erzieherinnen wird also immer mehr "Qualität" gefordert, während die Eingruppierungsregelungen nicht angepasst wurden.

Dabei können sich Bund und Länder seit Jahren über steigende Steuereinnahmen freuen. Nach Angabe des statistischen Bundesamtes "wurden in Deutschland (im Jahr 2014) insgesamt 643,6 Milliarden Euro Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden (Gebietskörperschaften) eingenommen. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 23,9 Milliarden Euro (+ 3,9 %)."
Wenn unter solchen Vorzeichen keine Aufwertung "finanziert werden kann" - wann dann?
Der Aussage der Kommunen, mehr sei "nicht finanzierbar" muss dann die Frage entgegen gestellt werden, wofür diese Steuereinnahmen denn verwendet werden, wenn nicht für Förderung der Kinder - also die Zukunft der Gesellschaft. Kann es wichtigere Aufgaben geben?
"Wer zahlt schafft an" sagt man in Bayern - und umgekehrt gilt auch: "Wer anschafft, muss auch zahlen". Der Staat kann nicht einerseits die Anforderungen immer höher schrauben, und andererseits die Träger von Kindertageseinrichtungen und deren Beschäftige "im Regen stehen lassen".

Die Erzieher und Erzieherinnen kämpfen nicht für sich, sondern für "ihre Kinder", besser - für "unsere Kinder". Es wird an der Zeit, dass sich die Träger der Kindertagesstätten - also Kommunen und freigemeinnützige Träger - mit den Gewerkschaften zusammen setzen, um die nötige Aufwertung der Erziehungsdienste zu erreichen. Der Staat fordert aus dem Subsidiaritätsgrundsatz heraus vor allem auch "freigemeinnützige Träger", auch, um Erziehungsmonopole zu vermeiden. Daher sind auch die "freigemeinnützigen Träger" gefordert, an der benötigten Aufwertung mit zu wirken.
Und es wäre äußerst unklug, wenn sich die unterschiedlichen Träger hierbei verweigern würden. Das Beispiel in der Altenpflege mit einer Vielzahl privater Einrichtungen sollte abschreckend genug sein. Nach "McPflege" brauchen wir nicht noch die "McKiTA". Im Bereich der sozialen Dienste darf es keine gegenseitige Preis- und Lohnkonkurrenz geben, sondern einen gemeinsamen Einsatz für angemessene und faire Arbeitsbedingungen, angemessene und faire Löhne - und eine dementsprechend hohe Refinanzierung durch den Staat, der auch die Anforderungen an die "Bildungseinrichtung KiTA" festsetzt.
Bei der Gelegenheit: mit der Mitte Mai im bayerischen Kabinett beschlossenen Erhöhung des "Basiswerts" von ursprünglich rund 982 Euro auf künftig 1.035 Euro hat der Freistaat Bayern die von ver.di geforderten verbesserten Eingruppierungen im Sozial- und Erziehungsdienst bereits zumindest teilweise schon in der Refinanzierung berücksichtigt. Soweit ersichtlich ist diese verbesserte Förderung noch in keiner bayerische Einrichtung an das Personal "weiter gereicht" worden. Der gemeinsamen Einsatz muss also auch gewährleisten, dass eine verbesserte Finanzierung auch den Beschäftigten zugute kommt.






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Die Tarifverhandlungen zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes sind am Donnerstag (13. August 2015) in der 8. Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeber legten kein neues Angebot zu Verbesserungen über die Schlichtungsempfehlung hinaus vor. „Damit haben die Arbeitgeber die Weichen auf Fortsetzung der Streiks gestellt“, sagte der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, in Offenbach. „Es ist bedauerlich, dass die Arbeitgeber das deutliche Signal der Beschäftigten aus der Mitgliederbefragung nicht aufgegriffen haben.“


Beide Seiten hätten es als sinnvoll angesehen, im Gespräch zu bleiben. „Das ist der positive Aspekt dieses Tages. Und wenn es auf Seiten der Arbeitgeber die Bereitschaft gibt, zu Veränderungen zu kommen, sind wir selbstverständlich bereit, uns zusammen zu setzen“, betonte Bsirske. Dafür spreche derzeit allerdings sehr wenig. „Deshalb werden wir jetzt die Streiks vorbereiten, für deren Fortsetzung wir aus der Mitgliederbefragung einen klaren Handlungsauftrag haben.“ Diese Streiks würden unberechenbarer und könnten nach dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg, also voraussichtlich in der ersten Oktober-Hälfte, beginnen. Die Schlichtung habe ihre befriedende Wirkung nicht erreicht, die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst erwarteten Verbesserungen über den Schlichterspruch hinaus, damit der jetzt anstehende Schritt in Richtung Aufwertung für sie nachvollziehbar werde.

In einer Mitgliederbefragung hatten 69,13 Prozent der ver.di-Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst den Schlichterspruch abgelehnt. Nachdem die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zu keinen Verbesserungen bereit war, wird ver.di den Arbeitgebern nun offiziell das Scheitern der Schlichtung übermitteln.

Quelle: Verdi-Medieninformation


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Bundestarifkommission: Ohne Verbesserungen ist die Schlichtung im Sozial- und Erziehungsdienst gescheitert

Die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am Dienstag, den 11. August 2015) über das weitere Vorgehen in der Tarifauseinandersetzung zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes entschieden, nachdem in der Mitgliederbefragung
69,13 Prozent der ver.di-Mitglieder den Schlichterspruch abgelehnt hatten. Mit sehr großer Mehrheit folgte die Bundestarifkommission der Diskussion der Streikdelegierten vom vergangenen Samstag und beschloss, dass die Schlichtung gescheitert sei, wenn die Verhandlungen mit den Arbeitgebern am kommenden Donnerstag (13. August 2015) keine Verbesserungen des Schlichterspruchs ergäben.

„Das Ergebnis der Mitgliederbefragung ist ein deutliches Signal an die Gewerkschaften, aber auch an die Arbeitgeber“, sagte der ver.di- Vorsitzende  Frank  Bsirske.  „Die  Schlichtung  hat  ihre  befriedende Funktion erkennbar nicht erfüllt, deshalb sind beide Seiten jetzt gut beraten, ihren Beitrag zu einer Befriedung dieser Tarifauseinandersetzung zu leisten.“
Mehrere Gründe hätten offenbar zu der breiten Ablehnung des Schlichterspruches geführt. Ein Kritikpunkt gelte der langen Laufzeit, die einen weiteren Anlauf in Richtung Aufwertung erst in fünf Jahren möglich mache. Zudem sehe der Schlichterspruch gerade für jüngere Erzieherinnen – vor allem bei einem Teilzeitanteil von 62 Prozent – in der Mehrheit nur Verbesserungen von höchstens 30 Euro brutto monatlich vor.
„Das ist nicht dazu angetan, den Sozial- und Erziehungsdienst für künftigen Berufsnachwuchs attraktiver zu machen“, so Bsirske. Zudem seien die sozialarbeiterischen Tätigkeiten im Schlichterspruch kaum und teilweise gar nicht berücksichtigt worden. Ein weiterer Ablehnungsgrund sei, dass bei einem Wechsel von einem anderen Träger in den kommu nalen Sozial- und Erziehungsdienst die durch die Vorbeschäftigungszeit erworbene Kompetenz nicht ausreichend berücksichtigt und anerkannt werde.
„Wir werden jetzt mit den Arbeitgebern darüber verhandeln, ob wir zu Verbesserungen kommen können. Wenn das nicht gelingt, stehen die Zeichen auf Streik“, so Bsirske. Diese Streiks würden voraussichtlich nach dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg, also zum Monatswechsel September/Oktober bzw. in der ersten Oktoberhälfte beginnen. „Bis dahin sollten alle Beteiligten versuchen, in Verhandlungen zu Verbesserungen zu kommen. Wir sind dazu bereit“, betonte Bsirske.
[Quelle: Pressemitteilung ver.di vom 11. August 2015]



Flugblatt vom 11.8.2015 als pdf






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Mitgliederbefragung lehnt Schlichtungsvorschlag mit großer Mehrheit ab!

Wie N-24 und die Tagesschau in ihren Mittagsnachrichten sowie N-TV (Stream) melden, hat die Mitgliederbefragung eine Ablehnung des Schlichtungsvorschlages ergeben.
Auch der Bayerische Rundfunk nimmt diese Meldung auf.
Verdi-Mitglieder stimmen gegen Schlichterspruch

Im Kita-Tarifstreit haben die Mitglieder der Gewerkschaft Verdi mit großer Mehrheit den Schlichterspruch abgelehnt. Damit drohen wieder Streiks. Ob es dazu kommt, berät derzeit eine Delegierten-Konferenz in Fulda.

Stand: 08.08.2015 12:15 Uhr
hier die offizielle Medieninformation von ver.di:
M e d i e n i n f o r m a t i o n

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesvorstand
www.verdi.de

Tarifrunde zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes: 69,13 Prozent der Mitglieder lehnen den Schlichterspruch ab
Berlin, 08.08.2015

Die Mitgliederbefragung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) über den Schlichterspruch im Rahmen der Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst ist abgeschlossen. Insgesamt lehnten 69,13 Prozent der ver.di-Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst den Schlichterspruch ab.

Das Ergebnis wird am heutigen Samstag (8. August 2015) von den Delegierten aus den Streik-Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes auf der vierten bundesweiten ver.di-Streikdelegiertenkonferenz in Fulda beraten. Vor dem Hintergrund dieser Diskussion wird am kommenden Dienstag, 11. August 2015, die Bundestarifkommission von ver.di in Frankfurt am Main über das weitere Vorgehen entscheiden.


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Das aktuelle Flugblatt von ver.di informiert über das Ergebnis der Streikdelegiertenkonferenz:


  • Verhandlungen über Schlichtungsempfehlung vertagt
  •  Streikdelegiertenikonferenz empfiehlt Mitgliederbefragung


 Flugblatt als pdf












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Die Verhandlungen zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Anschluss an die Schlichtung zum Sozial- und Erziehungsdienst sind bis zum Abschluss der ver.di-Mitgliederbefragung vertagt worden. „Die Arbeitgeber waren nicht bereit, über das Ergebnis der Schlichtung hinaus zu gehen. Deshalb haben jetzt die ver.di-Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst das Wort“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Offenbach. „Unser Ziel war die generelle Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes, die Schlichtungsempfehlung stellt nicht mehr als einen Schritt in Richtung einer Aufwertung dar.“

In den nächsten fünf Wochen wird ver.di nach Vorstellung und Diskussion der Schlichtungsempfehlung in den Betrieben eine aufsuchende Mitgliederbefragung durchführen. Nach Abschluss der Mitgliederbefragung werden eine erneute Streikdelegiertenkonferenz und anschließend die Bundestarifkommission das Ergebnis beraten und bewerten. Die Streiks bleiben für die Dauer der Mitgliederbefragung ausgesetzt. „Es wäre widersinnig, die Mitglieder über die Schlichtungsempfehlung abstimmen zu lassen und gleichzeitig dagegen zu streiken“, so Bsirske. Die Verhandlungen zwischen der VKA und ver.di sollen am 13. August wieder aufgenommen werden.

Quelle: Pressemitteilung ver.di von heute

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Die bundesweite Streikdelegiertenkonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich dafür ausgesprochen, nach den erneuten Verhandlungen mit den Arbeitgebern die ver.di-Mitglieder über die Schlichtungsempfehlung in der Tarifauseinandersetzung zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes entscheiden zu lassen. "Wer sollte besser über die Schlichtungsempfehlung und einen darauf basierenden Verhandlungsstand entscheiden können, als die betroffenen ver.di-Mitglieder in den Einrichtungen und Betrieben des Sozial- und Erziehungsdienstes?", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Mittwoch in Frankfurt.

Zuvor hatten mehr als 300 Vertreterinnen und Vertreter aus den Streikbetrieben des Sozial- und Erziehungsdienstes über die Bewertung der Schlichtungsempfehlung diskutiert. Hauptkritik war, dass die Empfehlung keine wirkliche Aufwertung der schwierigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten vorsieht und insbesondere im Bereich der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, völlig unzureichend ist. "Die Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst erwarten zu Recht, dass ihre Arbeit aufgewertet wird. Deshalb werden wir versuchen, in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern, die heute Abend wieder aufgenommen werden, noch Verbesserungen zu erreichen", sagte Bsirske. Dies betreffe vor allem den Bereich der Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen, aber auch etwa die Frage der Laufzeit. Die Bundestarifkommission, die am Freitag zusammen kommt, solle auf dieser Basis dann eine Mitgliederbefragung einleiten. In den nächsten vier Wochen würden dann die Ergebnisse auf der Basis der Schlichtungsempfehlung intensiv mit den ver.di-Mitgliedern im Sozial- und Erziehungsdienst diskutiert, die dann darüber abstimmen. "Es muss einen Unterschied machen, ob jemand sich in der Gewerkschaft organisiert oder nicht. Deshalb sollen die ver.di-Mitglieder in dieser Frage entscheiden. Sie wissen am besten, ob mögliche Verbesserungen für sie ausreichend sind."

Die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) werden am heutigen Mittwochabend in Offenbach wieder aufgenommen und am Donnerstag fortgesetzt. Am Freitag kommt die Bundestarifkommission von ver.di zusammen. Die Mitgliederbefragung soll in der nächsten Woche beginnen.

Quelle:Pressemitteilung ver.di

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Die Schlichter Georg Milbradt und Herbert Schmalstieg legten gestern in Bad Brückenau ein gemeinsames Schlichtungsergebnis vor.

Wir dokumentieren eine erste Bewertung auf den Seiten von ver.di:
Soziale Berufe: Ein Schritt in die richtige Richtung
23. Juni 2015 – Nach wochenlangen Streiks der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst gibt es jetzt einen Schlichterspruch. „Es wurden für alle Beschäftigtengruppen Verbesserungen erreicht“, heißt es in einer ersten Stellungnahme der ver.di-Vertreter/innen in der Schlichtungskommission. Besonders im Bereich der Behindertenhilfe seien erste Schritte zur Aufwertung in diesem wichtigen Feld vorgeschlagen worden. Im Erziehungsdienst gebe es Verbesserungen für Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen, auch wenn nicht alle Ziele erreicht werden konnten.
Deutlich gestärkt würden die Leitungen und ihre Stellvertretungen sowohl in Kitas als auch in der Behindertenhilfe und in anderen Betreuungseinrichtungen. „Bei den Sozialarbeitern konnten wir angesichts der harten Haltung der Arbeitgeber nur geringfügige Verbesserungen, und auch nur für einen Teil der Beschäftigten, erreichen“, steht in der Stellungnahme. Die generelle und überfällige Aufwertung des gesamten Berufsfeldes sei noch nicht erreicht worden und bleibe für ver.di weiter ein zentrales gesellschaftliches und tarifpolitisches Ziel. „Aber das Ergebnis ist nach 2009 ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so das Fazit in der ersten Stellungnahme.
ver.di wird die Schlichtungsempfehlung am morgigen Mittwoch, 24. Juni 2015, mit den Vertreterinnen und Vertretern aus den Streikbetrieben im Rahmen der dritten bundesweiten Streikdelegiertenkonferenz in Frankfurt am Main beraten. Die Streikdelegiertenkonferenz wird dann eine Empfehlung für die Bundestarifkommission abgeben. Im Anschluss an die Konferenz werden die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) morgen Abend wieder aufgenommen werden. Für diese Verhandlungen ist auch der Donnerstag, 25. Juni, vorgesehen. Für Freitag, 26. Juni, ist die Bundestarifkommission von ver.di zur Beschlussfassung eingeladen.
Einigungsempfehlung der Schlichter im Sozial- und Erziehungsdienst als pdf

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Sinnvolle Arbeit, hohe Belastung und geringes Einkommen Arbeitsbedingungen in den Erziehungsberufen ...
...ist der Titel der sehr informativen Broschüre

 "DGB-Index/Gute Arbeit kompakt 1/2015"

Die zentralen Ergebnisse
  • Fast alle ErzieherInnen (97 Prozent) identifizieren sich in hohem oder sehr hohem Maß mit ihrer Arbeit.
  • 96 Prozent sehen ihre Arbeit als einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.
  • ErzieherInnen sind überdurchschnittlich häufig starken körperlichen Belastungen ausgesetzt (ungünstige Körperhaltungen, schweres Heben/Tragen).
  • Bei den psychischen Belastungen stechen widersprüchliche Anforderungen in der Arbeit sowie Qualitätsabstriche aufgrund der hohen Arbeitsdichte hervor.
  • Zwei Drittel aller ErzieherInnen bewerten ihren Lohn als nicht leistungsgerecht.
  • Lediglich ein Drittel geht davon aus, unter ihren aktuellen Arbeitsbedingungen bis zur Rente durchhalten zu können. 


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Lebenshilfe fordert gerechte Löhne in der Behindertenhilfe ...
mehr dazu haben wir hier eingestellt!


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Sozial- und Erziehungsdienst: Tausende demonstrieren weiter für Aufwertung ...
einige Pressemeldungen und Fotos haben wir hier eingestellt!


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Samstag 13. Juni - bundesweit Großdemo-Tag





Weitere Informationen zu Nürnberg, insbesondere zur Anfahrt gibt es hier im Blog


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M e d i e n i n f o r m a t i o n

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de

Streikdelegiertenkonferenz zum Sozial- und Erziehungsdienst: "Wir lassen uns nicht spalten"

Berlin, 04.06.2015

Bei der zweiten bundesweiten Streikdelegiertenkonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für den Sozial- und Erziehungsdienst haben die mehr als 300 Vertreterinnen und Vertreter aus den Streikeinrichtungen erneut das Ziel einer generellen Aufwertung aller Sozial- und Erziehungsberufe bekräftigt. "Wir lassen uns nicht spalten", so das klare Votum der Delegierten. "Die Kolleginnen und Kollegen werden die Zeit der Schlichtung nutzen, um weiter öffentlich für die längst überfällige Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes Flagge zu zeigen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Frankfurt am Main.
Mehr hier "klick"


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Wir gehen in die Schlichtung - Aufwertung jetzt!
Heute am frühen morgen sind die Tarifverhandlungen für Kita-Erzieher sind gescheitert. Der Streik wird dennoch vorerst gestoppt: Am frühen Morgen einigten sich beide Seiten auf eine Schlichtung.


220 Delegierte der Streikdelegiertenkonferenz werden sich heute vormittag in Frankfurt ab 11:00 Uhr mit der Situation befassen.

Wegen der Friedenspflicht während der Schlichtung enden die Kita-Streiks vorerst in der kommenden Woche.

Die Verhandlungen sind deswegen ergebnislos geblieben, weil die Arbeitgeber nicht zu einer überfälligen Aufwertung des Berufsfeldes bereit gewesen sind, stellt Frank Bsirske fest:

Video: Stellungnahme und Bewertung durch Frank Bsirkse.

Ver.di-Presseinformation von heute:
Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes sind am frühen Donnerstag (4. Juni 2015) ohne Ergebnis geblieben. Zuvor hatten beide Tarifvertragsparteien seit Montagabend versucht, eine Lösung im Tarifkonflikt zu finden. „Es war uns genauso wie den Arbeitgebern klar, dass für eine Einigung von beiden Seiten Bewegung notwendig ist. Dazu waren beide Seiten bereit. Unser Ziel war eine generelle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe. Leider ist es in den Verhandlungen nicht gelungen, gegenseitige Vorschläge so weit zu konkretisieren, dass dies zu einem annehmbaren Ergebnis geführt hätte“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Berlin.
Um keine Möglichkeit zur Lösung der Tarifauseinandersetzung auszulassen, haben sich ver.di und die VKA darauf verständigt, die Schlichtung anzurufen. Nach der geltenden Schlichtungsvereinbarung beginnt am kommenden Sonntag, 7. Juni 2015, die Friedenspflicht und wird der unbefristete Streik ausgesetzt.
Über den Verlauf der Verhandlungen werden Verhandlungsführer und Verhandlungskommission von ver.di am heutigen Donnerstag die Vertreterinnen und Vertreter der streikenden Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsberufen bei der zweiten bundesweiten Streikdelegiertenkonferenz in Frankfurt am Main informieren, die Streikdelegierten werden dann auch über die weiteren Schritte beraten.
Siehe auch www.verdi.de


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*kleinlaute Anmerkung: die Beteiligung von Caritas und Kirche muss man als ausserordentlich ausbaufähig und ausbaubedürftig beschreiben. Und "Streik: wir sind dabei!" - muss man auf die Zuschauerrolle beschränken.
Was man tun kann und tun muss: Mitglied werden!!! - die Zuschauertribüne verlassen und mitmachen und mitmischen...
           







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Jetzt oder nie: Raus auf die Straße, rein in den Streik!
Streetwork für den Sozialdienst


Flugblatt als pdf




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Schöne Pfingsten? - Maximalverweigerung: Kommunale Arbeitgeber machen seit drei Monaten kein Angebot und verdrehen stattdessen die Tatsachen

Verdi-Pressemitteilung von heute:

In fünf Verhandlungsrunden mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes über zwei Monate - vom 25. Februar bis zum 21. April 2015 - kein Angebot vorgelegt. Stattdessen haben die Arbeitgeber von Anfang an betont, für eine inkommensverbesserung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst gebe es keinen Grund.
"Die Arbeitgeber haben unmissverständlich deutlich gemacht, dass es aus ihrer Sicht keinen generellen Handlungsbedarf für eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe gibt - eine Haltung, die an Maximalverweigerung grenzt", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.
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mehr hier im Blog (*klick*)


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Aktive Mittagspause der Caritas-Kindergärten Waigolshausen, Werneck und Ettleben,...heute, unter Beteiligung einiger Eltern und Trägervertreter:





und mit vielen selbstgestalteten Plakaten:











Der Bericht im Lokalfernsehen ist vorläufig leider der Berichterstattung der gleichzeitigen Großveranstaltung in Würzburg zum Opfer gefallen.


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Heute nachmittag in Neuburg am Inn: wegen starken Regen musste die Veranstaltung nach innen
verlegt werden: trotzdem war die Veranstaltung, an der 80 Kolleginnen und Medienvertreter von Presse und Lokalfernsehen teilgenommen haben, eine gelungene Aktion.





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Am heutigen bayerischen Aktionstag mit dem 
Schwerpunkt Behindertenhilfe haben sich in Würzburg über 500 Kolleginnen und Kollegen aus Streikbetrieben sowie viele Unterstützer an den Aktivitäten beteiligt. 



Am Aktionstag beteiligt waren neben den unmittelbar Betroffenen im Bereich des TVöD auch zahlreiche Beschäftigte aus Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände, insbesondere Caritas und Diakonie. 





Kundgebungshauptredner war Achim Meerkamp, der als Fachbereichsvorsitzender an den Tarifverhandlungen unmittelbar beteiligt ist. 


Achim Meerkamp berichtete brandaktuell aus der gestrigen Streikdelegiertenkonferenz in Fulda, auf der die Fortsetzung der Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen wurde. Er ging dabei auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände ein:
"Die Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst führen wir nicht nur für die öffentlichen Träger durch, sondern wollen auch eine bessere Bezahlung bei freien Trägern und der Caritas und Diakonie. Soziale Arbeit in der Bundesrepublik wird bisher nicht ausreichend gewürdigt und deshalb auch nicht angemessen bezahlt. Dies wollen wir jetzt ändern. Geld hierfür ist genug da."

Der unterfränkische DGB-Vorsitzende Frank Firsching sowie Vertreter von Caritas und Diakonie gaben auf dem Podium Solidaritätserklärungen ab. 

Auf TV-Touring gibt es einen ausführlichen Filmbericht mit O-Tönen auch von Caritas-Kollegen.












Solidaritätsadresse für die die Betriebgruppe des St. Josefs-Stifts Eisingen derzeit Unterschriften in ihrer Einrichtung sammelt:





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Direkt aus der heutigen Streik-Konferenz in Fulda: das aktuelle Flugblatt
"Noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot der VKA: Der Streik geht weiter!"





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ver.di ruft

am 21. Mai 2015
um 13:00 Uhr

die Beschäftigten im Bereich es Sozial- und Erziehungsdienstes der Caritas Kindergärten in Werncke und Waigolshausen zur aktiven Mittagspause auf.

Aufruf als pdf

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In der Region Würzburg sind derzeit zahlreich Kitas und Einrichtungen der Behindertenhilfe im Arbeitskampf zur Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst.
Gut ist die Stimmung schon am frühen Morgen im Streiklokal:




Am Infostand in de Stadt informieren streikende und unterstützende Ver.di-Kolleginnen und Kollegen Passanten und Interessierte über die Hintergründe und die Forderungen der aktuellen Tarifauseinandersetzung:










Und nach dem Standbesuch am Vierröhrenbrunnen nutzen Erzieherinnen aus Kitas des Caritasverbandes die Mittagspause einer Veranstaltung in der Würzburger Caritaszentrale für ein Solidaritätsfoto:





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Kolleginnen und Kollegen der Lebenshilfewerkstätten Weilersbach von der LEHI-Forchheim gGmbH haben gestern ganztägig gestreikt.
Sie werden sich auch am Do. 21.05.2015 wieder ganztägig an den Streiks beteiligen. An der öffentlichkeitswirksamen Demo mit anschließender Kundgebung in Forchheim, die von ca. 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterstützt wurde, haben sich auch viele Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen LEHI-Einrichtungen, AWO-Kitas und kirchlicher Träger des Bezirks beteiligt.



















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Teilnehmer der unterschiedlichsten Träger haben sich am Montag Abend an der Münchner Solidaritätskundgebung für die Streikenden in den kommunalen Kindertagesstätten beteiligt.
Vertreter verschiedener Behinderteneinrichtungen und Kindertagesstätten - von der AWO über BRK, Caritas und Diakonie bis hin zu Pfarrkindergärten der beiden Kirchen - waren dabei. Vertreter der verschiedenen Berufsgruppen genauso wie der katholischen Fachakademie für Sozialpädagogik und der katholischen Stiftungsfachhochschule haben sich an der Kundgebung beteiligt. Unsere Bilder geben einen kleinen Überblick über die Veranstaltung.
Nach Presse waren es gestern Abend über 4000 Teilnehmer


Die Teilnehmer haben auf der Kundgebung erfahren, dass die Arbeitgeber offensichtlich den Streik im Sozial- und Erziehungsdienst aussitzen wollen. Ein relativ gesicherter Informationsstand ist, dass die kommunalen Arbeitgeber erst für 28. Mai 2015 eine Mitgliederversammlung planen. Auf der wollen sie diskutieren und entscheiden, ob sie überhaupt ein Angebot zur Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst vorlegen wollen. Früher wollen sie offensichtlich nicht reagieren.




















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Am  Donnerstag, 14.5.2015 gab es ein äußerst erfolgreiches Streik-Soli-Fest auf dem Dorfplatz der Herzogsägmühle, siehe 
 zum Artikel rund um das Fest. Viele Kolleginnen und Kollegen aus kirchlichen Betrieben (evangelischen und katholischen) haben die Streikenden  motiviert und unterstützt.
In der Tarifrunde zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsdienstberufe ist Jede und Jeder wichtig! 

Zum Soli-Fest gab es auch eine Streik-Soli-Zeitung einer unterstützenden Mutter.
Streikzeitung Soli-Fest-Herzogsägmühle:




 als pdf



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Aktionen / Versammlungen: 18.05. in München, 19.05. in Augsburg und Lauf (Nürnberg), 21.05. in Neuburg am Inn (Passau) und Würzburg


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In der heutigen aktiven Mittagspause im Bezirkskrankenhaus Werneck waren die Ver.di-Kolleginnen und -Kollegen sehr aktiv.

Auf dem Wernecker Marktplatz spielten die Musiktherapeuten der Klinik Tango und im Anschluss wurden die Geldbeutel am Brunnen gewaschen, damit diese sich bald wieder füllen.







Zur Unterstützung waren auch Beschäftigte des Leopoldina Krankenhauses anwesend und Abordnungen von Caritas Kindergärten aus Werneck und Waigolshausen anwesend.



Die Solidarität zwischen Pflege und SuE: wenn es sie nicht gäbe, müsste sie erfunden werden.


In der Würzburger Mainpost gibt es inzwischen einen Artikel zur Aktion:
Geldbeutelwäsche für höhere Erzieher-Gehälter


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Der im Westen Münchens gelegene katholische Pfarrkindergarten der Pfarrkirchenstiftung Leiden Christi gehört zum verfassten Bereich der Katholischen Kirche und wendet das Arbeitsvertragsrecht der bayerischen (Erz-)Diözesen (ABD) an.

Die Beschäftigten dort haben sich gemeinsam mit dem Elternbeirat mit der Aufwertungskampagne für den Sozial- und Erziehungsdienst solidarisiert.







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Die MAV des Vinzenz von Paul Hospitals Rottweil hat zur Unterstützung der ver.di- Aufwertungskampagne für den Sozial- und Erziehungsdienst im April eine aktive Mittagspause organisiert, die gemeinsam mit der ver.di-Bezirkssekretärin Sylvia Nosko durchgeführt wurde.  Dabei wurde auch die Postkartenaktion des Arbeitskreises Tarif unterstützt, die von der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (DiAG-MAV) und von den Mitgliedern der Arbeitnehmerseite in der Bundeskommission und in der Regionalkommission aus der Diözese Rottenburg- Stuttgart initiiert wurde. Innerhalb einer Stunde konnten 130 Unterschriften gesammelt werden und es fand ein sehr anregender und freundlicher Gedankenaustausch statt.  
Weshalb wir die Gewerkschaft ver.di unterstützen:
„Auch für kirchliche Mitarbeiter/innen gilt das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit,  d.h., dass kirchliche Arbeitnehmer/innen zur Beeinflussung der Gestaltung ihrer Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen sich in Vereinigungen (Koalitionen) zusammenschließen, diesen beitreten und sich in ihnen betätigen können.  Zudem hat das Bundesarbeitsgericht im Jahre 2012 in einem Urteil  festgelegt, dass Gewerkschaften künftig auch bei der kirchlichen Tariffindung beteiligt werden müssen.
Die Mitglieder von ver.di  sorgen seit Jahrzehnten durch ihre Aktionen dafür, dass bei den Tarifverhandlungen ordentliche Ergebnisse erzielt werden, von denen wir kirchliche Mitarbeiter/innen auch profitieren, weil die von der Gewerkschaft ver.di erzielten  Ergebnisse in der Regel später auch im AVR- Bereich übernommen werden.
Deshalb ist es unserer Ansicht nach erforderlich, dass sich die kirchlichen Mitarbeiter/innen nicht nur gemütlich zurücklehnen können, um darauf zu warten, dass diese Tarifabschlüsse dann auch übernommen werden, sondern dass wir mit solidarischen Aktionen wie einer aktiven Mittagspause der Gewerkschaft ver.di unsere Unterstützung zeigen. Dies werden wir auch in Zukunft tun.
Es geht der MAV bei solchen Aktionen nicht um das Wohl nur einzelner Berufsgruppen, sondern um eine berufsgruppenübergreifende Solidarität.  Derzeit laufen die Tarifverhandlungen für den  Sozial- und Erziehungsdienst. Im Jahr 2016 stehen dann wieder die Tarifverhandlungen für den TVöD an und da geht es dann um sehr viele Berufsgruppen im Hause wie die Pflege, Psychologen, Hauswirtschaft, Küche, Technik, Verwaltung  und viele andere mehr…..
Seit vielen Jahren engagieren wir uns bspw. im Rahmen unserer Möglichkeiten schon dafür, dass die unteren Vergütungsgruppen nicht weiter von der allgemeinen Lohnentwicklung abgehängt wurden und werden.  Auch hierfür haben wir schon Aktionen  gestartet.
Eine Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die wichtige gesellschaftliche Rolle von Gewerkschaften bestätigt. Sie sorgten für eine gerechtere Lohnverteilung. Der Unterschied zwischen den Top- und Normalverdienern sei geringer, wenn der gewerkschaftliche Einfluss hoch ist. Mit abnehmender gewerkschaftlicher Bindung verschärfe sich die soziale Ungleichheit, und damit werden Volkswirtschaften auch instabiler.
Nach Ansicht der MAV sorgt eine gerechte Lohnverteilung auch für Betriebsfrieden und ein verträgliches Miteinander in einer Einrichtung.  Es spricht also auch vieles dafür, dass sich kirchliche Mitarbeiter/innen im Rahmen ihrer Möglichkeiten solidarisch mit Gewerkschaften zeigen, so wie das bei der aktiven Mittagspause der Fall war“. 




Solidaritätsaktion Caritas-Einrichtungsverbund Steinhöring:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritas-Einrichtungsverbundes Steinhöring solidarisieren sich mit den "Streikkräften" in der Aufwerungskampagne des Sozial- und Erziehungsdienstes!







































(Die Aktion fand in der vergangenen Woche statt.)


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Solidarische Fotoaktion des kath. Pfarrkindergarten St. Laurentius Altegolfsheim

"Gute Arbeit fair bezahlt"


Einen ungewöhnlicher Tag hat der Kindergarten
Altegolfsheim schon vor einigen Tagen erlebt: da standen die pädagogischen Fachkräfte im Mittelpunkt. Dutzende Eltern waren gekommen, um bei der Fotoaktion"Gute Arbeit fair bezahlt" mitzumachen und den pädagogischen Fachkräften ihre Unterstützung für deren Forderung nach Aufwertung der sozialen Berufe zu zeigen. Von der aktuellen Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst ist der Kindergarten auf Grund seiner Trägerschaft und der nur kirchenrechtlichen Vergütungsautomatik des "ABD" zwar nur indirekt betroffen, doch umso wichtiger war es den Beschäftigten und Eltern jetzt ein Zeichen zu setzen und die Bedeutung der Arbeit in der Kinderbetreuung hervorzuheben. Das gemeinsame Foto soll zeigen, dass sie hinter der Forderung nach einer besseren Bezahlung im sozialen Bereich stehen und soll zugleich auch solidarische Grüße an diejenigen ausdrücken, die von der Tarifrunde direkt betroffen sind und sich aktiv einbringen.

Die Beschäftigten hatten sich im Vorfeld damit auseinandergesetzt, was für sie die optimale Erzieherin/ der optimale Erzieher darstellt und dies auch kreativ in einem überlebensgroßen Bild verdeutlicht.




Leiterin Silke Frank leitete die Vorstellung der verschiedenen "optimalen" Eigenschaften und Fähigkeiten mit einem Zitat von Dante ein:
"Die Kinder sind unser wertvollstes Gut, sie gestalten die Zukunft und ihnen wollen wir das Beste mitgeben, wir wollen ihnen: eine gesunde und tragfähige Bindung und Beziehung bieten, wollen sie ganzheitlich fördern und bilden, und wir wollen sie in ihrem individuellen Sein wahrnehmen und unterstützen."
Das gesamte Team stellte den/die optimale/n Erzieher/in vor und verdeutlichte anhand der Hände, Ohren, Taschen, dem Gehirn und dem Herz die umfassenden Anforderungen in der Kinderbetreuung. Die lokale Firma Alphatec hatte für die Fotoaktion extra T-Shirts mit "Gute Arbeit fair bezahlt" gesponsert.

Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner vom ver.di Bezirk Oberpfalz, Bereich Jugend und Gemeinden, freute sich über die Eigeninitiative der Beschäftigten und die große Unterstützung der Eltern. Christoph Wagner-Neisinger, Vertrauensleutesprecher bei der Stadt Regensburg, versprach, die solidarischen Grüße an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst weiterzugeben.

Quelle verdi: www.soziale-berufe-aufwerten.de


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Die DiAG MAV B Rottenburg-Stuttgart sowie die Mitarbeiterseite der AK Caritas der Diözese Rottenburg Stuttgart rufen zur Caritas-Demonstration mit Kundgebung am 9. Mai 2015 in Ulm auf:


Ver.di lädt weiter ein zu gemeinsamen Demonstrationen am 11. Mai:
MENSCHENKETTE
zwischen Augsburger Dom und Augsburger Rathaus
Montag, 11. Mai 2015 13:00 Uhr bis 13:30 Uhr

„WIR HALTEN ZUSAMMEN“
Treffpunkt: 13:00 Uhr Rathausplatz
ver.di Bezirk Augsburg
und
Demonstration in München
Start um 11:00 Uhr München, Theresienhöhe 7, am Hacker-Pschorr Bräuhaus
Streikkundgebung Beginn um 12:00 Uhr, München, Karlsplatz (Stachus)
Ohne ver.di-Mitglieder kein Streik!
Die Zeiten für den Menschenkette in Augsburg und die Streikkundgebung in München sind so gewählt, um auch Beschäftigten aus "nicht streikenden Einrichtungen" eine Teilnahme zu ermöglichen.

Ver.di Ingolstadt lädt am 11. Mai 2015 zu einer offenen sowie einer geschlossenen Mitgliederversammlung zur Tarifrunde/Aufwertung Sozial- und Erziehungsdienst ein:





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München, den 06. Mai 2015


Unbefristete Streiks auch in Bayern

In Bayern beginnen am Montag, den 11.05. die grundsätzlich unbefristeten Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst. Nach Aussagen des stv. Landesbezirksleiters von ver.di Bayern, Norbert Flach, werden ab Montag die Beschäftigten in den Kinderbetreuungseinrichtungen zunächst u.a. in Nürnberg, Fürth, Erlangen, München und Augsburg zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.


Diese Einrichtungen werden für mindestens 14 Tage in den Ausstand treten. Daneben werden laut Norbert Flach tageweise weitere Einrichtungen in ganz Bayern an den Streiks teilnehmen. Nach seinen Worten werden darüber hinaus Behinderteneinrichtungen der Städte – z.B. die Lebenshilfe in Nürnberg, aber auch die Sozialarbeiter in den Sozialreferaten – in die Aktionen einbezogen.

„Wir gehen beim Streikauftakt von mindestens 1.500 Streikenden aus. In den genannten Städten wird ein Großteil der Einrichtungen geschlossen sein. Wir haben aber Notdienstvereinbarungen und –absprachen mit den Trägern getroffen“, so Flach. Er legte großen Wert darauf festzuhalten, dass sich die Streiks nicht gegen die Eltern oder Kinder richten: „Wir bedauern im Gegenteil sehr, dass hier Beschwerlichkeiten entstehen – aber mittelfristig werden auch Eltern und Kinder von verbesserten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten profitieren“, sagte Flach. Als ursächlich für den Streik nannte er ausschließlich das unverantwortliche Verhalten der Arbeitgeber. „Nach fünf Verhandlungsrunden gab es kein nachhaltiges Angebot der kommunalen Arbeitgeber – den Beschäftigten bleibt nun kein anderes Mittel“, betonte  Flach.

„Die Arbeitgeber allein haben es in der Hand, den Streik schnell zu beenden bzw. in letzter Sekunde zu verhindern. Sie müssen nur ihren bisher leeren Worten konkrete Taten folgen lassen“, erklärte Norbert Flach.


Rückfragen bei
Norbert Flach
Stv. Landesbezirksleiter ver.di Bayern
Tel. 0170-5749000
Mittelfranken: Jürgen Göppner, Tel. 0170-5749020
München: Heinrich Birner, Tel. 0170-5749002
Augsburg: Sigrid Giampa, Tel. 0151-54331910

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93,44 % der ver.di Mitglieder in Urabstimmung für unbefristeten Streik ...

...meldet soeben Ver.di in einer Pressemitteilung:

Im Tarifkonflikt zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes hat die Urabstimmung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine eindeutige Mehrheit für einen unbefristeten Arbeitskampf ergeben. Insgesamt stimmten 93,44 Prozent der ver.di-Mitglieder für einen unbefristeten Streik. Damit wurde das erforderliche Quorum von 75 Prozent deutlich übertroffen.

„Der Streik wird am Freitag mit einem spürbaren und starken bundesweiten Signal beginnen. Danach
wird er in vielen Einrichtungen zu-nächst dauerhaft fortgeführt – notfalls auch über Pfingsten. Wir werden Zug um Zug weitere Einrichtungen in den Streik einbeziehen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. „Eltern müssen sich bereits ab Frei-tag auf erste Kita-Schließungen einstellen, die dann unbefristet andauern werden. Die Betroffenen sind über den konkreten Streikbeginn heu-te Morgen bereits informiert worden.“ Kitas und Horte, die im Laufe der nächsten und übernächsten Woche in den Streik einbezogen werden, werden betroffene Eltern rechtzeitig darüber informieren.

„Die kommunalen Arbeitgeber leugnen jeden generellen Handlungsbedarf zur Aufwertung dieser gesellschaftlich wichtigen und außerordentlich verantwortungsvollen Tätigkeiten. In fünf Verhandlungsrunden ha-ben sie kein Angebot vorgelegt. Aber die Kolleginnen und Kollegen wol-len sich nicht länger hinhalten und lediglich mit guten Worten abspeisen lassen. Wir appellieren an die betroffenen Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandten: Lassen Sie nicht zu, dass die Arbeitgeber versuchen, den Konflikt auf Ihrem Rücken und dem Ihrer Kinder auszusitzen. Wenden Sie sich an Ihren Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landrat, an die Vorsitzenden der Stadt- und Gemeinderats- sowie Kreistags-fraktionen, damit diese ihren Einfluss im Arbeitgeberverband zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe nutzen. Die Arbeitgeber haben es in der Hand, mit einem verhandlungsfähigen Angebot den Streik jederzeit zu beenden“, betonte Bsirske.

Zum Streik aufgerufen sind unter anderem Erzieherinnen und Erzieher in Kitas, Horten und an offenen Ganztagsschulen, Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen in Jugendzentren, in der Schulsozialarbeit und im allgemeinen Sozialdienst, Erzieher und Heilpädagoginnen in Heimen für Kinder und Jugendliche sowie Beschäftigte in Einrichtungen der Behin-dertenhilfe.

Ver.di-Medieninformation 6.5.2015


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Die Ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat inzwischen einstimmig das
Scheiterns der Verhandlungen mit der VKA zur Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst festgestellt. Nach 5 ergebnislosen Verhandlungen wird nun die Urabstimmung eingeleitet. Stimmen drei Viertel unserer Mitglieder unmittelbar betroffener Einrichtungen für einen Arbeitskampf, wird Ver.di bundesweit ab dem 8. Mai 2015 zu Streiks aufrufen!

Wir Mitglieder haben nun das Wort! Nehmen wir unsere Forderungen ernst? Sind wir zum Arbeitskampf bereit? Oder lassen wir die Arbeitgeber mit ihrer Strategie des Hinhaltens, des Aussitzens und der leeren Worte durchkommen?

Wir müssen dazu beitragen, dass unsere tarifliche Aufwertungskampagne arbeitgeberseitig nicht mehr ignoriert werden kann! Engagement überall!

In unserem Arbeitskreis SuE des Fachbereichs 3 Bayern haben wir die hier dokumentierte „Aktionszeitung“ vereinbart und gemeinsam erstellt.
In ihr sind Aktionen in zahlreichen kommunalen Einrichtungen, von AWO und BRK, aus Einrichtungen von Diakonie und Caritas und den Kirchen dargestellt, mit denen sich unmittelbar und mittelbar von der Aufwertungskampagne Betroffene an der Auseinandersetzung beteiligen und sich solidarisieren.


Vielen Dank Allen, die sich daran beteiligt haben. Vor allem für das Engagement vor Ort. Wir brauchen mehr von euch! Leitet unsere „Aktionszeitung“ an eure KollegInnen weiter - in der eigenen Einrichtung, an KollegInnen anderer Einrichtungen!

Flugblatt als pdf












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M e d i e n i n f o r m a t i o n

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de

Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst gescheitert - ver.di leitet die Urabstimmung ein

Berlin, 28.04.2015

In der Tarifauseinandersetzung zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienst hat die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst einstimmig das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt. ver.di leitet deshalb heute die Urabstimmung für einen unbefristeten Streik ein.


Bis zum 5. Mai 2015 werden jetzt die Mitglieder in den Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes zum Arbeitskampf befragt. Sofern mindestens 75 Prozent der Mitglieder zustimmen, kann danach ein unbefristeter Streik unter anderem in Kindertagesstätten, Werkstätten und Einrichtungen für Behinderte, von Sozialarbeitern und Sozialpädagoginnen im allgemeinen Sozialdienst, in Jugendzentren, an offenen Ganztagsschulen sowie in Heimen für Kinder und Jugendliche beginnen.

"Die Arbeitgeber haben in fünf Verhandlungsrunden jeden generellen Handlungsbedarf zur tariflichen Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe geleugnet. Sie haben kein Angebot vorgelegt, sondern lediglich punktuelle Verbesserungen für einen sehr kleinen Teil der Beschäftigten vage in Aussicht gestellt. Damit haben sie die Eskalation der Tarifauseinandersetzung provoziert", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

"Die Arbeitgeber glauben offenbar, sie könnten diese Tarifrunde auf dem Rücken der Kinder und ihrer Eltern einfach aussitzen. Sobald die Urabstimmung abgeschlossen ist, haben sie es jederzeit in der Hand, mit der Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots den bevorstehenden Streik zu beenden oder womöglich noch zu vermeiden", betonte Bsirske.
"Wer in politischen Reden ständig die große gesellschaftliche Bedeutung frühkindlicher Bildung, der Inklusion von Menschen mit Behinderung und von hochwertiger sozialer Arbeit betont, muss den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst dann auch die überfällige finanzielle Aufwertung ihrer verantwortungsvollen Arbeit zugestehen."

ver.di fordert eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe, durch die Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale. Dies würde für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen. Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen. Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern.

Pressekontakt:
V.i.S.d.P.:

Christoph Schmitz
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011
und -1012
Fax: 030/6956-3001

e-mail:





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 Nach den Caritas-Dienstgebern wendet sich nun auch der VKA in einer Pressemitteilung und einem "Vorschläge" betitelten Papier gegen die Aufwertungskampagne für den Sozial- und Erziehungsdienst an die Öffentlichkeit. 

Wir dokumentieren die Antwort von Ver.di auf das genannte VKA-Papier:

1.       Charakter des Papiers
Nach ausdrücklicher Aussage des Hauptgeschäftsführers der VKA, Herrn Hoffmann, in den Verhandlungen am 21. April 2015 handelt es sich bei dem Papier nicht um ein Angebot
2.       Bezugnahme auf die Verhandlungen von 2009
Die VKA verweist auf „zum Teil sehr deutliche Einkommenssteigerungen“ in 2009, um damit den Eindruck zu erwecken, es habe bereits 2009 eine Aufwertung der Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst stattgefunden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Richtig ist dagegen, dass 2009 Verschlechterungen gegenüber dem bis 2005 geltenden BAT (weitgehend) ausgeglichen wurden. 
3.       Erzieherinnen und Erzieher
Die VKA ist weder bereit, die Eingruppierung von Erzieher/-innen mit Normaltätigkeit, noch die Eingruppierung von Erzieher/-innen mit besonders schwierigen fachlichen Tätigkeiten anzuheben. Ihr Vorschlag, ein neues Tätigkeitsmerkmal für Erzieher/-innen mit schwierigen fachlichen Tätigkeiten in der Entgeltgruppe S 7 zu schaffen, würde unabhängig von der Frage, wie viele Beschäftigte davon überhaupt profitieren würden, nur zu Entgelterhöhungen zwischen 27 und 39 Euro monatlich führen. Dies entspräche einer prozentualen Erhöhung zwischen 0,9 und 1,6 Prozent! Hinzu kommt, dass viele Kommunen schon jetzt die Erzieherinnen und Erzieher nach Entgeltgruppe S 8 bezahlen, weil sie sonst ihre Stellen nicht besetzen könnten. Auch das Gerede von der „Reduzierung der Anforderungen für die Entgeltgruppe S 8“ läuft daher leer. Eine Umsetzung der Vorschläge der VKA wäre daher sogar mit der Gefahr der Herabgruppierung für die jetzt besser eingruppierten Erzieher/-innen verbunden. 
4.       Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger
Auch hier ist die VKA weder bereit, die Eingruppierung von Kinderpfleger/-innen mit Normaltätigkeit noch diejenige von Kinderpfleger/-innen mit schwierigen fachlichen Tätigkeiten anzuheben. Wir bezweifeln, dass die von der VKA ins Gespräch gebrachte „Erleichterung der Eingruppierung in die Entgeltgruppe S 4“ statt in die Entgeltgruppe S 3 überhaupt bei einer nennenswerten Zahl von Beschäftigten zum Tragen kommen würde. 
5.       Leitungen und stellvertretende Leitungen von Kindertagesstätten.
Die von der VKA vorgeschlagen Anhebungen der Eingruppierungen würden nur für den kleinen Anteil der Kitas mit wenigen Plätzen greifen. Für den größeren Anteil der Kitas mit höheren Kinderzahlen ist die VKA nicht zu einer verbesserten Eingruppierung bereit. Die von der VKA dafür gepriesene Einführung eines weiteren Eingruppierungskriteriums würde sich nach ihren eigenen Angaben für einen Anteil zwischen 100 und 66 Prozent der Kita-Leitungen gar nicht eingruppierungserhöhend auswirken. Nach unseren ersten Recherchen ist davon auszugehen, dass dieser Prozentsatz noch höher ist. 
6.       Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen
Die VKA lehnt für Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung sowie für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter mit abgeschlossener Berufsausbildung und sonderpädagogischer Zusatzqualifikation bzw. Fortbildung als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung oder mit zusätzlicher Meisterqualifikation jedwede Eingruppierungsverbesserung ab. Lediglich für die Einrichtungsleitungen, die schon jetzt in der Regel übertariflich bezahlt werden, ist die VKA zu Eingruppierungsverbesserungen bereit. 
7.       Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagogen/-innen
Für die Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagogen/-innen lehnt die VKA kategorisch jedwede Eingruppierungsverbesserung ab. 
8.       Andere Berufsgruppen
Bei allen anderen Berufsgruppen sieht die VKA entweder keinen Bedarf für eine höhere Eingruppierung oder äußerte sich gar nicht inhaltlich dazu. Dies gilt insbesondere für Leitungen von Tagesstätten für Erwachsene, Leitungen von Erziehungsheimen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und –therapeuten sowie für Beschäftigte, die zusätzlich mit Praxisanleitungsaufgaben oder Ausbildungsaufgaben beauftragt sind.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass die VKA über alle fünf Verhandlungsrunden wie von ihr schon in der Auftaktverhandlung am 25. Februar 2015 ausdrücklich erklärt, nicht einmal einen Grund für eine generelle Verbesserung der Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst sieht. Sie ist lediglich bereit, einigen wenigen „Häuptlingen“ mehr zu zahlen, nicht aber den „Indianern“.
Ihr Papier ist ein reines Täuschungsmanöver.

Ergänzend: 







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Wir setzen nach der Solidaritätsaktion in Reichenbach Anfang April in lockerer Folge unsere Berichte über Solidaritätsaktionen vom Caritaseinrichtungen zur SuE-Kampagne im Blog fort, diesmal aus dem St. Josefs-Stift Eisingen:


Am Rande einer Mitarbeiterversammlung (die einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehindert hat, die Kundgebung in Stuttgart zu unterstützen) haben zahlreiche Teilnehmer sich zu einem Unterstützungsfoto zusammengefunden.


Mit dem Fototermin am 20. April hat die Ver.di-Betriebsgruppe des St. Josefs-Stifts begonnen, Unterschriften für eine Solidaritätserklärung zu sammeln:

Solidaritätserklärung
von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des
St. Josefs-Stifts Eisingen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Josefs-Stifts Eisingen unterstützen die aktuelle Tarifkampagne, die die längst überfällige Aufwertung der Sozialberufe zum Ziel hat.
Auch wir Caritasbeschäftigte in der Behindertenhilfe, in Wohn- und Arbeitsbereichen, sowie in begleitenden und therapeutischen Tätigkeitsfeldern werden von den Ergebnissen profitieren, die unsere gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen durchsetzen, die bei denjenigen Trägern beschäftigt sind, die den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes anwenden.
Weil wir es wert sind und weil es auch um unsere Interessen geht, solidarisieren wir uns mit den Kolleginnen und Kollegen, die sich auch in Arbeitskämpfen für die Verbesserung ihrer Tarife einsetzen. Für uns Caritasbeschäftigte ist dieser TVöD-Tarif die zwingende und unverzichtbare Vorlage für die entsprechenden Tarifregelungen der Caritas.
Die Sozialberufe haben dringend eine Aufwertung nötig, die sich nicht nur auf die Anerkennung durch freundliche und warme Worte beschränkt, sondern sich auch in mehr gesellschaftlicher Anerkennung, in besseren Arbeitsbedingungen und in einer besseren Vergütung niederschlägt.
Ausdrücklich solidarisieren wir uns mit unseren Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen der Behindertenhilfe in unserer Region,
  • im Blindeninstitut Würzburg
  • in den Lebenshilfe Wohnstätten Mainfranken
  • in der Werkstatt für Sehgeschädigte
  • in der Mainfränkische Werkstätten GmbH

die in den aktuellen Arbeitskämpfen auch für unsere Interessen mitkämpfen.




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Die Mitarbeitervertretung der Diakonie Würzburg informierte in einer Mitarbeiterversammlung am 14. April über die aktuelle Tarifauseinandersetzung bei den Kitas, in der Jugendhilfe und in Behinderteneinrichtungen.
Als Referentin stellte die Würzburger ver.di-Sekretärin Susanne Neubauer die Forderungen und den Stand der Auseinandersetzung dar.

Einrichtungsleiter Prof. Gunter Adams, der als Gast an der Veranstaltung teilgenommen hat, hat in einem Redebeitrag dafür geworben, die Gewerkschaften durch Mitgliedschaft zu unterstützen und die Notwendigkeit gewerkschaftlicher Organisationen im Sozialbereich unterstrichen.






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Die Ver.di-Betriebsgruppe der Barmherzigen Brüder in Reichenbach hat Anfang dieser Woche mit einem Stand über die aktuelle Aufwertungskampagne im Sozial- und Erziehungsdienst informiert und die Caritas-Beschäftigten zur Solidarität aufgerufen.
Der Stand stieß auf reges Interesse; zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich an einer Unterschriftensammlung zur Unterstützung der Kampagne beteiligt.












Information der Betriebsgruppe zur Aktion: 


Verdi – Stand bei den Barmherzigen Brüdern in Reichenbach
ver.di hat die Tarifregelungen für den Sozial- und Erziehungsdienst gekündigt und eine Kampagne gestartet, um die Sozial- und Erziehungsberufe endlich angemessen aufzuwerten. Menschen mit sozialen Berufen leisten wichtige und gute Arbeit. Die muss entsprechend bezahlt werden. Deshalb: Aufwerten jetzt!
Aktuell laufen die Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Es geht um die Frage: Was ist unsere Arbeit wert?
Ver.di fordert für die mehr als 750.000 Beschäftigten in sozialen Berufen bei den Kommunen, bei freien Trägern oder den Kirchen:
  • Die Aufwertung sozialer Berufe nicht nur mit schönen Worten, sondern direkt sichtbar mit einer entsprechenden Bezahlung.
  • Alle Beschäftigten in diesem Bereich sollen besser eingruppiert werden.
  • Eine neue Eingruppierung soll für jede/n eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich zehn Prozent bringen
Alle sind sich einig, wenn es um die Frage der Bedeutung der sozialen Berufe geht. Die Wichtigkeit der Tätigkeit von Erzieher/-innen, Sozialarbeiter/-innen und anderer sozialer Berufe für unsere Gesellschaft wird von allen betont. Deshalb muss es auch eine angemessene Bezahlung für diese Berufe geben. Ein Schulterklopfen reicht nicht aus!Die Ergebnisse bei Verdi setzen auch die Standards für unsere Vergütungen im kirchlichen Dienst. Die erzielten Tarifabschlüsse werden im kirchlichen Dienst umgesetzt.Die Kolleginnen und Kollegen bei verdi gehen für die Forderung auf die Straße und treten für die Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes ein. In den Einrichtungen des öffentlichen Dienstes wird die Forderung mit Warnstreiks unterstützt.Da wir uns nicht an den Warnstreiks beteiligen können, zeigen wir auf diese Weise die Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen die für die Lohnerhöhung kämpfen. Wir sind selbstverständlich Gewerkschaftsmitglieder und wir fordern auch alle Kolleginnen und Kollegen bei Caritas und Kirche auf in die Gewerkschaft einzutreten.Gemeinsam mit den vielen Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst und bei den großen Wohlfahrtsverbänden. Wir leisten gute und wertvolle Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, behinderten und alten Menschen. Deshalb sollten wir selbstbewusst für unsere Interessen eintreten.





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Am 18. Dezember 2014 hat die ver.di-Bundestarifkommission die Eckpunkte der Forderung für die 2015 beginnende Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beschlossen. ver.di fordert:
  1. Statusverbessernde Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und der Tätigkeitsmerkmale innerhalb der S-Tabelle im Umfang von durchschnittlich 10 Prozent sowie zusätzliche Verbesserungen für die Behindertenhilfe. Für die Neuzuordnung der Tätigkeitsmerkmale gilt grundsätzlich die als Anlage beigefügte Tabelle.
  2. Zwingende Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei der Stufenzuordnung.
  3. Die belegbaren Plätze, die Gruppenanzahl und die Beschäftigtenzahl müssen alternative Heraushebungskriterien für die Kita-Leitungen sein.
  4. Verbesserung der Eingruppierung bei nicht erfüllter Formalqualifikation (z.B. bei Einsatz von Sozialassistentinnen als Erzieherinnen).

Weiter soll über die Zahlung des Differenzbetrages bei vorübergehender Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit verhandelt werden.

Konkret bedeutet dies für Beschäftigte in Kindertagesstätten: Eingruppierung


  • der KinderpflegerInnen mit staatlicher Anerkennung und vergleichbaren Beschäftigten mit staatlicher Anerkennung - von EG S 5 bis zur EG S 6,
  • der ErzieherInnen und HeilerziehungspflegerInnen mit staatlicher Anerkennung und gleichwertig qualifizierten Beschäftigten - von EG S 10 bis EG S 13,
  • der Leitungen künftig nicht mehr nur an Kinderzahlen, sondern alternativ an der Anzahl der Gruppen oder der Beschäftigten in der Einrichtung zu bemessen - von EG S 11 bis zu einem Entgelt oberhalb der S18 und
  • der stellvertretenden Leitungen - von EG S 11 bis zur EG S 18.

Für SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen soll die Eingruppierung mit der EG S 15 beginnen und bis über die EG S181 hinaus reichen. Tätigkeiten, die wissenschaftliche Hochschulabschlüsse erfordern, sollen auch künftig im Allgemeinen Teil den Entgeltgruppen E 13 bis E 15 zugeordnet werden.

Für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen bedeutet dies Eingruppierung der


  • Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung - von EG S 10 bis EG S 12,
  • der LeiterInnen von Ausbildungs- und Berufsförderungswerkstätten künftig nicht mehr nur an Plätzen, sondern alternativ an der Anzahl der Beschäftigten in der Einrichtung zu bemessen - von EG S 15 bis EG S 16,
  • der VertreterInnen von Einrichtungungsleitungen - von EG S 13 bis EG S 15.

Für Leitungskräfte von Erziehungsheimen bedeutet dies die Eingruppierung der


  • Stellvertretungen - von EG S 16 bis S 18 sowie
  • Leitungen - von EG S 17 bis über die EG S18 hinaus.








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Termine Forderungsdiskussion (in chronologischer Reihenfolge):

















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Gutes Geld für gute Arbeit

ver.di fordert Aufwertung durch bessere Bezahlung


Den hohen Stellenwert der Arbeit von Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Beschäftigte im Sozialen Dienst, in der Behindertenhilfe und vielen anderen Bereichen bestreitet niemand. Dass frühkindliche Bildung entscheidend ist für das Leben der Kinder, und dass diese Arbeit nicht nebenbei von "erfahrenen Hausfrauen" erledigt werden kann, sondern hohe Ansprüche an Wissen und Können, Qualifikation und Motivation stellt, erleben viele Eltern Tag für Tag.

Aber Wertschätzung zeigt sich auch in der Bezahlung - und die muss sich für die bundesweit mehr als 720.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst deutlich verbessern. Darüber waren sich auch die mehr als 200 Teilnehmer/innen der ver.di-Tarifkonferenz für den Sozial- und Erziehungsdienst Mitte November in Göttingen einig.

Eine Aufwertung dieser Berufe fordert ver.di schon länger. Zum 31. Dezember dieses Jahres hat die Gewerkschaft die Eingruppierungsvorschriften und die Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst gegenüber der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände gekündigt. Am 18. Dezember will die Bundestarifkommission detaillierte Forderungen für die Tarifrunde 2015 beschließen.

Verbesserte Eingruppierung bringt rund zehn Prozent


Es wird, so lautet auch die Empfehlung der Göttinger Tarifkonferenz, um eine Verbesserung der Eingruppierung gehen, die durchschnittlich eine Gehaltserhöhung um zehn Prozent bedeutet. Gleichzeitig startet ver.di eine bundesweite Kampagne mit Plakaten, Flugblättern und Elternbriefen, in denen die Öffentlichkeit informiert und in die Auseinandersetzung einbezogen wird. Die Kampagne steht unter dem Motto: "Richtig gut! Aufwerten jetzt!"

www.soziale-berufe-aufwerten.de

Bitte um Solidarität

Aus der Erklärung der ver.di-Tarifkonferenz für den Sozial- und Erziehungsdienst am 14./15. November 2014:
„Die Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes soll ins Zentrum der von ver.di geforderten Verhandlungen zu den Eingruppierungsvorschriften gestellt werden. Die Fachkräfte in Kindertagesstätten, in den Sozialen Diensten, Beratungsstellen, Einrichtungen der Kinder- und Jugend-, der Eingliederungs- und der Behindertenhilfe u. v. m. leisten bzw. sichern Bildung, Beratung, Versorgung und Betreuung von Menschen. Es ist Zeit für eine angemessene Bezahlung der Fachkräfte im Sozial- und Erziehungsdienst. Wir, die Teilnehmer/innen der Tarifkonferenz haben verabredet, jetzt verstärkt aktiv zu werden und durch breite Beteiligung und Aktionen die Verhandlungen zu begleiten. Die Öffentlichkeit, vor allem die Eltern, bitten wir um Solidarität.“
(Claudia von Zglinicki)

Verdinews 17/2014  als pdf

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Hunderttausende Menschen arbeiten im Sozial- und Erziehungsdienst, leisten tagtäglich unschätzbar wichtige Arbeit. Nur: Angemessen bezahlt werden sie dafür bisher nicht


Flugblatt als pdf


Tarifarbeit wird von Gewerkschaften gemacht.
Auch die von Caritas und Kirche.

Wer gute Ergebnisse will, muss daran mitarbeiten!
















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Wir dokumentieren hier ausführliche Materialien aus der ver.di-Pressekonferenz vom 24. November 2014 zur anstehenden Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst.

Die Tarifrunde wirkt nicht nur für die ca. 187000 Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst, die direkt betroffen sind, sondern darüber hinaus auch für die ca 535000 Beschäftigten bei freien und kirchlichen Trägern, zumindest indirekt.
Zumindest bei den Pfarrkindergärten der katholischen Kirche in Bayern gilt aufgrund der "Vergütungsautomatik des ABD" das Verhandlungsergebnis des öffentlichen Dienstes direkt und unmittelbar.
Bei anderen "freigemeinnützigen" Kindergartenträgern - wie in Kindertagesstätten der Caritas - findet eine Orientierung am TVöD statt, allerdings häufig mit Eingruppierungen unterhalb des TVöD-Niveaus und/oder mit einer verzögerten Übernahme.
Ein möglichst guter Abschluss ist daher sowohl für Beschäftigten in den Kindertagesstätten der katholischen Kirche wie auch der Caritas im wohlverstandenem eigenem Interesse.
Für die Refinanzierung der Personalkosten ist der TVöD zudem weitgehend die prägende Bemessungsgrundlage.




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ver.di Tarifkonferenz fordert Aufwertung für den Sozial- und Erziehungsdienst

Am 14. und 15. November 2014 fand in Göttingen die 8. ver.di-Tarifkonferenz mit über 200 Fachkräften aus den Sozial- und Erziehungsdiensten (SuE) des öffentlichen Dienstes sowie der freien und konfessionellen Träger statt.
Die Aufwertung des SuE soll ins Zentrum der von ver.di geforderten Verhandlungen zu den Eingruppierungsvorschriften gestellt werden.
Die Fachkräfte in Kindertagesstätten, der offenen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit, in den Sozialen Diensten, Beratungsstellen, Einrichtungen der Kinder- und Jugend-, der Eingliederungs- und der Behindertenhilfe, Seniorenheimen und Krankenhäusern u.v.m. leisten bzw. sichern Bildung, Beratung, Versorgung und Betreuung von Menschen.
Angesichts gestiegener Anforderungen und anspruchsvoller Ausbildungen sagen wir: Richtig gut – aufwerten jetzt! Es ist Zeit für angemessene Bezahlung der Fachkräfte im SuE.
Der von vielen Politikern und auch in der Koalitionsvereinbarung für notwendig erklärten Aufwertung der Sozialen Berufe müssen nun Taten folgen.
Ver.di hat die Tarifverträge für den SuE gekündigt und erwartet von den Arbeitgebern zeitnah die Aufnahme von Verhandlungen.
Die Attraktivität der Berufe auch bei der Bezahlung anzuheben ist notwendig, auch um dem regional bereits akuten und weiter absehbaren Fachkräftemangel zu begegnen und der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen.
Zeit, dass über Investitionen in die Bildung und nicht über Ausgaben gesprochen wird!
Wir, die TeilnehmerInnen der Tarifkonferenz haben verabredet, jetzt verstärkt aktiv zu werden und durch breite Beteiligung und Aktionen die Verhandlungen zu begleiten. Die Öffent-lichkeit, vor allem die Eltern, bitten wir um Solidarität.

Die TeilnehmerInnen der ver.di Tarifkonferenz

Erklärung als pdf





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Vollständiges Flugblatt als pdf






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Beschäftigtenvertretungen der Evangelischen Kirche, aus dem Bistum Speyer sowie der AWO Saarland haben im Juli gemeinsam mit Ver.di und GEW ein gemeinsames Positionspapier zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in Kitas des Saarlandes veröffentlicht.



PDF-Fassung des Positionspapiers
Positionspapier in Broschürendruckfassung

Kürzlich hatten wir ja bereits auf eine Veranstaltung zur Aufwertungskampagne im Sozial- und Erziehungsdienst in Mainz hingewiesen, auf der die Beteiligung der Kirchen lediglich in der Teilnahme von Kardinal Lehmann erkennbar war: Tolle Aktion in Mainz.
Die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Caritasbereich ist vielleicht tatsächlich noch ausbaufähig. Man sollte nicht alles den Kardinälen und Kommissionen überlassen!





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Mit Kardinal Lehmann gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen in KiTAs!
Im Rahmen einer verdi-Kundgebung für bessere Rahmenbedingungen in den Kindertageseinrichtungen wurden am 26. September 2014 in Mainz 17.000 Unterschriften an Ministerin Irene Alt sowie Vertreterinnen und Vertreter der Landkreise, der Städte und Kommunen sowie der konfessionellen Träger von Kindertagesstätten übergeben.

Prof. Sell von der Hochschule Koblenz unterstützte in einer Rede die Forderung der Gewerkschaften nach Verbesserungen bei den qualitativen Standards. 
An der Kundgebung haben sich neben vielen Erzieherinnen und Erziehern auch Vertreterinnen und Vertreter der Eltern und der Kirchen (u.a. Kardinal Lehmann) beteiligt.

Da sieht man Kardinäle sonst eher selten

Auf Facebook: GEW Rheinland-Pfalz: Erzieherinnen übergeben 17000 Unterschriften

(Die Infos haben wir genannten Facebookseite entnommen)




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Rahmenbedingungen in KiTas sind schlecht

Die Qualität in KiTas bleibt oft auf der Strecke bleibt, da von den Verantwortlichen nur der quantitative Ausbau in den Blick genommen wird. In diesem Zusammenhang hat ver.di u.a. auch einen Entwurf zu einem „Bundes-KiTa-Gesetz“ vorgelegt. Deswegen hat ver.di jetzt eine Unterschriftensammlung in den KiTas gestartet.
Link: http://saar-trier.verdi.de/branchen-und-berufe/gemeinden/++co++7985ecc2-22d0-11e4-b1c2-525400a933ef




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Gute Arbeit in KiTAS? Von wegen!

Ich zitiere hier aus dem Buch "Gute Arbeit", Ausgabe 2014 - Profile prekärer Arbeit - Arbeitspolitik von unten (Bund - Verlag, ver.di) S. 274 f,
...
Bereits die DGB-Index Befragung der Beschäftigten im Erziehungsdienst im Jahr 2009 *) hat deutlich herausgestellt, dass für die Beschäftigten in den Kitas die Intensität der Arbeit gestiegen ist, ein starker Zeit- und Termindruck vorherrscht und enorme physische und psychische Belastung die Arbeit kennzeichnen - bei immer knapper werdender Personalbemessung.

Trotz vielfältiger Regelungen zum Gesundheitsschutz seit 2009 hat sich für die Beschäftigten bisher wenig getan. "Steigende Arbeitslast trotz Personalzuwachs" lautet die Bewertung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung **). Trotzdem erfolgen auch weiterhin Einstellungen in großem Umfang über Befristungen und mehrheitlich in Teilzeit. Nur 66,8 Prozent der Beschäftigten in Tageseinrichtungen arbeiten in Vollzeit und 15,9 Prozent arbeiten mit weniger als 21 Wochenstunden ***). Viele Beschäftigte befinden sich in der Teilzeitfalle, da es an Angeboten der Arbeitgeber fehlt, ihre Arbeitszeit zu verlängern. Damit wird aber auch versäumt, die Lücke beim Fachkräftebedarf in diesem Bereich weiter zu schließen, denn bundesweit fehlen noch rund 13 000 Fachkräfte. Jedoch versuchen die Bundesländer nun in ihrer Rolle als Gesetzgeber, die Kita-Gesetze zu novellieren und die Personalbemessung zu reduzieren. Dies ist ein bildungs- und arbeitspolitischer Skandal. Damit wird das politische Ziel der Verbesserung der Elementarbildung zu einer Politshow, die auf dem Rücken der Beschäftigten sowie zu Lasten der Qualität der Betreuung ausgetragen wird.
...
Der Text bezieht sich u.a. auf folgende Quellen:
*) Fuchs T./Tischler F., Arbeitsqualität aus Sicht von Erzieherinnen und Erziehern, Ergebnisse aus der Untersuchung zum DGB-Index Gute Arbeit, INIFES, Stadtbergen
**) WZB Brief, Januar 2012
***) Statistisches Bundesamt, Statistik der Kinder. und Jugendhilfen, 01.03.2011




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Was verdienen Erzieherinnen und Erzieher?

Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung vom 8.7.2014:
Das Bruttomonatseinkommen von Erzieher/innen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.490 Euro. Die Hälfte der Erzieherinnen und Erzieher verdient weniger als 2.420 €. Beschäftigte in tarifgebundenen Einrichtungen stellen sich bei Monatseinkommen und Sonderzahlungen deutlich besser. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Online-Umfrage des Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Die vorliegende Auswertung stützt sich auf die Daten von 716 Erzieherinnen und Erziehern. 
Bei dem Beruf „Erzieherin/ Erzieher“ handelt es sich um eine landesrechtlich geregelte schulische Aus- bzw. Weiterbildung, die an Fachschulen, Berufsfachschulen, Berufskollegs und anderen Bildungseinrichtungen erteilt wird. Erzieher/innen sind nicht nur mit der vorschulischen Erziehung betraut, sondern auch in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Heimerziehung tätig.
Immerhin drei Viertel aller Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in Einrichtungen mit Tarifbindung. „Unsere Daten zeigen einmal mehr, dass Beschäftigte in Einrichtungen mit Tarifbindung mehr verdienen und häufiger Weihnachts- und Urlaubsgeld erhalten, als dort, wo keine Tarifverträge gelten.“, sagt WSI-Experte Dr. Heiner Dribbusch.
Die Studie kommt u. a. zu folgenden Ergebnissen:
Berufserfahrung 
In aller Regel steigt das Einkommen mit der Dauer der Berufserfahrung. Dies gilt im Großen und Ganzen auch für die Berufsgruppe der Erzieher/innen. Bei einer Berufserfahrung von bis zu einem Jahr beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 2.110 €, bei mehr als 20 Jahren steigt es auf rund 2.800 €. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von 690 € (siehe auch die Grafik in der pdf-Version dieser PM; Link unten). 
Tarifbindung
Erzieher/innen profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.560 € gut 9 Prozent über dem Gehalt ihrer Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Betrieben. Insgesamt geben gut 75 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher an, dass in dem Betrieb, in dem sie arbeiten, ein Tarifvertrag gilt.
West - Ost
Während in Westdeutschland eine Erzieherin oder ein Erzieher durchschnittlich 2.540 € erhält, bekommt sie/er in Ostdeutschland 2.340 €. In den neuen Bundesländern verdienen damit Erzieherinnen und Erzieher rund 8 Prozent weniger als ihre Kollegen/innen in den alten Bundesländern.
Männer - Frauen 
In unserer Erhebung sind knapp 79 Prozent der Erzieher/innen Frauen. Das Einkommen der Erzieherinnen liegt dennoch mit im Durchschnitt 2.450 € rund 180 € unter dem ihrer männlichen Kollegen. Dies macht einen Einkommensnachteil von fast 7 Prozent aus.
Arbeitszeit
45% der Frauen aber nur 24 % der Männer arbeiten auf Teilzeitstellen. Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Erzieherinnen und Erzieher liegt bei 34,1 Stunden in der Woche. Die Befragten geben jedoch an, tatsächlich mehr zu arbeiten als vertraglich vereinbart: Der Durchschnitt der tatsächlichen Wochenarbeitszeit liegt bei 36,5 Stunden.





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Bessere Arbeitsbedingungen in Kindertagesstätten, Tagesheimen und Heilpädagogischen Tagesstätten - jetzt!
(Flugblatt und Unterschriftenaktion Verdi Bayern)








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Einschätzung von Gefährdungspotentialen – eine Handlungshilfe aus dem Fachbereich 03

Die Entwicklung guter Arbeit im Betrieb, weniger Stress und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen setzt eine gründliche Gefährdungsbeurteilung voraus. Das erfordert Zeit. Eine erste Einschätzung möglicher Gefährdungspotentiale ist aber einfacher möglich.

Dazu hat der Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen in ver.di die Handlungshilfe „Gefährdungsmeldung“ herausgebracht. Die Handlungshilfe wurde von unserer Kollegin Judith Lauer erstellt, richtet sich speziell an den Sozial- und Erziehungsdienst ist aber „im Prinzip“ auch auf andere Bereiche übertragbar.

Im Netz findet Ihr alles unter: https://gesundheitspolitik.verdi.de/themen/selbstverwalter/was-die-bgw-bewegt/


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Arbeitsqualität in Kindergärten und Vorschulen

Auf der Webseite http://www.verdi-gute-arbeit.de/ ist eine neue Auswertung aus dem DGB-Index „Gute Arbeit“ veröffentlicht.

Diesmal gibt es eine Einschätzung aus „Kindergärten und Vorschulen“. Ein wichtiges Ergebnis daraus: 52% der Befragten geht davon aus, dass sie nicht in der Lage sein werden, die Arbeit in einem Kindergarten oder einer Vorschule bis zum Rentenalter auszuüben.

Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann bitte informieren unter: http://www.verdi-gute-arbeit.de/--/VHQ1



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neu im ver.di tv:
 
Für Sarah ist ihr Beruf ein Traumjob. Und trotzdem: Mit Rückenleiden, Gehörproblemen und Burnout muss fast jede Erzieherin und Erzieher früher oder später rechnen. Sarah wünscht sich daher Präventivmaßnahmen, denn „Sie sind die Guten“.
Quelle und mehr: "klick"

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Wichtiger Hinweis der Fachgruppe SKJ (Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe) zur Tarifrunde 2014


Tarifinfo als pdf


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25.-29. März 2014 Stuttgart: Bildungsmesse didacta




Ziel von ver.di:
Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Durchsetzung der tarifpolitischen Interessen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Liebe Kolleginnnen und Kollegen,

die Tarifauseinanersetzungen im öffentlichen Dienst um den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) wirken sich mittelbar oder unmittelbar auf die katholische Kirche und die Caritas aus. Im Bereich der katholischen Kirche gilt im ABD die "Vergütungsautomatik", die bisher faktisch auch in Bezug auf weitere Regelungen wie z.B. Urlaub und Wochenarbeitszeit umgesetzt wurde. Die Caritas übernimmt die Regelungen aus dem Tarifvertrag in der Regel zeitnah.
Wir haben daher auch in den kirchlichen KiTAs ein massives Eigeninteresse, dass die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst erfolgreich geführt werden. Kirchliche Beschäftigte dürfen sich - auch im wohlverstandenen Eigeninteresse - nicht dazu missbrauchen lassen, die Verhandlungsposition von GEW und ver.di im kommunalen Bereich zu schwächen. "Streikbrechen" durch kirchliche KiTAs geht gar nicht; Unterstützung bei Demonstrationen u.a. ist dagegen das Gebot der Stunde.

In Bayern ist die katholische Kirche mit der Caritas der größte Anbieter von Kindertagesstätten. Es gibt mehr katholische (Pfarr-)Kindergärten als kommunale Einrichtungen.
Katholische und kommunale Träger stellen zusammen deutlich mehr als 50 % aller Einrichtungen. Wenn sich die katholische Kirche mit ver.di gemeinsam für verbindliche Regelungen einsetzen würde, wären die Voraussetzungen für eine regionale allgemein verbindliche Tarifvereinbarung gegeben.

Nur gemeinsam sind wir stark!
Wir haben daher eine eigene "Unterseite" im Blog eingerichtet, mit der wir spezielle Beiträge über die Fragen im Sozial- und Erziehungsdienst berichten wollen.
Es gibt viel zu tun - packen wir's an!

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